Die Bundesvereinigung Lebenshilfe und die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kritisieren den Vorsitzenden der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Claus Weselsky, für Äußerungen über Behinderte und Kranke. Das berichtet "Bild Online".

Bei seiner Ansprache auf dem Aktionstag seiner Gewerkschaft am Mittwoch in Fulda hatte Weselsky gesagt: "Wenn sich zwei Kranke miteinander ins Bett legen und ein Kind zeugen, da kommt von Beginn an was Behindertes raus!".

"Das ist eine nicht hinnehmbare Verunglimpfung behinderter Menschen und erinnert an die dunklen Zeiten der deutschen Geschichte", sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner. In einem Brief an Weselsky fordert er eine Entschuldigung bei den betroffenen Menschen.

Auch die Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe e.V., Jeanne Nicklas-Faust, kritisierte seine Äußerungen: "Durch solche Äußerungen werden kranke und behinderte Menschen diskriminiert. Außerdem verbreitet er falsche Vorurteile, um damit Stimmung zu machen", sagte sie zu "Bild". "Herr Weselsky sollte sich künftig genauer überlegen, was er in der Öffentlichkeit sagt", ergänzte sie. (men/bild)