Holzmasken
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Johannes und Malte finden ihre Holzmasken gruselig und wollen sie deshalb in der Dienstagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" loswerden. Das versteht Horst Lichter gar nicht: "Absolut grandios", findet der Moderator die Objekte. Ähnlich sehen das auch zwei Händler, die sich im Bietergefecht zanken und am Ende sogar die Expertise weit übertreffen.
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Die vier Holzmasken aus Familienbesitz haben bereits Sohn Malte, als er noch ein Kind war, Angst eingejagt. Jetzt ist er selbst Vater geworden und will die Objekte nicht mehr haben. "Ich hänge die nicht bei mir zu Hause auf, denn auch mein Sohn wird sich genauso gruseln wie ich damals!", erzählt er.
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Auch Vater Johannes ist nicht wirklich angetan von den Masken und weiß auch nichts über sie: "Ich glaube, das sind Krampus-Masken", meint er, "die hat mein Vater irgendwann gekauft." Experte Detlev Kümmel bestätigt, dass es sich bei den Darstellungen um die dämonische Gestalt aus dem Alpenraum handelt, die oft mit dem Heiligen Nikolaus auftritt.
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Die skurrilen Holzmasken haben eine lange Tradition, erklärt Kümmel. Deshalb kann er das genaue Alter nur grob eingrenzen und datiert die Schreckgestalten aus Lindenholz in die 1950er- bis 1970er-Jahre. Er verortet sie ins Schweizer Lötschental: "Auch dort ist es Tradition, einmal im Jahr die bösen Geister aus dem Dorf zu treiben."
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Die Masken sind ungetragen und in einem "guten Zustand", so Kümmel, obwohl er einige Holzabbrüche, Risse und Farbabplatzer erkennt. Trotzdem schätzt er ihren Wert auf 350 bis 400 Euro. Der Wunschpreis des Vater-Sohn-Gespanns beläuft sich auf 200 Euro. Doch den Händlern schweben ganz andere Preise für die Gruselmasken vor ...
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"Oh mein Gott, was für ein Schock!", ruft Händler David Suppes (rechts) beim Anblick der "Fratzen". Wolfgang Pauritsch erschrickt sich nicht, denn er kennt die handgeschnitzten Masken als traditionellen Brauch: "In Tirol werden diese Masken Larven genannt. Damit wird zur Faschingszeit der Winter ausgetrieben", erläutert der Händler.
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Doch früher hat sich auch Pauritsch (rechts) gefürchtet: "Als kleines Kind hatte ich Riesen-Angst vor den Dingern." Kollege Suppes kann das verstehen, denn "davor kann man auch Angst haben." Doch jetzt ist Pauritsch "fasziniert" und startet mit 400 Euro für das schaurige Quartett. Walter Lehnertz (Mitte) überbietet ihn sofort.
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"Vor allem der mit der langen Nase, der Gargamel", hat es Lehnertz (Bild) angetan. Und so liefern sich Lehnertz und Pauritsch ein schnelles Bieter-Duell in 50-Euro-Schritten - bis sich Händler Steve Mandel zu Wort meldet und 800 Euro einwirft. Doch auch bei diesem hohen Preis ist der Zuschlag noch nicht in Sicht.
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Pauritsch (rechts) hat die Idee, die Masken unter den Händlern aufzuteilen. Lehnertz (Mitte) stimmt zu, denn er hat schon einen Favoriten. Außerdem werde es dann "auf alle Fälle billiger!" Aber Pauritsch lacht und bietet 1.000 Euro. "Darf ich dir den Kopf mit der Hakennase abkaufen?", fragt Lehnertz. Doch Pauritsch ist jetzt anderer Meinung: "Nein, das ist ein Set!"
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"Wie bist du denn drauf?", wundert sich Lehnertz (links) und erhöht trotzig auf 1.050 Euro. Danach steigt Pauritsch (rechts) zwar aus, aber dafür bleiben die Verkäufer bissig. Immerhin ist Lehnertz für seine berühmten 80-Euro-Gebote bekannt und so fordern sie frech 1.080 Euro. Diese Bitte kann Lehnertz nicht ausschlagen ...
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Zum Abschluss kassiert Pauritsch (rechts) dafür einen Spruch von Lehnertz (Bild): "Ich hab doch gesagt, ich krieg' den Gargamel!" Doch sein Kontrahent lächelt nur schwach, denn er weiß: "Zum Waldi passen die Masken sowieso viel besser." Nur Kollege Suppes hat weiter seine Zweifel: "Für das Erotik-Zimmer von Waldi ist das aber nichts."
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Als weiteres Objekt der Sendung bringt eine Verkäuferin einen Smaragdring mit Brillanten mit. "Wenn der Stein blau wäre", würde sie den Schmuck tragen. Aber so "ziehe ich ihn nie auf, denn ich mag kein Grün". Heide Rezepa-Zabel findet vor allem das "ungewöhnliche Design" spannend, das sie in die 1970er-Jahre datiert.
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Auch der Smaragd aus Kolumbien des "absoluten Einzelstücks" aus 585er-Gold hat laut Expertin "eine sensationelle Farbe", doch leider mit einem Haarriss. Ihr Schätzpreis deshalb: nur 700 bis 800 Euro. Die Verkäuferin wünscht sich zwar 1.500 Euro, aber die Händlerkarte nimmt sie dennoch an. Sehr gut, denn Walter Lehnertz zahlt sogar 1.600 Euro.
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Ein Verkäufer möchte eine Hundestatuette aus Zinkguss loswerden, die er bei einer Haushaltsauflösung geschenkt bekommen hat. Friederike Werner erkennt die Signatur des französischen Bildhauers Pierre Jules Mêne, der bekannt ist für seine Tierdarstellungen: "Ein Star der Pariser Kunstszene seiner Zeit."
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Der Wunschpreis des Verkäufers für das Objekt von 1908 liegt bei 1.000 Euro. Doch wegen einer Beschädigung am Schwanz des Hundes taxiert die Expertin nur auf 400 bis 500 Euro. Der Verkäufer versucht dennoch sein Glück und verkauft sein Objekt letztlich für 350 Euro an Händler Wolfgang Pauritsch.
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"So ein wunderschönes Auto", schwärmt sogleich Horst Lichter, als er das Spielzeugauto "Aston Martin D.B. 5" erblickt. Laut Detlev Kümmel ist das damalige James-Bond-Film-Auto für über 2,4 Millionen Pfund verkauft worden. Das Auto von Corgi Toys stammt von 1965 bis 1968.
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Gewünscht werden 350 Euro. Kümmel taxiert das Sammlerstück aber doch etwas niedriger zwischen 180 und 250 Euro ein. Am Ende erhält Elke Velten bei 260 Euro den Zuschlag.
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Ein Verkäufer will ein Erbstück veräußern, ein prächtiges Armband mit Glassteinen. Die pompösen Anhänger auf dem Ösen-Armband erinnert Expertin Rezepa-Zabel an die 1960er-Jahre. Deshalb datiert sie das stattliche Band aus 750er-Gold auch in dieses Jahrzehnt.
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Der Wunschpreis liegt bei 4.000 Euro. Doch allein der Goldwert liegt höher und deshalb taxiert die Expertin insgesamt auf 5.000 bis 5.300 Euro. David Suppes zahlt 4.800 Euro.
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Eine Verkäuferin will ein klassisches Porzellan-Service von der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM), das der "große Berliner Hofarchitekt Karl Friedrich Schinkel" 1828 entworfen hat, bei "Bares für Rares" loswerden. Das Jubiläums-Set für Kakao stammt aber von 1978. Der Wunschpreis liegt bei 300 Euro.
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Friederike Werner taxiert das Porzellan ebenfalls auf 250 bis 350 Euro - obwohl eine Tasse mit Chip beschädigt ist. Für die Sonderedition zahlt Elke Velten 350 Euro, denn die Händlerin trinkt anscheinend sehr gerne Kakao: "Ich liebe Kakao."