Diesel-Skandal: Audi, BMW, Daimler, Porsche, VW

Mit dem VW-Diesel-Skandal hatte es begonnen. Doch mittlerweile weitet sich die Abgas-Affäre auf alle großen deutschen Autohersteller aus. Mitunter geht es nun auch um den Verdacht der Bildung eines Kartells. Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW sind betroffen. Wir haben für Sie hier alle Hintergründe und Informationen über den wirtschaftspolitischen Skandal. Informationen und Tipps finden betroffene Autofahrer hier. Alexander Dobrindt in Diesel-Affäre unter Beschuss: Kungelei mit Auto-Industrie? Auf einem Diesel-Gipfel hatte sich die Software-Lösung durchgesetzt.

Autobauer Daimler droht der Rückruf von 600.000 Fahrzeugen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe, die am Samstag erscheint. Der Hersteller soll in Diesel-Modelle der neuesten Abagsnorm Euro 6 illegale Abschalteinrichtungen verbaut haben.

Die EU-Kommission hat Klage gegen Deutschland eingereicht, weil die Luft in deutschen Städten zu schmutzig ist. Was würde ein Urteil für die Autofahrer bedeuten?

Der Diesel-Skandal ist noch lange nicht vorbei: Auch in das beliebte Audi Modell A6 soll eine Betrugssoftware verbaut worden sein. Tausende Autos in Deutschland sind davon betroffen, ein Rückruf droht.

Die Abgasaffäre um Volkswagen kehrt mit voller Wucht zurück. Nun im Fokus der Ermittlungen: Martin Winterkorn.

Die oberste Etage sei in die Manipulationen nicht eingeweiht gewesen, hieß es immer bei VW. Zumindest die US-Justiz sieht das anders - und klagt Ex-Konzernchef Winterkorn an. Sollte er verurteilt werden, droht ihm eine lange Haftstrafe. Auch in Deutschland wird weiter ermittelt.

VW-Aktionäre forderten bei der Hauptversammlung in Berlin Antworten im Diesel-Skandal.

Im Diesel-Skandal bei Porsche macht die Justiz nun ernst: Nachdem mehrere Standorte des Autobauers durchsucht wurden, sitzt nun ein Manager in Untersuchungshaft. Es bestehe laut Ermittlern Fluchtgefahr. Der Konzern weist die Vorwürfe weiterhin zurück und verspricht Aufklärung.

Razzien bei Porsche: Im Zuge des Abgasskandals haben Polizei und Staatsanwaltschaft Gebäude bei Porsche durchsucht.

Müssen Diesel-Fahrzeuge aufwendiger als bisher geplant nachgerüstet werden? Diese Frage steht derzeit im Mittelpunkt der Debatte. Es gibt neue Berechnungen, was das kosten würde.

Razzia bei BMW: Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag die Zentrale in München und weitere Gebäude des Konzerns durchsucht. Der Verdacht des Betrugs steht im Raum.

Neue Vorwürfe gegen VW: Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" weitet die Staatsanwaltschaft Braunschweig ihre Ermittlungen gegen den Automobilkonzern aus. Der Grund: VW soll Anleger und die Öffentlichkeit über das tatsächliche Ausmaß des Abgasskandals getäuscht haben.

Dass die Gewinne beim weltgrößten Autokonzern 2017 insgesamt sprudelten, war schon bekannt – nun hat Vorstandschef Müller die Zahlen für die Marken vorgelegt. Es läuft gut. Aber ganz verdaut sind die Folgen von "Dieselgate" noch nicht.

Für schmutzige Diesel heißt es in Städten mit dicker Luft vielleicht bald: wir müssen draußen bleiben. Eine Katastrophe für so manchen Autobesitzer, der sein Gefährt nun kaum zum erhofften Preis verkaufen kann. Aber unter fallenden Preisen leiden auch noch andere.

Erwartet wurde ein wegweisendes Urteil - aber ein Schlussstrich unter die Debatte ist es nicht: Die obersten Verwaltungsrichter erklärten zwar Fahrverbote für zulässig, aber nur unter Bedingungen. Das Thema bleibt also heftig umstritten.

Das Bundesverwaltungsgericht hält Diesel-Fahrverbote in Städten nach geltendem Recht für grundsätzlich zulässig. Doch was bedeutet das nun für Diesel-Besitzer?

Die Debatte um umstrittene Abgastests hat bei Volkswagen zu einer ersten personellen Konsequenz geführt: Der Generalbevollmächtigte Thomas Steg wurde beurlaubt, wie die Volkswagen AG am Dienstag in Wolfsburg mitteilte.

Firmen unterstützen Studien an öffentlichen Forschungseinrichtungen. So bekannt, so normal. Doch eine Untersuchung zu Stickstoffdioxid sorgt für Aufregung.

Angela Merkel hat sich zu den umstrittenen Diesel-Schadstofftests geäußert, die an Affen und sogar an Menschen vorgenommen wurden. Diese seien "ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen", wie Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte.

Eine Studie mit Menschen über die Auswirkungen von Stickstoff auf die Gesundheit soll nichts mit dem Diesel-Skandal zu tun haben. Das sagt das für die Untersuchung verantwortliche Institut. Zugleich entschuldigt sich VW für an Affen durchgeführte Tests über die Auswirkungen von NO2.

Neue erschreckende Details im Abgasskandal: Deutsche Autobauer sollen nicht nur Affen, sondern auch Menschen in Tests gezielt Abgasen ausgesetzt haben, um die angebliche Unbedenklichkeit der Schadstoffbelastung unter Beweis zu stellen. 

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer hat VW-Chef Matthias Müller nach dessen Vorstoß zur Zukunft des Diesel attackiert und ihn als "Diesel-Judas" bezeichnet. 

Während der VW-Konzern "Dieselgate" abhaken und in die Zukunft blicken will, geht die US-Justiz gnadenlos gegen in den Skandal verwickelte Mitarbeiter vor. Der zuständige Richter kennt kein Erbarmen - auch sein zweites Urteil ist ein Exempel maximaler Härte.

Es geht um wichtige Projekte für viele Städte - um doch noch Diesel-Fahrverbote zu vermeiden. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Spitzentreffen der Kommunen bei der Kanzlerin.

ZDF-Talkerin Maybrit Illner durchbricht die Endlosschleife der Debatten zur Bundestagswahl 2017. Sie möchte mit ihren Gästen über den Diesel-Skandal und mögliche Dieselfahrverbote diskutieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zusätzliche 500 Millionen Euro für Kommunen in Aussicht gestellt, um die Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase zu reduzieren. 

Der "Dieselgate"-Skandal hat VW in den USA bereits Rechtskosten von mehr als 20 Milliarden Euro eingebrockt. Eine Reihe von Bundesstaaten drängt jedoch auf weitere Strafen. Eine richtungsweisende Klage wurde nun abgewiesen, ausgestanden ist die Sache damit aber noch nicht.

In den USA ist erstmals ein VW-Mitarbeiter wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal verurteilt worden.

Mit einer Abwrackprämie von bis zu 10.000 Euro für alte Dieselwagen will Volkswagen den Umweltschutz verbessern - und den eigenen Absatz ankurbeln. Andere Hersteller legen ähnliche Programme auf. Haben auch die Autofahrer etwas davon?

Neue Entwicklung in Niedersachsen und den Absprachen von Ministerpräsident Stephan Weil mit VW: Die Opposition wusste bereits seit 2016 von dem Vorgang - und fand damals nichts daran auszusetzen.

Der niedersächsische Ministerpräsident sitzt auch im Aufsichtsrat des VW-Konzerns. Von unbotmäßiger Einflussnahme des Autobauers will Stephan Weil nichts wissen - auch wenn Erklärungen von ihm in der VW-Zentrale gegengelesen wurden.

Nach dem Dieselgipfel ist die Skepsis groß, ob die angekündigten Maßnahmen reichen, um Fahrverbote in Städten zu verhindern. Der CSU-Chef will schnelle Resultate.

Sie wären ein Schock für Autofahrer und Autobauer gleichermaßen. Verbote für Diesel in Städten sind nach dem Berliner Gipfel noch nicht vom Tisch. Die Lage ist kompliziert. Und juristisch heikel.

Abgas-Skandale und Kartellvorwürfe – trotz traumhafter Renditen und unverändert hohen Absätzen: Die deutsche Automobilbranche durchlebt turbulente Zeiten. Der Rückhalt aus der Politik schwindet und es ist ungewiss, ob Deutschland auch im Mobilitätsmarkt von morgen seine Marktführerschaft beibehalten kann. Zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Automobilbranche.

Die Beschlüsse des Diesel-Gipfels sorgen für Uneinigkeit. Auch die Pressevertreter sind zwiegespalten. Die Pressestimmen zum Diesel-Gipfel im Überblick. 

Auf dem Diesel-Gipfel haben sich die Autobauer BMW, Daimler, Opel und VW dazu verpflichtet Software-Updates anzubieten, um den Stickoxid-Ausstoß von Diesel-Fahrzeugen zu verringern. Doch reicht das, um Fahrverbote zu verhindern? Ein Experte bezweifelt das.   

Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels sorgen vor allem bei Oppositionspolitikern für Kritik. Die Reaktionen im Überblick.

Es soll zumindest ein erster Schritt sein - aber kann davon wirklich die erhoffte Wende ausgehen? Der Dieselgipfel von Politik und Autobauern hat Leitlinien beschlossen, damit weniger Schadstoffe in die Luft gelangen. Kritiker halten sie für viel zu zahm.

Einigung im Diesel-Gipfel: Die Software-Lösung hat sich in Berlin durchgesetzt.

Aufatmen für Diesel-Fahrer vor dem Dieselgipfel in Berlin? Eine neue Analyse geht davon aus, das Fahrverbote für ältere Dieselautos in Stuttgart nach jetzigen gesetzlichen Rahmen verfassungswidrig wären.

Nach dem Abgas-Skandal warten Autofahrer in Deutschland gespannt auf den Diesel-Gipfel. Haben die Manipulationen der Auto-Industrie Konsequenzen, drohen beispielsweise in großen Städten Fahrverbote? Und wer zahlt dafür, dass die Luft besser wird?

Schwere Vorwürfe in der Abgas-Affäre gegen das für Fahrzeug-Kontrollen zuständige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) - und Verkehrsminister Alexander Dobrindt.

Der Dieselskandal ist längst ein Politikum geworden. Im beginnenden Bundestagswahlkampf ist die Verlockung zu groß, sich gegenseitig Versäumnisse vorzuwerfen. Das wird vor dem "Diesel-Gipfel" am Mittwoch deutlich.

Ein mutmaßlicher Kartell-Skandal erschüttert die deutsche Autoindustrie. Jetzt gerät auch der Zulieferer Bosch in den Fokus.

Die VW-Tochter Audi hat nach Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) unzulässige Abgas-Software verwendet.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen VW-Konzernchef Matthias Müller wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal.

Die VW-Managerin Christine Hohmann-Dennhardt bekommt Medienberichten zufolge nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand des Autobauers eine Millionenabfindung.

Nach dem Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen Ende September 2015 hat der damalige VW-Konzernchef Martin Winterkorn Bundesregierung und Behörden laut eigener Darstellung rasch über das Ausmaß informiert.

Im Dieselskandal hat die US-Bundespolizei FBI einem Medienbericht zufolge einen VW-Manager festgenommen. Ihm werde Verabredung zum Betrug vorgeworfen, schreibt die "New York Times" (Montag) unter Berufung auf informierte Kreise.

Bayern wird Volkswagen wegen der Folgen des Diesel-Skandals auf Schadenersatz verklagen.

VW hat sich im Abgas-Skandal offenbar mit den US-Behörden geeinigt. Der Autohersteller muss 10,2 Milliarden Schadensersatz zahlen.