Immer mehr Geflüchtete fassen auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß. Vor allem für junge Asylbewerber sieht BA-Chef Detlef Scheele gute Job-Aussichten. Der wichtigste Erfolgsfaktor seien immer noch die Sprachkenntnisse.

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Vor allem junge Asylbewerber haben gute Chancen, in Deutschland Arbeit zu finden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Geflüchteten gezogen.

Jüngsten Zahlen aus dem Mai zufolge fanden mehr als 300.000 Menschen aus den acht Haupt-Asylländern einen Job - und damit 88.000 mehr als im Jahr davor.

Damit seien die Erwartungen der BA leicht übertroffen worden, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.

Vor allem Junge sind gut integriert

Besonders junge Migranten finden sich gut auf dem deutschen Arbeitsmarkt zurecht: BA-Chef Scheel bewertet die Ausbildungszahlen als positiv. Knapp 28.000 junge Flüchtlinge haben demnach inzwischen eine Lehre angefangen, seit Anfang Oktober 2017 haben sich rund 35.000 als Bewerber um einen Ausbildungsplatz bei der BA gemeldet.

"Wir haben immer gesagt, dass die, die als Kinder und Jugendliche eingereist sind, bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben", sagte Scheele.

Insgesamt 238.000 der Geflüchteten mit Job - und damit der Großteil - seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Das sind Zahlen, die sind gut. Dafür, dass die Menschen aus humanitären Gründen gekommen sind und nicht, um hier einen Job zu finden", sagte Scheele. "Das läuft alles ganz gut."

482.000 Flüchtlinge seien im Juli bei der BA arbeitssuchend gemeldet gewesen. Darin enthalten sind auch Menschen, die aktuell einen Integrations- und Sprachkurs absolvieren. Gut 187.000 Geflüchtete waren im Juli arbeitslos gemeldet. Die Zahl ist seit Monaten relativ konstant.

Sprache bleibt Erfolgsfaktor Nummer eins

Bei der Flüchtlingsintegration auf dem Arbeitsmarkt bleibe der Spracherwerb der erfolgskritische Faktor, betonte BA-Chef Scheele.

Es sei unrealistisch, zu glauben, man könne in knapp einem Jahr so gut Deutsch lernen, dass es immer für die Berufsschule reiche. Mit den Förderprogrammen sei man derzeit trotzdem ganz zufrieden, sagte Scheele. Doch es könne immer noch mehr gemacht werden. (ank/dpa)