München (sl) - Die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) hat eine neue Liste von Mogelpackungen veröffentlicht. Dabei handelt es sich um "Wiederholungstäter", also Produkte, bei denen die Hersteller die Falle "Gleicher Preis - Weniger drin" nicht zum ersten Mal angewendet haben.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine neue Liste von "Mogelpackungen" herausgebracht.

Ein Beispiel ist Procter & Gamble: Die Hersteller der Pringles Chips haben innerhalb von vier Jahren den Inhalt von 200 Gramm über 170 auf jetzt 165 Gramm reduziert. Der Trick bei diesen versteckten Preiserhöhungen ist, dass die Füllmenge verringert wird, der Preis aber gleich bleibt. Somit wird der Preisanstieg verschleiert, um den Kunden nicht abzuschrecken. Einige Händler gehen sogar noch weiter und verteuern das Produkt, obwohl nun weniger drin steckt.

Es gibt aber noch eine zweite Falle, die den umgekehrten Weg wählt: Der Inhalt des Produkts wird erhöht und auf der Verpackung explizit darauf hingewiesen, gleichzeitig steigt der Preis aber deutlich an. Ein aktuelles Beispiel ist hierfür das Spülmittel ultra Palmolive von Rossmann: Statt wie bisher 500 Milliliter, enthält die Flasche 20 Prozent mehr Inhalt, zur gleichen Zeit stieg der Preis aber von 0,85 Euro auf 1,65 Euro, was eine Verteuerung von 61,7 Prozent ausmacht. Sehen Sie in unserer Bildergalerie, welches Produkt eine echte Mogelpackung ist.