Osterzeit ist Eierzeit – und eine Frage wird vielen Menschen beim Aufschlagen des Eis durch den Kopf gehen: Warum ist der Dotter denn nun am Rand grünlich bis bläulich und ist das gefährlich? Hier die Antworten auf diese Fragen.

Weitere Alltagsfragen im Überblick

Wer ein Ei lange kocht, dem ist es sicher schon einmal aufgefallen: Der Eidotter entwickelt am Rand eine grünliche bis bläuliche Verfärbung. Viele Menschen finden das nicht nur unästhetisch, sondern sehen sogar eine Gefahr in der Schicht und entfernen sie.

Doch keine Sorge, es handelt sich bei der Verfärbung um eine natürliche chemische Reaktion, die bei zu langem Kochen auftritt. Ihr Entstehen hat auch nichts mit dem Alter eines Eis zu tun.

Deshalb wird der Eidotter grünlich oder bläulich

Bei länger andauernden hohen Temperaturen löst sich im Eigelb gebundenes Eisen und wandert Richtung Dotter-Rand. Gleichzeitig wird im Eiklar durch das Kochen Schwefel freigesetzt. So entsteht Schwefelwasserstoff. Das übelriechende Gas, verantwortlich für den typischen "Faule Eier"-Geruch, ist eigentlich hochgiftig, korrosiv, brennbar und leicht entzündlich. Doch keine Sorge, es entsteht in so geringen Mengen, dass keinerlei Gesundheitsgefahr besteht.

Das entstehende Gas bewegt sich beim Kochen in Richtung Eigelb und reagiert an der Grenze der beiden Ei-Bestandteile mit dem gelösten Eisen zu Eisensulfid. Es entsteht ein grün-blauer Eigelb-Rand, der mit der Kochdauer immer weiter ins Eigelb wächst.

Keine Gesundheitsgefahr durch verfärbten Dotter

Diese Schicht ist vollkommen ungefährlich und hat keinerlei Auswirkungen auf den Geschmack des Eis. Da sie auch gerne bei industriell gekochten Eiern vorkommt, kann man in diesem Fall sogar von einem Qualitätsmerkmal ausgehen: Die Eier wurden vom Hersteller lange und gut durchgekocht, um ein wirklich unbedenkliches Produkt anbieten zu können.

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mit Material der dpa