München (vws/kle) - Der Zickenkrieg bei DSDS spitzt sich immer weiter zu. Während der gutmütige Marvin die Show verlassen muss, kommen Anna-Carina und Nina eine Runde weiter - und können ewig weiterstreiten.

Eigentlich sollte die zweite Mottoshow eine einzige Après-Ski-Party werden, doch statt Feierlaune war bei den Kandidatinnen (wieder einmal) Zickenterror angesagt. Nina und Anna-Carina konnten gar nicht voneinander lassen und bewiesen vor laufender Kamera, dass eine Bananenschale im Badezimmer für zwei angehende Diven Grund genug ist, um sich beinahe an die Kehle zu gehen. Das Drama in Kurzfassung: Erst bricht Nina schluchzend im Flur zusammen, einen Tag später fällt Anna-Carina in Ohnmacht.

So viel Theater bleibt auch von Hausherr Dieter nicht unbemerkt. Der kritisierte die Streitereien in gewohnter Bohlen-Deutlichkeit: "99 Prozent der Zeit habt ihr nur Scheiße gemacht in dieser Woche. Konzentriert euch aufs Singen!" Stimmt, das Singen ... Fast hat man als Zuschauer zu diesem Zeitpunkt schon vergessen, dass es bei DSDS ja eigentlich genau darum geht. Nina jedenfalls konnte in dieser Disziplin wenig überzeugen. Laut Patrick Nuo war ihre Nummer, "Everytime We Touch" von Cascada, nicht mehr als 50 Prozent. Möglicherweise waren diese deutlichen Worte auch der Grund, warum das aufstrebende Sternchen nach der Live-Show gleich noch einmal zusammenbrach. Ihre Entscheidung musste sie wenig glamourös auf einem Bürostuhl sitzend entgegennehmen.

Dass Konkurrentin Anna-Carina von der Jury mit Lob überschüttet wurde, dürfte jedenfalls dafür sorgen, dass der Zickenkrieg nächste Woche weitergeht. Denn keiner der beiden Streithennen musste die Show verlassen. Rausgewählt wurde stattdessen der gutmütigste Kandidat der Show: Marvin Cybulski. Und das obwohl der 30-Jährige mit seiner Interpretation von "1001 Nacht" bei Fernanda Brandao und Patrick Nuo für Begeisterung gesorgt hatte. "Das war der Marvin, auf den wir lange gewartet haben. Du hast abgerockt, großes Kino!", lobte der Juror. Ganz anderer Meinung war offensichtlich das Publikum, das nur wenig für die Lederjacken-Performance des ältesten Teilnehmers übrig hatte. Er bekam die wenigsten Stimmen und ist damit nun ein Ex-DSDS-Kandidat.

Definitiv kein Ex-Kandidat ist Show-Küken Sebastian Wurth. Mit seiner Perfomance des Partyhits "Ich war noch niemals in New York" - wie immer in zwei unterschiedlichen Schuhen - konnte er das Publikum für sich gewinnen. Und auch Dieter Bohlen lobte seinen Jüngsten in den Himmel. "Du bist von allen am meisten auf dem Boden geblieben. Danke an deine Schule, die dich offenbar immer wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt hat. Bleib so wie du bist, dann wirst du weit kommen", gab er Sebastian mit auf den Weg.

Weit gekommen sind auch die Quoten der zweiten Mottoshow. 200.000 Zuschauer mehr als in der Vorwoche und damit knapp sieben Millionen Menschen verfolgten die Show am Samstagabend. Zickenkrieg und Zusammenbrüche dürften sich also zumindest für eine Sache gelohnt haben.