Diesel-Skandal: Audi, BMW, Daimler, Porsche, VW

Mit dem VW-Diesel-Skandal hatte es begonnen. Doch mittlerweile weitet sich die Abgas-Affäre auf alle großen deutschen Autohersteller aus. Mitunter geht es nun auch um den Verdacht der Bildung eines Kartells. Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW sind betroffen. Wir haben für Sie hier alle Hintergründe und Informationen über den wirtschaftspolitischen Skandal. Informationen und Tipps finden betroffene Autofahrer hier. Alexander Dobrindt in Diesel-Affäre unter Beschuss: Kungelei mit Auto-Industrie? Auf einem Diesel-Gipfel hatte sich die Software-Lösung durchgesetzt.

Abgas-Skandale und Kartellvorwürfe – trotz traumhafter Renditen und unverändert hohen Absätzen: Die deutsche Automobilbranche durchlebt turbulente Zeiten. Der Rückhalt aus der Politik schwindet und es ist ungewiss, ob Deutschland auch im Mobilitätsmarkt von morgen seine Marktführerschaft beibehalten kann. Zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Automobilbranche.

Die Beschlüsse des Diesel-Gipfels sorgen für Uneinigkeit. Auch die Pressevertreter sind zwiegespalten. Die Pressestimmen zum Diesel-Gipfel im Überblick. 

Auf dem Diesel-Gipfel haben sich die Autobauer BMW, Daimler, Opel und VW dazu verpflichtet Software-Updates anzubieten, um den Stickoxid-Ausstoß von Diesel-Fahrzeugen zu verringern. Doch reicht das, um Fahrverbote zu verhindern? Ein Experte bezweifelt das.   

Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels sorgen vor allem bei Oppositionspolitikern für Kritik. Die Reaktionen im Überblick.

Einigung im Diesel-Gipfel: Die Software-Lösung hat sich in Berlin durchgesetzt.

Nach dem Abgas-Skandal warten Autofahrer in Deutschland gespannt auf den Diesel-Gipfel. Haben die Manipulationen der Auto-Industrie Konsequenzen, drohen beispielsweise in großen Städten Fahrverbote? Und wer zahlt dafür, dass die Luft besser wird?

Schwere Vorwürfe in der Abgas-Affäre gegen das für Fahrzeug-Kontrollen zuständige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) - und Verkehrsminister Alexander Dobrindt.

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte könnte Volkswagen noch teurer zu stehen kommen als bisher angenommen. Möglicherweise muss der Autobauer Milliardenkredite zurückzahlen, die er von der Europäischen Invesitionsbank EIB bekommen hat.

Der zurückgetretene VW-Chef Martin Winterkorn steht nach einem Medienbericht noch bis Ende 2016 bei dem Autobauer unter Vertrag.

Angesichts der immensen Kosten für den Abgasskandal kürzt Volkswagen bei den Investitionen. VW werde für das Jahr 2016 die Sachinvestitionen auf maximal zwölf Milliarden reduzieren.

Mit dieser Nachricht wird die Abgasaffäre um VW in ein völlig neues Licht gerückt: US-Forscher haben errechnet, wie viele Menschen durch den erhöhten Schadstoffausstoß sterben könnten. Das Ergebnis ist erschreckend.

Abgasskandal: Staat könnte von VW enorme Summen zurückfordern.

Volkswagens Abgas-Affäre zieht Kreise bis in den US-Kongress. Bei einer Anhörung musste US-Chef Michael Horn aussagen. Wer bei VW wann was zum Betrug wusste, dürfte auch die Justiz interessieren. In Deutschland wurden Geschäfts- und Wohngebäude durchsucht.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat wegen des Abgasskandals eine Razzia bei VW in Wolfsburg und in anderen Orten angeordnet.

Die möglichen Kosten aus der Abgasaffäre steigen täglich und die Gesamtsumme ist noch immer nicht absehbar. Sicher ist aber bereits jetzt, dass die Verluste nicht nur VW-Fahrer treffen werden.

Das Personalkarussell in den Top-Etagen bei VW nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem auch wegen des Diesel-Skandals bereits mehrere Manager neue Aufgaben bekamen, gibt es die nächste prominente Umbesetzung.

Kein anderer Ort ist so abhängig von VW wie Wolfsburg. Die Abgas-Affäre bei Volkswagen bedeutet eine radikale Zäsur für die Motorstadt. Auf die schmerzhaften Folgen reagiert die Schicksalsgemeinschaft teilweise mit Trotz.

Nach dem Abgas-Skandal bringt ein Autoexperte einen Rückzug der Marke Volkswagen aus dem US-Markt ins Gespräch. "Ein Komplettausstieg der Marke Volkswagen-Pkw in den USA sollte in Erwägung gezogen werden", schrieb Nord-LB-Analyst Frank Schwope am Donnerstag.

Wurde der Volkswagen-Konzern einfach beim Betrügen erwischt – oder steckt etwas anderes hinter "Dieselgate"? Nicht nur im Internet wird wild spekuliert, auch bei "Günther Jauch". Automobilexperte Willi Diez beleuchtet die Theorien.

Wer hat Schuld am Abgasskandal von VW? Diese Frage stellt sich nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch der Konzern selbst. Die Wolfsburger geben sich sichtlich Mühe, die Manipulation der Abgaswerte aufzuklären und die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen. Im Zuge dieser Aufklärungsarbeit sind offenbar etwa ein Dutzend Mitarbeiter beurlaubt worden. Das meldet "manager-magazin.de".

Klare Worte: Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat in einem Interview mit der BBC den Verantwortlichen für die Abgas-Manipulationen des VW-Konzerns ein "kriminelles" Vorgehen vorgeworfen. Die obersten Aufseher von Volkswagen wollen heute über erste Ergebnisse aus den konzerninternen Ermittlungen beraten. Noch unklar ist, ob im Anschluss an die voraussichtlich in Wolfsburg stattfindende Sitzung mit einer Erklärung zu rechnen ist.

Testverfahren unter realistischen Bedingungen - dafür setzt sich der Europaabgeordnete Markus Pieper (CDU) als Mitglied des Verkehrsausschusses in Brüssel seit Jahren ein. Durch den VW-Skandal hofft er, ein entsprechendes Gesetz schnell auf den Weg bringen zu können. Gleichzeitig warnt er davor, den Konzern unter Generalverdacht zu stellen. Ein Gespräch über die Folgen der geschönten Abgaswerte.

VW-Abgas-Skandal: Winterkorn-Nachfolger steht fest.

Porsche-Chef Matthias Müller wird neuer Vorstandschef von VW.

Abgas-Skandal: Konzern zieht weitere personelle Konsequenzen.

Am Mittwoch ist Martin Winterkorn als Vorstandschef von VW zurückgetreten und hat damit die Verantwortung für die Abgas-Affäre übernommen. Noch steht nicht fest, wie viel der Autokonzern dem scheidenden Chef an Abfindung bezahlt. Offenbar stehen Winterkorn fast 30 Millionen Euro zu - allein aus Pensionsansprüchen.

Die Abgas-Affäre bei VW hat die Ära Winterkorn jäh beendet. Vor der Aufsichtsratssitzung am Freitag wird die Nachfolge nicht entschieden. Doch längst sind Namen in der Welt. Aber ist wirklich nur VW betroffen? Die Grünen fordern Prüfungen auch bei anderen Herstellern.

Der Schlamassel ist angerichtet. Der Abgas-Skandal trifft Volkswagen frontal. Der Imageschaden ist gewaltig - weltweit. Dem Weltkonzern drohen riesige Verluste. Außer, er gewinnt bei den Kunden Vertrauen zurück. Wie das gehen kann? Und was VW im Krisenmanagement unbedingt vermeiden sollte? Antworten eines PR-Profis.

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW betrifft nicht nur den Wolfsburger Konzern, sondern die deutsche Industrie als Ganzes. Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Im Interview mit gmx.de/web.de erklärt er, warum das Image von VW untrennbar mit der Marke "Made in Germany" verknüpft ist - und wie die deutschen Automobil-Unternehmen jetzt handeln müssen, um neues Vertrauen aufzubauen.

Der Volkswagen-Konzern erlebt die schwerste Schmach seiner jüngeren Geschichte. In den USA sollen vorsätzlich Abgas-Werte manipuliert worden sein. Wer trägt dafür die Verantwortung? Und müssen die Mitarbeiter in Deutschland um ihre Jobs bangen? Fragen und Antworten zum VW-Desaster.