(mcb) - Heidi Klum: Supermodel, Geschäftsfrau, vierfache Mutter und liebende Ehefrau. Schon lange fragt man sich: Wie macht sie das alles? "Bild Online" gegenüber machte Heidi jetzt private Geständnisse.

Heidi ist professionell, so viel ist sicher. Für "Germany's next Topmodel" - die neue Staffel der Casting-Show startet diesen Donnerstag - gibt sie die taffe Model-Mama, erzieht die Kandidatinnen zu zähen Profi-Models und zieht damit Millionen vor die Fernsehbildschirme. Doch es gibt auch eine andere Heidi, eine, die auch mal ihre weiche Seite zeigen kann.

Am Set in Los Angeles plauderte die 37-Jährige gegenüber "Bild Online" aus dem Nähkästchen. Was man brauche, um zu werden wie sie, wollte "Bild" zunächst erfahren. Die Antwort ist die der Powerfrau, die uns ab Donnerstagabend wieder wöchentlich im TV als Model-Coach erwartet: "Biss! Ehrgeiz! Professionalität! Wenn es eine junge Frau in diesem Business zu etwas bringen möchte, muss sie die Zähne zusammenbeißen. Mit kleinen Wehwehchen oder Gejammer kommt man da nicht weit. Ich habe mit hohem Fieber vor der Kamera gestanden, weil es um sehr viel Geld geht. Da stehen Dutzende Menschen am Set und warten nur auf einen Menschen - auf dich und darauf, dass du perfekt funktionierst."

Und perfekt funktionieren, das tut Mrs. Klum gewiss. Fast zu perfekt. Heidi erscheint sowohl in Deutschland als auch in den USA so beständig und so makellos auf den Bildschirmen und auf Paparazzi-Fotos, dass der "normale" Mensch sich schon mal fragt, wie das eigentlich geht.

Wie also ist es möglich, die Großfamilie Klum mit einer solchen Omnipräsenz zu vereinen und trotzdem blendend auszusehen? "Mit viel Organisation und Unterstützung", klärt Heidi auf. "Ich wusste nach dem ersten Baby, Leni, nicht, ob ich danach noch einen Platz finde werde in meinem Business. Es hätte auch das Ende meiner Karriere bedeuten können." Doch ohne ihre Eltern, so gesteht das Top-Model, wäre sie nie in der Lage diese beiden Leben so perfekt zu balancieren.

"Ich bin nicht auf dem Höhenflug, sondern eigentlich ziemlich spießig"

Ihre Eltern seien auch ihre großen Vorbilder und bei allen Geburten dabei gewesen, was die Verbindung noch verstärkte. Sie haben sie dazu gemacht, was sie heute ist: "Ich stehe mit beiden Füßen auf dem Boden, habe nie die Haftung verloren. Ich bin nicht auf dem Höhenflug, sondern eigentlich ziemlich spießig." Und es stimmt, Heidi fällt vor allem durch eine fast erschreckende Skandallosigkeit auf: Keine Wutanfälle in aller Öffentlichkeit, keine Alkohol- oder Drogenexzesse, keine Betrugsaffären oder verbale Ausrutscher.

Selbst von der Hollywood-Alltagsdroge Botox will sie nichts wissen: "Es ist ein Look, der heute total normal ist. Eigentlich ist es in meinem Business unnormal, wenn man wie ich nichts gemacht hat. Vielleicht gibt es Leute, die sagen: 'Oooh, die Heidi ist alt geworden.' Das kratzt mich nicht. Mein Mann würde mir das nie verzeihen, wenn ich an mir rumschnippeln lassen würde. Er liebt mich, so wie ich bin."

Schwanger gefalle sie ihm sowieso am besten und die vielen Schwangerschaften könnten sogar die Antwort darauf sein, warum Heidi mit 37 immer noch so teuflisch gut aussieht: "Schwanger sein ist was ganz Besonderes, weil du Leben kreierst. Du wirst reduziert auf deine animalischen Instinkte. Bei der Geburt denkst du überhaupt nicht darüber nach, wie du aussiehst. Da gibt’s nur dich und das Baby, nix interessiert dich sonst. Das Kind soll rauskommen, schreien, gesund sein und trinken. Es gibt einfach nichts Besseres. Vielleicht macht das auch schön."

Ist Super-Model und Super-Mama Klum also wirklich so wie du und ich, eine ganz normale Deutsche? "Ich bin korrekt, pünktlich, behandle andere Menschen mit Respekt. Ich fühle mich nicht als was Besseres, hasse Diva-Getue", erklärt das Model. Und seien wir ehrlich: Deutscher geht es eigentlich nicht.