Seit Wochen ist es still um Uli Hoeneß und seinen Steuerprozess. Jetzt droht der ganze Fall zu platzen. Nach Informationen des "Focus" könnten die Anwälte des Bayern-Präsidenten jetzt ein Schlupfloch gefunden haben, um ihrem Mandanten die Verhandlung zu ersparen.

Hoeneß' Anwälte argumentieren, die Selbstanzeige ihres Mandanten aus dem Januar 2013 wirke strafbefreiend. Sie sei zwar unvollständig, aber doch umfassend. Bei der Münchner Justiz ist ein entsprechender Antrag bereits eingegangen. Das bestätigt die Justizsprecherin Andrea Titz dem "Focus". Genaueres über den Inhalt will sie allerdings nicht verraten.

Sollte das Landgericht München dem Antrag der Hoeneß-Seite stattgeben, würde der Prozess wegen Steuerhinterziehung ausfallen. Andernfalls könnte schon im Januar 2014 der Steuerprozess des Jahres starten.

Hoeneß befindet sich momentan gegen eine Kaution von mehreren Millionen Euro auf freiem Fuß. Den Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft zufolge soll der frühere Manager und jetzige Präsident des FC Bayern München insgesamt 3,2 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. (men)