Abgas-Skandal: Audi, BMW, Daimler, Porsche, VW

Mit dem VW-Diesel-Skandal hatte es begonnen. Doch mittlerweile weitet sich die Abgas-Affäre auf alle großen deutschen Autohersteller aus. Mitunter geht es nun auch um den Verdacht der Bildung eines Kartells. Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW sind betroffen. Wir haben für Sie hier alle Hintergründe und Informationen über den wirtschaftspolitischen Skandal. Informationen und Tipps finden betroffene Autofahrer hier. Alexander Dobrindt in Diesel-Affäre unter Beschuss: Kungelei mit Auto-Industrie? Auf einem Diesel-Gipfel hatte sich die Software-Lösung durchgesetzt.

ZDF-Talkerin Maybrit Illner durchbricht die Endlosschleife der Debatten zur Bundestagswahl 2017. Sie möchte mit ihren Gästen über den Diesel-Skandal und mögliche Dieselfahrverbote diskutieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zusätzliche 500 Millionen Euro für Kommunen in Aussicht gestellt, um die Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase zu reduzieren. 

Der "Dieselgate"-Skandal hat VW in den USA bereits Rechtskosten von mehr als 20 Milliarden Euro eingebrockt. Eine Reihe von Bundesstaaten drängt jedoch auf weitere Strafen. Eine richtungsweisende Klage wurde nun abgewiesen, ausgestanden ist die Sache damit aber noch nicht.

In den USA ist erstmals ein VW-Mitarbeiter wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal verurteilt worden.

Mit einer Abwrackprämie von bis zu 10.000 Euro für alte Dieselwagen will Volkswagen den Umweltschutz verbessern - und den eigenen Absatz ankurbeln. Andere Hersteller legen ähnliche Programme auf. Haben auch die Autofahrer etwas davon?

Neue Entwicklung in Niedersachsen und den Absprachen von Ministerpräsident Stephan Weil mit VW: Die Opposition wusste bereits seit 2016 von dem Vorgang - und fand damals nichts daran auszusetzen.

Der niedersächsische Ministerpräsident sitzt auch im Aufsichtsrat des VW-Konzerns. Von unbotmäßiger Einflussnahme des Autobauers will Stephan Weil nichts wissen - auch wenn Erklärungen von ihm in der VW-Zentrale gegengelesen wurden.

Nach dem Dieselgipfel ist die Skepsis groß, ob die angekündigten Maßnahmen reichen, um Fahrverbote in Städten zu verhindern. Der CSU-Chef will schnelle Resultate.

Sie wären ein Schock für Autofahrer und Autobauer gleichermaßen. Verbote für Diesel in Städten sind nach dem Berliner Gipfel noch nicht vom Tisch. Die Lage ist kompliziert. Und juristisch heikel.

Abgas-Skandale und Kartellvorwürfe – trotz traumhafter Renditen und unverändert hohen Absätzen: Die deutsche Automobilbranche durchlebt turbulente Zeiten. Der Rückhalt aus der Politik schwindet und es ist ungewiss, ob Deutschland auch im Mobilitätsmarkt von morgen seine Marktführerschaft beibehalten kann. Zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Automobilbranche.

Die Beschlüsse des Diesel-Gipfels sorgen für Uneinigkeit. Auch die Pressevertreter sind zwiegespalten. Die Pressestimmen zum Diesel-Gipfel im Überblick. 

Auf dem Diesel-Gipfel haben sich die Autobauer BMW, Daimler, Opel und VW dazu verpflichtet Software-Updates anzubieten, um den Stickoxid-Ausstoß von Diesel-Fahrzeugen zu verringern. Doch reicht das, um Fahrverbote zu verhindern? Ein Experte bezweifelt das.   

Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels sorgen vor allem bei Oppositionspolitikern für Kritik. Die Reaktionen im Überblick.

Es soll zumindest ein erster Schritt sein - aber kann davon wirklich die erhoffte Wende ausgehen? Der Dieselgipfel von Politik und Autobauern hat Leitlinien beschlossen, damit weniger Schadstoffe in die Luft gelangen. Kritiker halten sie für viel zu zahm.

Einigung im Diesel-Gipfel: Die Software-Lösung hat sich in Berlin durchgesetzt.

Aufatmen für Diesel-Fahrer vor dem Dieselgipfel in Berlin? Eine neue Analyse geht davon aus, das Fahrverbote für ältere Dieselautos in Stuttgart nach jetzigen gesetzlichen Rahmen verfassungswidrig wären.

Nach dem Abgas-Skandal warten Autofahrer in Deutschland gespannt auf den Diesel-Gipfel. Haben die Manipulationen der Auto-Industrie Konsequenzen, drohen beispielsweise in großen Städten Fahrverbote? Und wer zahlt dafür, dass die Luft besser wird?

Schwere Vorwürfe in der Abgas-Affäre gegen das für Fahrzeug-Kontrollen zuständige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) - und Verkehrsminister Alexander Dobrindt.

Der Dieselskandal ist längst ein Politikum geworden. Im beginnenden Bundestagswahlkampf ist die Verlockung zu groß, sich gegenseitig Versäumnisse vorzuwerfen. Das wird vor dem "Diesel-Gipfel" am Mittwoch deutlich.

Ein mutmaßlicher Kartell-Skandal erschüttert die deutsche Autoindustrie. Jetzt gerät auch der Zulieferer Bosch in den Fokus.

Die VW-Tochter Audi hat nach Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) unzulässige Abgas-Software verwendet.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen VW-Konzernchef Matthias Müller wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal.

Die VW-Managerin Christine Hohmann-Dennhardt bekommt Medienberichten zufolge nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand des Autobauers eine Millionenabfindung.

Nach dem Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen Ende September 2015 hat der damalige VW-Konzernchef Martin Winterkorn Bundesregierung und Behörden laut eigener Darstellung rasch über das Ausmaß informiert.

Im Dieselskandal hat die US-Bundespolizei FBI einem Medienbericht zufolge einen VW-Manager festgenommen. Ihm werde Verabredung zum Betrug vorgeworfen, schreibt die "New York Times" (Montag) unter Berufung auf informierte Kreise.

Bayern wird Volkswagen wegen der Folgen des Diesel-Skandals auf Schadenersatz verklagen.

VW hat sich im Abgas-Skandal offenbar mit den US-Behörden geeinigt. Der Autohersteller muss 10,2 Milliarden Schadensersatz zahlen.

Bei der Hauptversammlung von Volkswagen müssen sich der Vorstand und der Aufsichtsrat viel Kritik anhören. Forderungen wurden laut, den amtierenden Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch abzusetzen.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt im Abgas-Skandal wegen des Verdachts der Marktmanipulation gegen den zurückgetretenen VW-Konzernchef Martin Winterkorn.

Trotz der Diesel-Krise bekommen die 120.000 Mitarbeiter im VW-Haustarif pro Kopf 3.950 Euro Anerkennungsprämie.

Der US-Vorstandschef von VW, Michael Horn, tritt im Abgas-Skandal zurück. Im gegenseitigen Einverständnis mit der Volkswagen AG verlasse Horn das Unternehmen ...

Wann beschäftigten den damaligen VW-Chef Winterkorn die Diesel-Probleme? Eine entsprechende Notiz las der Top-Manager einem Zeitungsbericht zufolge wohl bereits im Frühling ...

Neuer Stress für Volkswagen im Dieselgate: Im US-Mega-Rechtsstreit mit zahlreichen Autobesitzern und -händlern fordert der zuständige Richter Charles Breyer, dass VW Tempo macht. In einem Monat müsse eine Ansage her, wie die Abgas-Trickserei beendet werden soll.

Mexikos Behörden haben gegen den Autohersteller Volkswagen eine Millionenstrafe wegen des Verstoßes gegen Umweltauflagen verhängt.

Das Diesel-Debakel hat den früheren Porsche-Chef Matthias Müller zum Kapitän des VW-Konzerns gemacht. Auf der Brücke in Wolfsburg muss er nun einen Riesentanker durch die Untiefen des Skandals steuern. Experten loben den Kurs - doch es kommen noch heikle Passagen.

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte könnte Volkswagen noch teurer zu stehen kommen als bisher angenommen. Möglicherweise muss der Autobauer Milliardenkredite zurückzahlen, die er von der Europäischen Invesitionsbank EIB bekommen hat.

Der zurückgetretene VW-Chef Martin Winterkorn steht nach einem Medienbericht noch bis Ende 2016 bei dem Autobauer unter Vertrag.

Angesichts der immensen Kosten für den Abgasskandal kürzt Volkswagen bei den Investitionen. VW werde für das Jahr 2016 die Sachinvestitionen auf maximal zwölf Milliarden reduzieren.

Mit dieser Nachricht wird die Abgasaffäre um VW in ein völlig neues Licht gerückt: US-Forscher haben errechnet, wie viele Menschen durch den erhöhten Schadstoffausstoß sterben könnten. Das Ergebnis ist erschreckend.

Abgasskandal: Staat könnte von VW enorme Summen zurückfordern.

Volkswagens Abgas-Affäre zieht Kreise bis in den US-Kongress. Bei einer Anhörung musste US-Chef Michael Horn aussagen. Wer bei VW wann was zum Betrug wusste, dürfte auch die Justiz interessieren. In Deutschland wurden Geschäfts- und Wohngebäude durchsucht.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat wegen des Abgasskandals eine Razzia bei VW in Wolfsburg und in anderen Orten angeordnet.

Die möglichen Kosten aus der Abgasaffäre steigen täglich und die Gesamtsumme ist noch immer nicht absehbar. Sicher ist aber bereits jetzt, dass die Verluste nicht nur VW-Fahrer treffen werden.

Das Personalkarussell in den Top-Etagen bei VW nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem auch wegen des Diesel-Skandals bereits mehrere Manager neue Aufgaben bekamen, gibt es die nächste prominente Umbesetzung.

Kein anderer Ort ist so abhängig von VW wie Wolfsburg. Die Abgas-Affäre bei Volkswagen bedeutet eine radikale Zäsur für die Motorstadt. Auf die schmerzhaften Folgen reagiert die Schicksalsgemeinschaft teilweise mit Trotz.

Nach dem Abgas-Skandal bringt ein Autoexperte einen Rückzug der Marke Volkswagen aus dem US-Markt ins Gespräch. "Ein Komplettausstieg der Marke Volkswagen-Pkw in den USA sollte in Erwägung gezogen werden", schrieb Nord-LB-Analyst Frank Schwope am Donnerstag.

Wurde der Volkswagen-Konzern einfach beim Betrügen erwischt – oder steckt etwas anderes hinter "Dieselgate"? Nicht nur im Internet wird wild spekuliert, auch bei "Günther Jauch". Automobilexperte Willi Diez beleuchtet die Theorien.

Wer hat Schuld am Abgasskandal von VW? Diese Frage stellt sich nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch der Konzern selbst. Die Wolfsburger geben sich sichtlich Mühe, die Manipulation der Abgaswerte aufzuklären und die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen. Im Zuge dieser Aufklärungsarbeit sind offenbar etwa ein Dutzend Mitarbeiter beurlaubt worden. Das meldet "manager-magazin.de".

Klare Worte: Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat in einem Interview mit der BBC den Verantwortlichen für die Abgas-Manipulationen des VW-Konzerns ein "kriminelles" Vorgehen vorgeworfen. Die obersten Aufseher von Volkswagen wollen heute über erste Ergebnisse aus den konzerninternen Ermittlungen beraten. Noch unklar ist, ob im Anschluss an die voraussichtlich in Wolfsburg stattfindende Sitzung mit einer Erklärung zu rechnen ist.

Testverfahren unter realistischen Bedingungen - dafür setzt sich der Europaabgeordnete Markus Pieper (CDU) als Mitglied des Verkehrsausschusses in Brüssel seit Jahren ein. Durch den VW-Skandal hofft er, ein entsprechendes Gesetz schnell auf den Weg bringen zu können. Gleichzeitig warnt er davor, den Konzern unter Generalverdacht zu stellen. Ein Gespräch über die Folgen der geschönten Abgaswerte.