Uli Hoeneß hat seinen ersten Job im Gefängnis. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung beteiligt sich der Ex-Präsident des FC Bayern München aktiv am Gefängnisalltag.

Uli Hoeneß, Deutschlands prominentester Steuersünder, sitzt seit Anfang Juni seine Gefängnisstrafe in der JVA Landsberg ab. Wie die "Bild"-Zeitung nun berichtet, soll der 62-Jährige sich mittlerweile gut im Gefängnisalltag eingelebt und einen Arbeitsplatz in der Warenausgabe des bayerischen Gefängnishauses zugeteilt bekommen haben.

Steuersünder darf sich auf Wiedersehen mit alten Freunden freuen.

In dem Bericht heißt es, Uli Hoeneß verteile Bettwäsche, Kleidung und andere Alltagsgegenstände. Der Ex-Präsident des FC Bayern München soll pro Tag sechs Stunden arbeiten - von 9.00 bis 15:30 Uhr. Dafür bekommt er maximal 1,87 Euro die Stunde: Der Einstiegssatz in bayerischen Gefängnissen liegt bei 1,12 Euro, kann sich aber auf 1,87 steigern.

Das Münchner Landgericht hatte Hoeneß am 13. März in sieben Fällen der Steuerhinterziehung schuldig gesprochen und zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der 62-Jährige enthielt dem Fiskus laut Anklage mindestens 28,5 Millionen Euro an Steuern vor. Hoeneß' Selbstanzeige vom Januar 2013 wertete die Justizbehörden als unzureichend. (kom)

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Bilder aus der JVA Landsberg

Hier muss Hoeneß seine Gefängnisstrafe absitzen. Bilder aus der JVA Landsberg.