Bei längeren Spaziergängen oder Wandertouren sind Blasen an den Füßen keine Seltenheit. Als kleine Wehwehchen sollte man die Hautverletzungen aber nicht abtun. Wir zeigen, woher sie kommen, was dagegen hilft und wie man vorbeugen kann.

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Der geübte Wanderer kennt die Tücken des so leicht scheinenden Sports. Der Gelegenheitswanderer kehrt unter Umständen mit einem gehörigen Muskelkater zurück nach Hause - wenn nicht schon zuvor ein anderes Problem die Tour erschwerte.

Blasen entstehen immer dann, wenn man sie gerade nicht brauchen kann. Und auch wer öfter wandert, ist nicht vor den brennenden Verletzungen gefeit.

So entstehen Blasen

Bei ungewohnt hoher Belastung einer Hautstelle entstehen die Plagegeister. Ein zu enger oder nicht richtig eingelaufener Schuh kann dazu führen.

Wenn bei einer längeren Wandertour oder einem Spaziergang dann das Material ständig am Fuß reibt, lösen sich die oberen von den unteren Hautschichten ab. In den dadurch entstehenden Hohlraum fließt Gewebeflüssigkeit. Das kann ganz schön brennen. Rötungen entstehen und die Blase wölbt sich auf.

Die schmerzhafte Fehlstellung plagt vor allem Frauen.


Tipps zum Vorbeugen

Soweit muss es nicht kommen. Zum Wandern empfehlen sich passende Wanderschuhe aus dem Fachgeschäft. Eine gute Beratung kann hier spätere unangenehme Überraschungen verhindern.

Wichtig ist: Der große Zeh muss genug Platz haben, Druckstellen sind zu vermeiden. Ob der Schuh wirklich passt, sieht man am besten mit dicken Sportsocken.

Abends sind die Füße zudem ein wenig größer. Wer die Treter zu dieser Zeit anprobiert, geht also auf Nummer sicher. Vor der Tour sollten Sie die Schuhe einlaufen.

Vermeiden Sie beim Wandern oder Spazieren Feuchtigkeit in Ihren Schuhen. Atmungsaktive Socken können hier helfen. Alternativ ist ein Paar zum Wechseln nie verkehrt.

Auch ein altes Hausmittel kann hilfreich sein: Ein kaltes Fußbad verhindert übermäßigen Schweiß.

Beim Fußpuder scheiden sich die Geister. Die Wirkung ist umstritten, außerdem kann es Unverträglichkeiten auslösen.

Achten Sie außerdem auf die richtige Größe der Socken. Bei zu viel Stoff können die Strümpfe anfangen zu scheuern, was eine Blase begünstigt.

Wenn Sie schon wissen, welche Stellen an Ihren Füßen häufige Kandidaten für Blasen sind, kleben sie diese mit Pflaster oder Tapeverband ab.

Kein Tabu daraus machen! Betroffene sollten sich Hilfe suchen.


Die Blase richtig behandeln

Doch ist die Blase erst einmal da, kommen diese Tipps zu spät. Dann heißt es richtig damit umgehen. Auf keinen Fall sollten sie damit anfangen die Blase aufzustechen, sondern die Verletzung mit einem Blasenpflaster verarzten.

Die Versuchung zum Aufstechen ist zwar groß, weil dadurch das Druckgefühl verschwindet. Damit verlängern Sie aber womöglich die Dauer der Heilung und riskieren eine Entzündung.

Wenn Sie es dennoch tun, desinfizieren Sie Nadel und Wunde, da sonst Keime eindringen können. Wenn die Wunde offen ist, sollten Sie Desinfektionsmittel benutzen und ein Blasenpflaster aufkleben.

Die speziellen Pflaster verkleben im Gegensatz zu konventionellen Produkten nicht mit der nässenden Wunde und schützen so besser.

Da die Gelschicht für Feuchtigkeit sorgt, kann die Blase außerdem schneller verheilen. Das Pflaster lassen Sie am besten solange auf der Haut, bis es sich von selbst wieder löst.

Wenn die Blase sehr groß ist, schlecht verheilt oder gelbliche Flüssigkeit austritt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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