Horst Lichter
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"Jetzt guck dich dat an, Colmar!", staunt Horst Lichter in der Donnerstagsfolge von "Bares für Rares". "Das ist ja das Faszinierende: Wir haben ständig irgendwas hier, was man vorher so noch nicht gesehen hat ... Zumindest ich", sinniert der Moderator.
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"Was ist das? Sind das Trinkgefäße?", fragt Lichter seinen Experten. "Es sind Gefäße, das kann man so gelten lassen", so Colmar Schulte-Goltz. Genauer genommen handelt es sich um "besondere Vasen, die Kunst sein wollen".
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Von der Expertise erhofft Katharina sich mehr Informationen über den Künstler Otto Meier. Die Verkäuferin kannte ihn aus ihrer Kindheit "nur als Mann in seiner Werkstatt". Ihre Mutter war mit dem Künstler und dessen Frau sehr gut befreundet.
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Otto Meier stammte ursprünglich aus Dortmund, weiß Colmar Schulte-Goltz. Doch habe er seine Ausbildung in Worpswede gemacht - "bei Bernhard Hoetger, er hat also bei dem berühmteren Künstler gelernt".
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"Diese Objekte zeichnen sich alle durch ihre besondere Ästhetik aus", erklärt der Experte. "Jeweils ist es höchst individuell", stellt Colmar Schulte-Goltz fest.
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"Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass da kleine Glasurrisse sind und das ist genau so gewollt", doziert er über das hellste Objekt. Am Stand ist die Vase allerdings etwas beschädigt.
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"Wie alt sind die drei?", will Lichter wissen. "Ha!", macht Schulte-Goltz. Das sei "ganz schwer zu beantworten, das ist die Fangfrage". Der Stempel würde zumindest verbindlich aussagen, dass alle drei nach 1945 hergestellt wurden.
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"Da können Sie uns als Zeitzeugin am meisten sagen", hofft der Experte. Doch die Journalistin erklärt: "Ich erinnere nur, dass es diese Vasen zu Hause immer gab." Horst Lichter erkundigt sich nach dem Wunschpreis. Katharina nennt 240 Euro.
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Colmar Schulte-Goltz erklärt, die Objekte seien "in Sammlerkreisen begehrt" und "durchaus musealisierbare Stücke". Er taxiert auf bis zu 450 Euro. Katharina ist angenehm überrascht, Lichter findet die Info "sensationell" und "grandios".
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"Das ist eine Rakü-Vase", meint Jos van Katwijk (Bild). "Raken?", fragt Julian Schmitz-Avila. "Wie man die aufbackt, so nennt man das glaube ich", erklärt der Niederländer. Gemeint sind Raku-Vasen.
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"Also bei uns brennt man die immer, backt man die bei euch?", fragt Walter Lehnertz (Mi.) lachend. "Wirklich, heißt das bei euch brennen? Bei uns ist es backen", stellt Jos van Katwijk amüsiert fest. "Das klingt auch leckerer", findet Julian Schmitz-Avila (r.) Alle lachen.
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"Ich bin sehr gut im Verhandeln für andere - für mich selbst weiß ich noch nicht", erklärte Katharina vor ihrem großen Auftritt im Händlerraum der Kamera. Nun wird sich die Antwort zeigen ...
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"Du hast Glück, der ist begeistert von deinen Krügen da", gibt Walter Lehnertz der Verkäuferin einen aufmunternden Hinweis. Gemeint ist Benjamin Leo Leo (l.).
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"Wir sind der Meinung, dass wir das schonmal gesehen haben", sagt Julian Schmitz-Avila und bittet: "Helfen Sie uns mal auf die Sprünge." Katharina erklärt: "Otto Meier war ein sehr renommierter Keramiker, der hatte Ausstellungen und viele Preise gewonnen."
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Er habe "zuletzt eine ganz gute Verkaufserfahrung mit dem gemacht", berichtet Schmitz-Avila (r.). "Sind alle verkauft worden, aber ich war erstaunt, wie günstig die Preise für Keramiken sind." Daher will er "vorsichtig beginnen" - mit 180 Euro.
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Susanne Steiger bietet mit. Nachdem Schmitz-Avila (3.v.r.) 250 Euro ausgeben will, steigt Jos van Katwijk (r.) aus. Es kommt zum Duell zwischen Julian Schmitz-Avila und Benjamin Leo Leo (2.v.r). Letzterer siegt mit einem Gebot von 300 Euro
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"Leo, selber behalten oder versteigern?", erkundigt sich Schmitz-Avila. Mindestens eine Vase wolle er zunächst selbst behalten, erklärt Leo (l.). "Fantastisch, ich bin sehr glücklich darüber", freut sich die Verkäuferin.
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Die Jungfrau von Orleans als versilbertes Lesezeichen will ein Ehepaar für 50 Euro verkaufen. Wendela Horz stimmt der Preisvorstellung zu.
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"Wenn ich das früher in der Schule gehabt hätte, hätte ich auch öfters gelesen", sinniert Walter Lehnertz. Es sei noch nicht zu spät, ermutigen ihn die Kollegen Julian Schmitz-Avila und Susanne Steiger. Tatsächlich ersteht Lehnertz das Lesezeichen für 100 Euro.
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"Eindrucksvoll", findet Lichter die Bronze nach einem Entwurf von A.C. Desenfans. Auch die Farbgebung findet er "sehr interessant, weil so noch nicht gesehen". Die Verkäuferin erhofft sich 2.000 Euro.
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Colmar Schulte-Goltz bremst auf 1.500 Euro. Julian Schmitz-Avila ist die grünliche Dame 1.000 Euro wert.