Lauer Jahresauftakt bei Günther Jauch: In der ersten Ausgabe von "Wer wird Millionär?" im Jahr 2020 waren zwar die Fragen knackig, ansonsten war das Rahmenprogramm aber noch im Winterschlaf. Und so blieb eine pikante Frage ungeklärt.

Christian Vock
Eine Kritik
von Christian Vock

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"Weihnachtsspecial", "Zocker-Special", "Familienspecial" - zum Ausklang des vergangenen Jahres knallte "Wer wird Millionär?" eine Sondersendung nach der anderen raus. Seit Montagabend nun geht alles wieder seinen gewohnten Gang und die Rate-Show ist mit einer ganz normalen Ausgabe zurück.

Bei "Wer wird Millionär?" ist also wieder alles beim Alten, für Manuela Riegler hingegen war am Montagabend alles neu. Die Grafikdesignerin war (logischerweise) zum ersten Mal bei "Wer wird Millionär?", außerdem geht sie auch noch in die TV-Geschichte als erste "Wer wird Millionär?"-Kandidatin des Jahres 2020 ein.

Zugegeben, das ist nicht unbedingt etwas, womit man im Lebenslauf glänzen kann, aber wesentlich Aufregenderes hatte die erste Ausgabe von "Wer wird Millionär?" am Montagabend zumindest für den Zuschauer leider nicht zu bieten.

Das ging schnell: Manuela Riegler gewinnt 32.000 Euro

Als "Wer wird Millionär?" vor über 20 Jahren zum ersten Mal lief, standen vor allem die Fragen im Mittelpunkt. Inzwischen wird die Show aber regelmäßig durch kleine Anekdötchen der Kandidaten oder ein paar Show-Einlagen von Günther Jauch aufgepeppt. Dass all das in der jüngsten Ausgabe so gut wie nicht vorkam, kann man also auch als kleinen Schritt zurück zu den Wurzeln werten.

Dementsprechend mussten sich die Kandidaten nicht auf das Rahmenprogramm konzentrieren, sondern konnten ihre ganze Energie den Fragen widmen – und das war auch gut so, wie auch Manuela Riegler feststellen musste. Bei 4.000 Euro ist bereits der erste Joker fällig, der zweite und dritte bei den nächsten Fragen.

Die kann Riegler zwar noch lösen, bei der 64.000-Euro-Frage ist aber endgültig Schluss für die Grafikdesignerin aus Waldenburg. Jauch will von ihr wissen: "Rostock hat seit kurzem als erste deutsche Großstadt einen Oberbürgermeister, der …?" Zur Auswahl stehen die Antworten A: die 90 überschritten hat B: kein Deutscher ist C: einen Mann geheiratet hat D: der Piratenpartei angehört.

Weil auch ihr Telefonjoker nicht wirklich weiterhelfen kann, steigt Riegler aus und nimmt die sicher gewonnenen 32.000 Euro mit nach Hause. Richtig wäre Antwort B gewesen. Gerade einmal 23 Minuten saß die Mutter von Zwillingen bei Jauch auf dem Stuhl – kein schlechter Stundenlohn also.

Günther Jauch: "Sie haben doch die falschen Freunde!"

Dass Riegler so schnell durch war, freute natürlich die anderen Kandidaten, ganz besonders Diana Strassburg. Die Radiomoderatorin schafft es als Nächste auf den Stuhl und ihr geschultes Mundewerk bringt immerhin ein bisschen Leben in die Sendung: "Sind schon alle genervt?", fragt die Mutter zweier Kinder, als sie bei einer Frage ein bisschen zaudert. "Geht so", antwortet Jauch.

Auch bei Strassburg fallen relativ früh die ersten Joker, doch als die Moderatorin bei der 32.000-Euro-Frage ankommt, weiß sie die Antwort bereits bevor Jauch ihr die Antwortmöglichkeiten vorliest. Um diese Frage ging es: "Bei welcher dieser Damen ist der Vater ihrer Kinder auf den Tag genau zehn Jahre jünger als sie selbst?" Zur Auswahl standen diese Antworten:

A: Shakira B: Thea Gottschalk C: Victoria Beckham D: Maria Furtwängler

Strassburg ist sich sofort sicher, dass es Shakira ist und liegt damit richtig. Richtig war das Bauchgefühl auch bei der 64.000-Euro-Frage, nur der Mut fehlte. Jauch fragte: "Aufgrund eines 150. Jubiläums erklärten die UN 2019 zum Internationalen Jahr …?" und gab folgende Antwortmöglichkeiten vor: A: der Milchstraße B: der Zahl Pi C: des Periodensystems D: des Seewegs nach Indien

Die Moderatorin schließt sofort Antwort D aus, doch ausgerechnet zu dieser rät ihr Telefonjoker. "Mensch Herr Jauch, das ist doch ärgerlich", macht Strassburg ihrem Ärger darüber Luft und Jauch kontert im Scherz: "Sie haben doch die falschen Freunde!"

Was war denn da los?

Zwar liegt Strassburg mit ihrem Gefühl richtig, dass es Antwort C ist, doch darauf verlassen will sie sich nicht und zieht die Reißleine: "Dann muss ich jetzt echt gehen. Ich hab hier noch so viel zu erzählen!", hält die Radiomoderatorin fest, aber erzählen war dieses Mal ohnehin nicht gefragt bei Günther Jauch.

Dabei wäre eigentlich noch eine Sache zu klären gewesen. Als Jauch Strassburg am Ende fragt, was sie mit der Gewinnsumme von 32.000 Euro machen möchte, erklärt sie: "Mit meiner Mama nochmal nach New York fahren."

Bei der Vorstellungsrunde der Kandidaten klangt das noch ganz anders. Dort war über Strassburg zu lesen: "Die Radiomoderatorin kauft sich von dem Gewinn eine Popodusche." Da fragt man sich als Zuschauer, warum es ausgerechnet eine Popodusche sein soll und vor allem, warum sie ihr Hygieneverhalten einem Millionenpublikum anvertraut. Manchmal möchte man gar nicht so viel wissen. Selbst bei "Wer wird Millionär?".

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"Wer wird Millionär": Kandidat bringt Günther Jauch ins Grübeln

Nein, Greta Thunberg war nicht zu Gast bei "Wer wird Millionär?" Doch Günther Jauch entdeckte in der ersten Folge des neuen Jahres sein Umweltbewusstsein. Auslöser war ein junger Mann, der nach einem Asien-Urlaub mit seiner Partnerin die Welt retten will. Zumindest ein bisschen. Denn der Plastikmüll im Meer lässt das Paar nicht kalt. Jauch ebenso wenig. Entsprechend spannend fand der Moderator die Geschäftsidee der beiden, wie die Galerie zeigt.