Wer an der Autobahnraststätte eine Pause einlegt, der bemerkt schnell: Es ist ziemlich laut. Um diese Lärmbelastung für Anwohner an viel befahrenen Straßen oder Autobahnen zu reduzieren, wurde der Flüsterasphalt entwickelt. Doch wie genau kann eine andere Form von Straßenbelag die Geräusche mindern?

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Der Name Flüsterasphalt verspricht fast zu viel: Auch dieser Straßenbelag kann nicht alle Geräusche verschlucken. Doch er wurde entwickelt, um die Lärmbelastung zu reduzieren. Dem Flüsterasphalt, der auch oft als offenporiger Asphalt – abgekürzt OPA – bezeichnet wird, gelingt die Dämpfung der Geräusche durch seine besondere Zusammensetzung.

Woraus besteht Flüsterasphalt?

Normaler Asphalt besteht meist aus einer Mischung aus Schotter und der teerartigen Masse Bitumen. Letzteres wird aus Erdöl gewonnen und kann beim Verarbeiten mit dem Schotter die Steinchen komplett umschließen. So entsteht eine robuste, geschlossene Fläche.

Bei der Herstellung von Flüsterasphalt wird grobkörniger Schotter verwendet. Zudem wird der Anteil Bitumen reduziert und leicht modifiziert, sodass eine höhere Elastizität entsteht. Beim Zusammenfügen der Komponenten, umschließt das teerartige Gemisch die Schotterkörner nicht mehr komplett, sodass kleine Hohlräume entstehen – daher auch offenporiger Asphalt.

Wirkung von offenporigem Asphalt

Die Hohlräume sorgen dafür, dass der Lärm reduziert wird. Die Luft zwischen den Reifen und dem Fahrbahnbelag wird durch die Poren teilweise abgeleitet und die Geräusche so leiser.

Ein weiterer Vorteil des Flüsterasphaltes ist, dass auch Wasser durch die Hohlräume schneller abfließen kann und es so seltener zu nassen Fahrbahnen kommt. Diese Eigenschaft verleiht dem Flüsterasphalt einen weiteren Namen: Er wird auch als Drain-Asphalt bezeichnet. Das leitet sich vom englischen Wort für entwässern oder trockenlegen, "to drain", ab.

Nachteile von Flüsterasphalt

Dass der Flüsterasphalt trotzdem nur streckenweise eingesetzt wird, hat mehrere Gründe. Im Gegensatz zu herkömmlichem Asphalt ist er teurer. Reparaturen am Flüsterasphalt können sich komplizierter gestalten, als bei der "normalen" Alternative, da man den Wasserabfluss mit neuen Elementen nicht stören darf.

Zudem ist der anwohnerfreundliche Straßenbelag auch im Punkt Haltbarkeit klar im Nachteil: Die Poren können mit der Zeit leicht verstopfen und der lärmreduzierende Faktor sinkt. Der Flüsterasphalt ist durch die Poren nicht so haltbar wie der herkömmliche Asphalt, es lösen sich schneller Teilchen ab. Laut Umweltbundesamt besteht die Lärmreduktion etwa acht Jahre lang, die bautechnische Haltbarkeit liegt bei acht bis zwölf Jahren.

Verwendete Quellen:

  • Umweltbundesamt: "Lärmmindernde Fahrbahnbeläge – Ein Überblick über den Stand der Technik"
  • ADAC: "Flüsterasphalt"
  • ergo.de: "Wie entsteht Flüsterasphalt und warum?"

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