Uli Hoeneß geht es wie Karl-Theodor zu Guttenberg und Christian Wulff: Sein Fall wird auf Film gebannt. Zwei Produzenten sollen schon an der Umsetzung arbeiten.

Uli Hoeneß' Steueraffäre wird verfilmt. Geplant ist ein Dokudrama, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet. Mit der Ankündigung war zu rechnen: Schließlich sind Rücktritte Prominenter oder Politiker guter Stoff für einen Film. Christian Wulff stand sogar noch in Hannover vor Gericht, als das Doku-Drama "Der Rücktritt" auf Sat.1 lief. Auch das Schicksal von Karl-Theodor zu Guttenberg wurde im TV aufgearbeitet: im satirischen Fernsehfilm "Der Minister".

Anders als beim Wulff- und Guttenberg-Film hat sich nicht UFA Fiction auf Hoeneß' Fall gestürzt, sondern die Produktionsfirmen AVE und Zeitsprung, wie ein Sprecher der SZ bestätigte. Es soll ohne Buchvorlage gedreht werden, man stütze sich auf eigene Recherchen.

Uli Hoeneß hält bewegende Rede vor den Stars des FC Bayern.

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Der Film soll laut Produzent Walid Nakschbandi nicht nur Uli Hoeneß' Rücktritt als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender beim FC Bayern und das Verfahren wegen Steuerhinterziehung behandeln, sondern auch seinen Aufstieg. "Man versteht Hoeneß nicht, wenn man nicht erzählt, wo er herkommt", sagt Nakschbandi. Welcher Schauspieler den ehemaligen Bayern-Präsidenten spielen werde, sei noch offen.

Dem Produzenten zufolge ist man derzeit mit mehreren Sendern im Gespräch. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass keiner davon den Film kaufen werde. (abi)