Der ehemalige FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte bei seinem zweiten Gefängnis-Freigang hohen Besuch: Franz Beckenbauer, Karl-Heinz Rummenigge und Clemens Tönnies. Vor allem der "Kaiser" war nach dem Treffen sichtlich erleichtert.

Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß verbüßt eine dreieinhalbjährige Haftstrafe. Seit Kurzem hat er Freigang, darf die JVA Landsberg verlassen. Für seinen zweiten Knast-Ausgang hatte der 62-Jährige ein besonders Treffen geplant, berichtet die "Bild"-Zeitung vom Montag.

Worum ging es?

Demnach empfing Hoeneß seine Freunde Beckenbauer, Rummenigge und Tönnies am Samstag gegen 14 Uhr in seinem Privathaus in Bad Wiessee am Tegernsee für zirka zwei Stunden.

"Ich hatte einen Besuchsantrag für die JVA gestellt. Aber mich wollten sie dort scheinbar nicht", sagte Franz Beckenbauer der "Bild"-Zeitung. Er sehe richtig gut aus, verriet der "Kaiser". Hoeneß "hat immerhin 18 Kilo abgenommen. Ich bin froh und beruhigt, dass er sich mit der für ihn nicht leichten Situation arrangiert hat".

Seit 20 Jahren Freunde

Auch Schalke-Boss Clemens Tönnies machte ähnliche Angaben zum Grund des Treffens. "Es war ein rein privater Besuch bei Uli. Wir sind seit 20 Jahren befreundet und arbeiten seit zehn Jahren gemeinsam im Vorstand der Aktion 'Kinderträume', die meine Frau Margit als Schirmherrin leitet. Ich habe mich sehr über das Wiedersehen gefreut. Uli sieht gut aus", sagte der 58-Jährige.

Karl-Heinz Rummenigge hielt sich gegenüber der "Bild"-Zeitung mit Aussagen zurück. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern hatte Hoeneß bereits im Gefängnis einen Besuch abgestattet. Wie die Zeitung schreibt, wird Rummenigge wohl offiziell Hoeneß' Vorgesetzter, wenn der bald bei seinem Freigang – eventuell ab Januar – in der Jugend-Abteilung an der Säbener Straße arbeiten wird. Wie privat das Ganze dann wirklich war, darüber darf also spekuliert werden. (far)