Waiblingen (dpa) - Ein Absatzschub im wichtigen US-Markt hat dem Motorsägenhersteller Stihl in diesem Jahr zu einem kräftigen Umsatzplus verholfen.

"Trotz internationaler Krisenherde setzen wir 2014 auf Wachstum und erwarten einen neuen Absatz- und Umsatzrekord", sagte Stihl-Chef Bertram Kandziora am Dienstag im schwäbischen Waiblingen. In Westeuropa legte Stihl vor allem in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Benelux-Staaten zu.

Der Absatz in der Ukraine sei dagegen stark zurückgegangen. Auch Russland blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Land gehört zu den fünf wichtigsten Märkten von Stihl. Zurückziehen will man sich trotz der schwierigen Lage nicht. Der russische Markt werde auch weiterhin intensiv bearbeitet, weil dort großes Potenzial gesehen wird.

Dabei sind zwei Produkte des Motorsägen-Herstellers auch von den Sanktionen betroffen. Spezielle Ölpumpen und Bohrgeräte dürften nicht mehr nach Russland geliefert werden, obwohl diese überhaupt nichts mit der Erdöl-Förderung zu tun hätten, sagte Kandziora. Es gehe sogar soweit, dass darauf geachtet werde, diese Produkte auch nicht aus versehen im Container mit anderen Lieferungen zu verschiffen.

Stihl peilt für dieses Jahr ein Plus von fünf Prozent an. Ob das erreicht werde, hänge vor allem von der Währungsentwicklung im zweiten Halbjahr ab. "Es wird nicht einfach, diese Dynamik über das Gesamtjahr zu halten, weil die erste Hälfte von 2013 sehr schwach und die zweite sehr stark war", sagte Kandziora. Im vergangenen Jahr hatte Stihl zu Beginn unter dem langen Winter gelitten und im zweiten Halbjahr aufgeholt.

In den ersten acht Monaten dieses Jahres stiegen die Erlöse um vier Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Währungseffekte herausgerechnet hätte das Plus sogar 8,2 Prozent betragen. Das Ergebnis sei "zufriedenstellend", sagte Kandziora. Genauere Zahlen gibt das Unternehmen nicht heraus.