Seit Anfang Juni sitzt Uli Hoeneß in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech ein. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, bereiten seine Anwälte nun offenbar Anträge für Hafterleichterungen vor. Damit könnte der ehemalige Präsident des FC Bayern bald schon zum Freigänger werden.

Die Anwälte von Uli Hoeneß werden laut "Bild am Sonntag" bis Mitte August Anträge auf Haftlockerungen bei der Justiz einreichen. Gespräche mit der zuständigen Strafvollstreckungskammer hätten demnach bereits stattgefunden. Angeblich habe der 62-Jährige selbst aus Furcht vor den Reaktionen der Medien zunächst gezögert.

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Wenn Hoeneß die Hafterleichterungen gewährt würden, müsste er als Freigänger nur noch nachts in Landsberg am Lech einsitzen und könnte tagsüber auswärts arbeiten. Derartige Lockerungen sind in der Regel erst 18 Monate vor der Entlassung möglich. Die Strafe kann frühestens im März 2016 zur Bewährung ausgesetzt werden. Dementsprechend könnte Hoeneß den Status als Freigänger frühestens im September erlangen. Voraussetzung ist allerdings laut Gesetz eine regelmäßige Arbeit außerhalb der JVA ohne Aufsicht.

Weitere Vollzugslockerungen sind denkbar, zum Beispiel der Umzug in ein Freigängerhaus in München. "Die Anwälte können eine heimatnahe Verlegung nach München beantragen", berichtet ein Insider in der "Bild am Sonntag". Derzeit soll der ehemalige Präsident des FC Bayern wegen seines Bluthochdrucks auf der Krankenstation der JVA liegen. (sag)

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Bilder aus der JVA Landsberg

Hier muss Hoeneß seine Gefängnisstrafe absitzen. Bilder aus der JVA Landsberg.