Thomson ist der Leiter der Thomson Corp., einem ehemaligen Presseimperium, das in einen riesigen Anbieter von elektronischen Informationen und Dienstleistungen umgewandelt werden soll. Sein Vermögen von 17,2 Mrd. Dollar sollte dem reichsten Kanadier dabei durchaus behilflich sein.

Als am 4. August 1976 der erste Baron Thomson of Fleet starb, nannte er 148 Zeitungen und 138 Zeitschriften in Nordamerika, Afrika und Großbritannien, private Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie Anteile an Reisebüros und an den Ölbohrungen in der Nordsee sein Eigen. Sein Sohn Kenneth verkaufte davon bereits 130 Zeitungen und hat sich die Umwandlung des 7,5 Mrd. Dollar Konzerns zum Lebensziel erklärt. Sein Sohn David steht schon bereit, die Geschicke im Sinne seines Vaters fortzuführen.

Angefangen hat alles damit, dass Thomsons Vater für 6000 Dollar eine Zeitung kaufte und später weitere kleine Blätter übernahm. Als er nach Großbritannien ging wurde ihm der Titel Lord Thomson of Fleet verliehen. Da besaß er allerdings bereits Reiseunternehmen, Buchverlage, Öl - und Gasunternehmen.

Thomson spricht selten in der Öffentlichkeit und wenn, dann über seine große Leidenschaft, die Kunst, oder seinen Hund Gonzo. Zudem ist er als Pfennigfuchser verschrieen. Er fährt mit der U-Bahn oder nimmt im Flugzeug mit der Economy-Class Vorlieb. Er gehört allerdings zu den größten Kunstliebhabern unserer Zeit. Seine Sammlung hat einen Wert von über 100 Mio. Dollar und enthält bedeutende Gemälde. Im Jahr 2002 hat er für ein Rubens-Gemälde 77 Mio. Dollar bezahlt, den höchsten Preis, den ein Kunstwerk je in einer Auktion erzielen konnte. Dieses und rund 3.000 andere Werke im Wert von 300 Mio. Dollar hat er der Art Gallery of Ontario geschenkt. Zusätzlich spendete er 50 Mio. Dollar für einen Erweiterungsbau.

Laut der Forbes-Rangliste der reichsten Menschen des Jahres 2004 belegt Kenneth Thomson den 15. Platz.

Zurück zur Übersicht