"Sitzstreik geplant?" - Günther Jauch foppt traurigen WWM-Verlierer

Im Vorlauf auf das neue Dschungelcamp äußerte sich Günther Jauch distanziert zum TV-Spektakel in Down Under. Ein WWM-Kandidat musste indes nach seinem Ausscheiden aufgerichtet werden. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Trotz Grünzeug drumherum: Das ist keine Szene aus dem Dschungelcamp mit Kandidat Günther Jauch. Doch das Studio wurde am Freitag fürs "Wer wird Millionär"-Special direkt vor dem Start der Trash-Kultshow passend zum Thema dekoriert. Ob Jauch beim Plaudern über das kontroverse Format kein Dschungelblatt vor den Mund nahm? Die Galerie verrät es ...
Andreas Decker aus St. Wendel kannten die Zuschauer noch aus der letzten Sendung. Da machte er mit seinen Schweißflecken auf sich aufmerksam, bevor die Tröte ihn bei 500 Euro stoppte. Diesmal stoppte Jauch ihn - mit der Frage: "Sind Sie Dschungelfan?" Die stand nicht auf dem Bildschirm, und Geld gab es auch keines für die Antwort ...
"Ich werde des Öfteren genötigt, aber ich versuche drumherum zu kommen", erwiderte Decker. Jauch vermutete richtig, dass die im Publikum sitzende Partnerin ein Fan von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" ist. Das wollte sie zunächst nicht zugeben, doch leugnen war zwecklos. Jauch beschwichtigte: "Sie sind damit in bester Gesellschaft."
Worauf der Moderator anspielte: "Überdurchschnittlich viele Akademiker gucken die Sendung. Und am nächsten Morgen will es dann keiner gewesen sein", so Jauch. Sechs Millionen Zuschauer im Schnitt versammelt das Dschungelcamp vor dem Schirm, wusste Jauch. "Es ist ein für viele nicht ganz erklärliches Phänomen", sagte er ein wenig von oben herab.
Meinte Jauch sich damit selbst? Offiziell wäre er schlecht beraten, sich kritisch über eine andere Sendung seines Arbeitgebers zu äußern. Doch zwischen den Zeilen wirkte er distanziert. Und mal ehrlich: Jauch als Zuschauer des Trash-TV? Kaum vorstellbar! Doch nun ging es wieder um die eigentliche Frage: "Wer wird Millionär?" Decker leider nicht ...
"Was wurde 2019 zum 100. Mal vergeben?" Die 8.000 Euro-Frage wurde Decker zum Verhängnis: Er und der Zusatzjoker glaubten: Oscar. Richtig war Friedensnobelpreis. Er blieb erstarrt vor Entsetzen sitzen. Jauch brachte ihm schonend bei, er müsse mit 500 Euro gehen, "falls Sie keinen Sitzstreik planen." So traurig sah lange kein Kandidat aus!
"Grämen Sie sich nicht zu sehr", gab Jauch dem immer noch geknickten Kandidaten mit auf den Weg vom geplatzten Traum zurück in den Alltag. Jauchs Mitleid hielt sich in Grenzen: "Zum Glück haben wir ja noch fünf weitere Kandidaten!" Nur eine schaffte es noch auf den Thron. Nicht im australischen Dschungel, sondern gegenüber Jauch, versteht sich.
Den Text des Liedes "In the jungle, the mighty jungle..." sollten die Kandidaten in der Auswahlrunde korrekt ordnen: "the lion sleeps tonight". Am schnellsten schaffte das Sarah Halfter aus Dresden. Passend zum Thema reagierte sie mit einem glücklichen Urschrei auf die frohe Botschaft. Dabei wäre sie eigentlich wohl lieber ganz woanders gewesen ...
"Sind Sie nicht die, die immer schon in den Dschungel wollte?", erkundigte sich der Moderator. Die Dame bejahte, und Jauch versprach der Projektmanagerin: "Wenn Sie heute die Million holen, dann schaffen wir das." Ihr größter Traum sei es, mit Sonja Zietlow durch den Original-Dschungel in Australien zu gehen - zitierte Jauch.
Sarah Halfter stellte allerdings klar, dass es ihr dabei vor allem um die Moderatorin geht, die sie aufgrund ihrer Intelligenz bewundere. Jauch wollte wissen, wie intelligent Zietlow sei, und die Kandidatin klang offensiv: "Schlauer als Sie, oder?" Kein Affront, sondern eine Reminiszenz an die Sendung "Bin ich schlauer als Günther Jauch?".
"Die gewinnt jede Intelligenzsendung", gab Günther Jauch neidlos zu. Zietlow hatte ihn seinerzeit in Sachen Gehirnjogging an die Wand gespielt. Die Kandidatin meisterte die ersten Fragen souverän. Bis Jauch irritierte mit der Frage: "Darf ich mal bei Ihnen fummeln?" Gemeint war allerdings nur das Mikrofon, welches er zurechtrücken wollte.
Die letzten beiden verbliebenen Joker verbrauchte Sarah Halfter bei der 32.000-Euro-Frage: "Wer gab seiner Tochter zum Gedenken an einen verstorben 'Fast and Furious'-Kollegen den Namen Pauline?" Vin Diesel, Christian Bale, Dwayne Johnson oder Robert Downey Jr.? Die Kandidatin glaubte: Diesel. Der Telefonjoker auch. Jauch verunsicherte sie ...
"Ist wie an der Tankstelle: Wenn man Diesel nimmt, und es ist falsch, wird es schlimm", kalauerte der Moderator. Verängstigt sicherte die Dame mit dem Zusatzjoker ab. Der sagte "Diesel", gab aber zu: "Ich bin nur aufgestanden, weil sonst keiner einen Mucks gemacht hat." Richtig nachgeplappert! Für Sarah Halfter geht es daher nächste Woche weiter.