Der Warenhauskonzern Karstadt bleibt ein Sanierungsfall. Der Umsatz konnte weder in den Kaufhäusern noch beim Online-Handel erhöht werden, und auch das Engagement des Milliardärs Nicolas Berggruen erweist sich bei der Rettung als eher hinderlich.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sind die Zahlen, die die Geschäftsführung den Betriebsräten am Dienstagabend vorlegte, alles andere als positiv. Dem Bericht zufolge liegt das Unternehmen 1,7 Prozent unter dem Gewinnplan. Einerseits schrumpft der Umsatz in den Warenhäusern - man leide "nach wie vor unter Frequenzrückgang" heißt es im Unternehmersprech. Anderseits kann der Konzern auch aus dem Internethandel für sich keinen Vorteil ziehen.

Und auch die Barmittel des Unternehmens schwinden weiter, von 300 auf 100 Millionen Euro. Hierbei spielt auch das Engagement des Investors Berggruen eine Rolle, wie die "Bild" weiter berichtet. Der hatte den Konzern durch seine Übernahme für den symbolischen Wert von einem Euro zwar vor der sofortigen Insolvenz gerettet, ist aber alles andere als ein Heilsbringer.

So erwarb er zum Beispiel die Namensrechte an "Karstadt" für fünf Millionen Euro - und kassiert alle drei Monate drei Millionen Euro Lizenzgebühr. Ein gutes Geschäft für ihn. Und Geld, das dem Konzern bei der Sanierung fehlt. (dh)