Der Vorsitzende der Berkshire Hathaway Inc., einem langfristig orientierten Investmenthaus, wurde von vielen belächelt, als er sich von dem High-Tech-Boom an der Nasdaq Ende der 1990er Jahre fern hielt. Der Lauf der Dinge bestätigte allerdings seine Skepsis. Berkshire Hathaway steigerte seinen Gewinn zeitgleich um 107 Prozent - das Orakel von Omaha, wie Buffet genannt wird, hatte wieder einmal Recht behalten. Heute hat das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 116 Mrd. Dollar. Sein persönliches Vermögen beläuft sich schätzungsweise auf 42,9 Mrd. Dollar.

Buffet wurde 1930 in Omaha geboren. Bereits sein Vater war Börsenmakler und ein Kongressabgeordneter der Republikaner. Das Interesse für Finanzen und das große Geschäft schien ihm in die Wiege gelegt worden zu sein. Bereits mit elf Jahren handelte Buffet seine ersten Aktie. Mit 14 kaufte er Farmland, mit Ersparnissen, die er sich als Zeitungsjunge erarbeitet hatte. Als Student der Universität von Nebraska wurde er erstmals mit Benjamin Grahams Buch "Der intelligente Investor" konfrontiert und war begeistert. Als er dann von der Harvard Universität abgelehnt wurde, fiel im die Entscheidung nicht schwer, zu Graham an die Columbia University in New York zu wechseln. Dort lernte er die Kunst des defensiven Investments. Nachdem er 1957 nach Omaha zurückkehrte und seine erste Investmentgesellschaft gründete, übernahm er 1962 die damalige Textilfabrik Berkshire Hathaway und formte diese nach und nach in ein Investmenthaus um. Hätte man 1965 10.000 Dollar in Berkshire Hathaway investiert, könnte man heute die bescheidene Summe von 50 Mio. Dollar sein eigen nennen. Doch trotz seines enormen Erfolges blieb Buffet auf dem Boden. Er wohnt in einem Haus, dass er für lächerliche 31.500 Dollar kaufte und bevorzugt anstelle von Luxusrestaurants eher den Burger-Stand an der Ecke. Sich selbst gesteht er als CEO seines Unternehmens gerade mal ein jährliches Gehalt von 100.000 Dollar zu. Lediglich auf seinen Privat-Jet will Buffet nicht verzichten.

Auch sein Privatleben entwickelte sich alles andere als gewöhnlich. Seine Frau Susan, mit der er auch drei Kinder hat, stellte ihm vor einigen Jahren ihre Freundin Astrid vor, die seitdem die Rolle der Lebensgefährtin übernommen hat. Alle drei verstehen sich weiterhin bestens.

Laut der Forbes-Rangliste der reichsten Menschen des Jahres 2004 belegt Warren Buffet den 2. Platz.

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