Das Zocker-Spezial von "Wer wird Millionär" fordert am Montagabend gleich mehrere Opfer. Eine Studentin räumt aber im großen Stil ab und verblüfft Günther Jauch mit ihrem Musikgeschmack.

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Lionheart. Madball. Bring Me The Horizon. Günther Jauch verstand am Montagabend nur Bahnhof, als Kandidatin Jessica Teichelmann von ihren Lieblingsbands berichtete. "Ich bin eine kleine Hardcore-Maus, ich hüpfe auf den Konzerten dann von der Bühne", erklärte die 24-Jährige aus dem hessischen Friedrichsdorf und ließ den Quizmaster mit fragendem Blick zurück.

Ansonsten verstanden sich Jauch und die Kandidatin aber blendend, die Studentin für Medizinmanagement sorgte für eine der spannendsten Quizrunden seit langer Zeit. Clever und mit gesunder Risikobereitschaft zockte Teichelmann sich bis zur 32.000-Euro-Frage durch, ohne einen einzigen Joker zu verbrauchen.

Was ziemlich praktisch war, denn am Montag wurde einmal mehr das "Zocker-Spezial" gespielt. Dabei sind die Gewinnstufen höher und es können maximal zwei Millionen Euro gewonnen werden. Dafür müssen die Kandidaten alle Fragen bis zur 16.000-Euro-Frage ohne Hilfe durch Joker lösen. Wird vorher doch ein Joker benötigt, sind gleich alle vier weg.

Langzeitstudenten und Nesthocker sitzen am Montagabend bei einer Special-Ausgabe von "Wer wird Millionär" auf dem Ratestuhl. Das ist ziemlich unterhaltsam, nimmt aber für Norbert Pany ein böses Ende. Die Eltern werden den Studenten weiter bezuschussen müssen.

Jauch hilft bei der Jokerauswahl

Teichelmann brauchte aber tatsächlich erst bei der 64.000-Euro-Frage Hilfe. Zunächst wollte die Studentin telefonieren, aber Jauch, dem die Kandidatin offensichtlich sympathisch war, drängte sie sanft zum Publikumsjoker.

Welcher Titelheld soll in seinem 2018 neu veröffentlichten Abenteuer mit einer Rakete auf den Mond geschossen werden?

A: Pumuckl

B: Pippi Langstrumpf

C: Räuber Hotzenplotz

D: Mogli

Und tatsächlich, 63 Prozent tippten auf die richtige Lösung "Räuber Hotzenplotz". Und auch bei der 125.000-Euro-Frage bekam Teichelmann gleich von zwei Seiten perfekte Unterstützung. Jauch riet zum Zusatzjoker, ein Englisch- und Sportlehrer stand auf und erklärte, dass "Ruby" und "Tawny" Begriffe sind, die mit Portwein zu tun haben. "Sie können sich auf mich verlassen", fügte der Pädagoge noch an. Besser geht es kaum.

Der Großvater hat die richtige Antwort parat

Nun also die 250.000-Euro-Frage, eine Gewinnstufe, die es tatsächlich nur beim "Zocker Spezial" gibt. Auch hier lief es wie am Schnürchen für die Studentin.

Wietze bei Celle war Ende der 1850er-Jahre Schauplatz einer der weltweit ersten...?

A: Kasinoeröffnungen

B: Erdölbohrungen

C: Frauenfußballpartien

D: Klimakonferenzen

"Klimakonferenzen würde ich ausschließen. Das war damals ziemlich wurscht, glaube ich", erklärte Teichelmann: "Aber ich habe keine Ahnung, ich muss jemand anrufen." Und wieder griff Jauch korrigierend ein. "Die Frage ist ziemlich lang ...", gab der Moderator zu bedenken. Die Studentin wendete daraufhin zunächst den 50:50-Joker an, "Erdölbohrungen" und "Klimakonferenzen" blieben stehen.

"Ich bin so kurz davor zu zocken und auf Erdölbohrungen zu gehen. Aber wenn ich auf 1000 Euro zurückfalle, breche ich in Tränen aus", sagte Teichelmann und rief ihren Großvater an, um ein solches Drama zu vermeiden. Wieder bekam die Kandidatin die perfekte Unterstützung. "Erdölbohrung. Da bin ich ganz sicher", sagte Wolfgang Bremer. "Jaaaaa, Danke Opa!", jubelte die Enkelin.

Ahnungslos bei der 750.000-Euro-Frage

Nun ohne Joker warf Teichelmann nur noch einen kurzen Blick auf die 750.000-Euro-Frage und entschied sich dann, mit den 250.000 Euro nach Hause zu gehen. Gesucht wurde der Wortursprung von "Fiskus", die richtige Lösung wäre "ein geflochtener Korb" gewesen. Von dem Gewinn will die 24-Jährige eine Weltreise machen, ein Wohnmobil kaufen und sich die Augen lasern lassen. Und bestimmt auch auf das eine oder andere Hardcore-Konzert gehen.

Während Jessica Teichelmann also ordentlich abräumte, wurde den anderen drei Kandidaten die Zocker-Regelung zum Verhängnis. Alle drei scheiterten an recht frühen Fragen und gingen mit 1.000 Euro nach Hause, was durch den Einsatz eines Jokers bestimmt verhindert hätte werden können. Oder vielleicht auch durch Hilfestellungen von Günther Jauch, aber in allen drei Fällen zeigte sich der Moderator wenig hilfsbereit.

Physiker scheitert an Matratzenfrage

Besonders spektakulär erwischte es Alexander Jahn. Der Physiker aus Jena hätte sicherlich Potenzial für mehr gehabt, aber bei der 8.000-Euro-Frage verzockte er sich komplett.

Was wird an entsprechenden Matratzen häufig durch anschauliche Symbole dargestellt?

A: 24-Stunden-Takt

B: Morgen und Abend

C: Wochentage

D: Sommer und Winter

"Das kann eigentlich nur Sommer und Winter sein, dass man die irgendwie dünner macht", war Jahn auf der richtigen Fährte. Nur um sich dann plötzlich für "Morgen und Abend" zu entscheiden. Jauch loggte humorlos ein, der Auftritt des Physikers nahm ein bitteres Ende. Freud und Leid lagen beim "Zocker Spezial" am Montagabend dicht beisammen.

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"Wer wird Millionär?": Die bittersten Blackouts

Vor fünf Jahren hatte Waldemar Hartmann als Telefonjoker beim Prominenten-Spezial von "Wer wird Millionär?" bei einer Fußballfrage einen legendären Aussetzer. Jetzt sollte er erneut bei einer Sportfrage helfen - und hatte wieder einen Blackout. Damit ist er allerdings nicht alleine - das sind die schlimmsten Patzer bei WWM.