Nach dem Tod von Ferdinand Piëch stellt sich eine Frage: Wer erbt das Vermögen des Ex-VW-Chefs? Eine zentrale Figur bei der Verwaltung von Piëchs Nachlass ist seine Frau Ursula. Sie selbst erbt allerdings nur, wenn sie nicht wieder heiratet.

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Am Sonntag ist Ferdinand Piëch im Alter von 82 Jahren gestorben. Das Vermögen des Ex-VW-Chefs und Mitinhabers von Porsche soll beträchtlich sein.

Das Portal "Vermögen Magazin" schätzt es auf rund 1,1 Milliarden Euro. Wer genau die vielen Millionen erbt, hat der Top-Manager bereits lange vor seinem Tod über zwei Privatstiftungen geregelt.

Piëchs Frau soll das Vermögen erben

Das Magazin "Focus" hatte 2010 die Stiftungsurkunde veröffentlicht. An deren Spitze wird künftig Piëchs Witwe Ursula stehen. Mit einer Bedingung: Wenn sie sich von Ferdinand getrennt hätte oder nach seinem Tod wieder heiraten würde, hätte sie in der Stiftung nicht mehr das Sagen.

Ursula würde damit auch das Recht auf millionenschwere Ausschüttungen verlieren. Will sie also das finanzielle Erbe ihres verstorbenen Mannes antreten, ist eine erneute Heirat für die 63-Jährige ausgeschlossen.

Piëchs Kinder erben Anteile und Sitze in der Stiftung

Ferdinand Piëch hat auch seine Kinder aus unterschiedlichen Beziehungen bedacht. Laut dem "Focus"-Bericht haben je zwei Kinder aus den Ehen mit Ursula und Corina einen ständigen Sitz im Sitzungsbeirat der Stiftung. Die unehelichen Kinder aus den Beziehungen zu Marlene Porsche und Herma H. je einen Sitz.

Die Stiftungssatzung sorge allerdings dafür, dass ein Verkauf der Firmenanteile durch die Erben so gut wie unmöglich wird. Sowohl Beirat als auch Vorstand plus neun Kinder müssten hier zustimmen.

Der Millionenregen bleibt nach dem Tod von Ferdinand Piëch also überschaubar: Vorgesehen ist eine einmalige Ausschüttung pro Jahr der vom Stiftungsbeirat angelegten, krisensicheren Aktiengewinne.  © 1&1 Mail & Media / CF

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