"Wer wird Millionär?": Wie Günther Jauch eine Ehe rettete

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"Wetten tun nur die Deppen" ist ein Spruch, der Kindern gerne eingetrichtert wird. Sarah Scherbaum hielt sich irgendwann nicht mehr daran. Die Folge: bis zu 5.000 Euro Wettschulden bei ihrem Mann. Mit ihrer Teilnahme bei "Wer wird Millionär?" wollte sie diese nun tilgen. Mindestens! Ob dies gelang, erfahren Sie hier in der Bildergalerie. © teleschau - der mediendienst GmbH

Günther Jauch hat in einer neuen Ausgabe seines Quiz-Klassikers "Wer wird Millionär?" mal wieder zu einem "Zocker-Special" gebeten. Für die risikofreudigen Kandidaten ging es um zwei Millionen Euro ... und um sehr viel mehr! Wie Günther Jauch sich als Eheretter betätigte? Die Galerie verrät's!
Kandidat Tim Pittelkau aus Düsseldorf hat einen richtig spannenden Job: Er ist Hubschrauberpilot bei der Polizei. Dieser Beruf hat allerdings auch Nachteile. An den Feiertagen muss er arbeiten. Immerhin: "Dafür bekomme ich Stunden gutgeschrieben", erzählte der 38-Jährige. Günther Jauch zeigte sich ob dieser Insider-Informationen beeindruckt.
Beim "Zocker-Special" von "Wer wird Millionär?" sind die Regeln noch einmal verschärft. Die Kandidaten können bei der WWM-Variante zwar zwei Millionen Euro abräumen, haben bei den ersten neun der insgesamt 15 Fragen aber auch nur einen Joker zur Verfügung. Setzen sie diesen ein, verfallen alle weiteren.
Polizist Pittelkau meisterte die ersten neun Fragen recht locker. Ab der 32.000-Euro-Frage hatte er noch alle vier Joker (Telefon, 50:50, Publikum, Einzelperson) zur Verfügung. Zwei davon musste er prompt einsetzen. Es ging um die Frage, wie der wohl bekannteste Roman des kürzlich mit dem Nobelpreis bedachten Autors Kazuo Ishiguro heiße. Richtige Antwort: "Was vom Tage übrig blieb". Ein belgischer Gast aus dem Publikum konnte weiterhelfen.
Bis zur 125.000-Euro-Frage zockte sich der Polizist nach oben, dann "scheiterte" er. Da wollte Quizmaster Jauch wissen: "Mehr als verzehnfacht - von elf auf 124 Millionen - hat sich in den letzten 40 Jahren laut WHO weltweit die Zahl der ...?" Kandidat Pittelkau schwankte zwischen "fettleibigen Kinder" und "über 100-Jährigen", aber festlegen wollte er sich nicht. Mit einem Gewinn in Höhe von 64.000 Euro ging der Düsseldorfer nach Hause. Die "fettleibigen Kinder" wären übrigens richtig gewesen.
Kandidatin Sarah Scherbaum hatte eine sehr ungewöhnliche Geschichte zu erzählen. Die Sozialarbeiterin aus Bottrop hält sich selbst für eine echte Zockerin. Ihr Erfolg mit zahlreichen Wetten allerdings: überschaubar. Nach Angaben ihres Mannes, der im Publikum saß, hätte sie bislang nicht "nur" 2.500 Euro verzockt. "Ich komme auf 5.000 Euro", wie er meinte.
Auch diesmal durfte der Zuschauer genießen, wie Jauch den Ahnungslosen spielte. Bei einer Promi-Frage verzog er das Gesicht, als verstünde er nur Bahnhof. Kandidatin Scherbaum aber war sich sicher, welches Schicksal Jonny Lee Miller, Billy Bob Thornton und - richtige Antwort - Brad Pitt ereilte: Sie alle wurden von Angelina Jolie verlassen.
Dank ihres Promi-Wissens hatte Sarah Scherbaum 16.000 Euro sicher und fortan die ersehnten vier Joker zur Verfügung. Toll für sie und ihre Ehe: Schon jetzt konnte sie die angeblichen Schulden bei ihrem Mann zurückzahlen - und das gleich dreimal.
Damit war Günther Jauch genau dort angekommen, wohin er auch wollte. Mit der 64.000-Euro-Frage "Ein Kreis mit einem Umfang von 3.141,6 Metern hat einen Durchmesser von ziemlich genau ...?" lockte er seine Kandidatin in den Telefonjoker. Der Witz daran: Der Angerufene Jürgen Sothmann hatte laut Aussage von Scherbaum Ahnung von Mathematik und Physik. Zudem arbeitet er an einer Schule ...
Sehr zur Freude Günther Jauchs kannte der Telefon-Joker die Antwort nicht. Die Frage nach Durchmesser und Umfeld brachte dann aber auch Jauch selbst in Verlegenheit. Kandidatin Scherbaum bat einen Mann aus dem Publikum um Hilfe. Sie sagte: "Ich nehme den sympathischen Herrn aus Pankow." Jauch war erstaunt darüber, dass sich seine Kandidatin und der vermeintliche Fremde offenbar kannten. "Wir sind an einem kritischen Punkt in der Geschichte von 'Wer wird Millionär?'. Die Sendung droht mir zu entgleiten."
Zur Auflösung: Der "sympathische Herr aus Pankow" war vor der Sendung beim sogenannten Warm-up. Dort hatte er eine Rolle gespielt. "Nämlich ihre Rolle", wie der Mann aus Pankow zum Gastgeber meinte. Jauch stellte fest: "Sie waren also der Hilfsmoderator."
Publikumsjoker Hinzdorf hat einst Physik studiert. Die mathematische Frage nach dem Durchmesser beantwortete er mit "einem Kilometer" und daher richtig. Kandidatin Scherbaum folgte ihm und gelangte somit zur 125.000-Euro-Frage.
Dann zeigte Sarah Scherbaum noch, wie sie zu ihrem Image als Zockerin kam: Bei der Frage "Welcher Song wird gerne bei romantischen Hochzeiten gespielt, obwohl es im Liedtext eigentlich um obsessives Stalking geht?" wagte sie volles Risiko. Nach dem 50:50-Joker tippte sie auf "Every Breath You Take" von The Police - und ihr Mut zahlte sich aus. Bravo!
Sarah Scherbaum freute sich über satte 125.000 Euro - und nicht nur die: Ihr Mann bekommt nun die von ihr verzockte Geld zurück. Darüber hinaus ist noch genug Geld da, um eine Immobilie zu kaufen. Diese soll Platz für eine vier- bis fünfköpfige Familie bieten - das bislang kinderlose Ehepaar hat also auch noch etwas Arbeit vor sich.
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