Eine ungelenke Bewegung, ein Kratzen an einer scharfen Ecke und schon ist es passiert: Aus der Wund tropft Blut. Und jedes Kind weiß, das Blut rot ist. Doch warum ist das eigentlich so? Und ist Blut tatsächlich immer rot?

Nicht unser Blut ist rot, sondern das darin enthaltene Eisen

Unser menschliches Blut besteht aus ganz verschiedenen Bestandteilen. Die meisten von ihnen sind schlichtweg farblos. Nur die roten Blutkörperchen sind – der Name verrät es – rot. In ihnen steckt Hämoglobin, an denen sich jeweils vier Eisenatome befinden.

Wenn sich das Eisen mit dem im Blut enthaltenen Sauerstoff verbindet, wird es rot. Diesen Farbeffekt kennen wir zum Beispiel von verrostetem Eisen oder auch vom Planeten Mars, den wir aufgrund seines Schimmerns als roten Planeten bezeichnen.

Weil es im Blut also sehr viele rote Blutkörperchen und noch viel mehr Hämoglobin gibt, enthält die Flüssigkeit insgesamt Milliarden feinster roter Eisenflecke. Und die wirken so intensiv, dass das gesamte Blut rot aussieht.

Blut ist nicht immer gleich rot

Und noch ein weiteres Phänomen kennen wir: Blut kann mal dunkler, mal aber auch heller sein. Auch hierfür ist der Sauerstoff verantwortlich, und zwar die jeweilige Menge, die das Blut enthält. So lässt viel Sauerstoff das Blut hellrot, orange oder sogar schweinchenrosa erscheinen, während sauerstoffarmes Blut dunkelrot bis grünlich-gelb wird.

Manche Tiere haben blaues Blut

Während alle Menschen rotes Blut haben, ist der Lebenssaft zum Beispiel von Tintenfischen, Schnecken und einigen Krebsen blau. Anstelle von Eisenteilchen transportiert bei ihnen Kupfer den Sauerstoff im Blut. Und wenn Kupfer rostet, dann nimmt es eine grünlich-bläuliche Farbe an. Andere Tiere wiederum haben deshalb auch grünes Blut.