• In der Europäischen Union wurde der mehrfache Missbrauch von Fördermitteln aufgedeckt.
  • Der Schaden beläuft sich laut Bericht auf mehrere hundert Millionen.
  • Ähnliche Fälle für Fördermittelmissbrauch gab es bereits in den vergangenen Jahren.

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In der Europäischen Union sind nach einem Bericht der Anti-Betrugs-Behörde Olaf vergangenes Jahr Fördermittel von mehr als einer halben Milliarde Euro missbraucht oder zweckentfremdet worden. Die Gesamtsumme bezifferte die Behörde am Mittwoch in ihrem Jahresbericht auf mehr als 527 Millionen Euro - rund 234 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

Im vergangenen Jahr wurden unter anderem Fälle in Verbindung mit EU-Mitteln für Klimaschutz und Digitalisierung aufgedeckt. Der Bericht enthält auch Beispiele für Betrugsversuche bei der Finanzierung von Softwareprojekten, Alternativen zu Pestiziden oder umweltfreundlicheren Flugzeugen.

Die Aufdeckung

Wie schon im Jahr zuvor versuchten Betrüger, von der Corona-Pandemie zu profitieren. Dem Bericht zufolge wurden nationalen Behörden gefälschte Angebote mit Impfstoff im Wert von mehr als 16 Milliarden Euro gemacht. Die Aufdeckung des Schmuggels von illegalen Tabakwaren habe den EU-Ländern rund 90 Millionen Euro eingebracht, hieß es weiter. (dpa/ktu)

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