"Wer wird Millionär?": Günther Jauch startet Fahndungsaufruf nach Ehering

Günther Jauch lud zu einem Familienspecial seines Quiz-Klassikers "Wer wird Millionär?". Für eine Kandidatin könnte es zu einem verspäteten Weihnachtsgeschenk kommen. Sie fahndet nach einem Ehering. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Die Regeln klangen zunächst verwirrend. So gab es einen Joker obendrauf. Jauch: "Weil ja Weihnachten ist, gibt es die zusätzliche Möglichkeit, dass ihr einen 'Familien-Joker' spielt. Das heißt, wenn zum Beispiel die Tante nicht mehr weiter weiß, dürft ihr euch umdrehen und könnt euch zu dritt als Familie beraten."
Pro Familie traten Teilnehmer aus drei Generationen an. Bei Familie Kleefuß machte Enkelin Nele den Anfang. Sie schlug sich durchwachsen. Antworten gab der Teenager mit einem hörbaren Fragezeichen versehen. Jauch klärte auf: "Die Fragen stelle doch aber ich hier." Nele musste sich schon eindeutiger entscheiden.
Danach war ihre Tante Sarah Kleefuß an der Reihe: Von den sicher erspielten 16.000 Euro wollte sie neue Eheringe kaufen. Denn das Original ihres Mannes sei stibitzt worden, erzählte sie. Jauch machte einen Fahndungsaufruf nach dem guten Stück mit der Gravur "Sarah" in elbischer Schrift. Der Finder solle es bitte an "Günther Jauch bei RTL" senden.
Sarah Kleefuß brachte ihre Familie bis zu den 64.000 Euro. Dann sollte sie wissen, was das "Besondere an der vergangenen NBA-Saison" gewesen sei. Sie zockte. "Zwei Deutsche im Finale" waren es nicht. Sondern: der "Titel ging nach Kanada". Hätte Sarah doch nur auf ihren Vater gehört - er hatte zum Ausstieg geraten. 16.000 Euro blieben Familie Kleefuß.
Einen echten Gesangskünstler hat Familie Mlakar aus Essen in ihren Reihen. Der 14-jährige Leon ist schon im Musical "Ich war noch niemals in New York" aufgetreten. Stimmlich hatte es der Junge bei einer Kostprobe drauf. Doch wie lief es für ihn bei Günther Jauch auf dem Ratestuhl?
Gesanglich top, beim Thema Essen aber haperte es. Jauch wollte wissen: "Ist das alte ranzig geworden, ist es Zeit, dass ich vor dem Anmachen des Salats das ...?" Leon kam kaum über den eigenen Tellerrand hinaus. Doch ihm fiel noch ein, dass er besser das "Öl wechseln" sollte. Viel länger wollte er dann aber nicht mehr raten.
Wäre der junge Leon doch nur länger bei Jauch sitzen geblieben. So hätte er neben seinem Großvater Thomas wohl auch nicht verzweifeln müssen. Mutter Tanja sollte beantworten: "Wird über eine mögliche 'Vergrößerung der Körperfläche' debattiert, geht es zumeist um ...?" Nein, es wäre nicht die "Schönheitschirurgie" gewesen.
So aber wenigstens kam der "Familien-Joker" zum Einsatz. Mutter Tanja ließ sich von Sohn Leon erklären, dass die "Vergrößerung der Körperfläche" beim Handspiel im "Fußball" nicht gewünscht sei. Weil die Mutter ihm daraufhin glaubte - und die richtige Antwort gab -, jubelte der Junge, als sei er gerade Millionär geworden.
Auch der Opa kam zu seinem Einsatz, für die Million reichte es für Familie Mlakar aber nicht. Der Großvater verweigerte bei der 64.000-Euro-Grenze die Antwort auf folgende Jauch-Frage: "Welcher einheimische Fisch hat keine Schuppen?" Es wäre übrigens der Wels gewesen. Immerhin: Familie Mlakar gewann 32.000 Euro.
Von diesem Betrag konnten die Borggreves aus Niedersachsen nur träumen. Da half es auch nicht, dass sie gemeinsam vor der Raterunde noch einen Schnaps mit Brausepulver im Mund zwitscherten. Jauch übrigens verweigerte den "guten Schluck", der angeblich auch das Hirn anregen soll.
Schon Enkelin Laurel-Michelle fielen erste Aufgaben schwer. "Habe ich einen Brieffreund in der US-Hauptstadt, bekommt von mir jemand in ...?" Die Antwort: "Washington Post"! Jauch bohrte bei Laurel-Michelle nach, ihr Wissensstand bei US-Landeskunde war ernüchternd: "Ich kenne die Hauptstadt der USA nicht."
Und dann kam es auch noch zu einer Panne: Mutter Sandra Borggreve bemühte bei einer Frage nach den maximalen Schlägen beim Minigolf den "Telefon-Joker". Ihr Gesprächspartner antwortete entweder mit Antwort "A" (fünf Schläge) oder mit "Acht" (Antwort D). So genau war das nicht zu verstehen. Und prompt brach die Verbindung ab.
Günther Jauch wollte die "Acht" verstanden haben. Mutter Borggreve und deren Familie im Hintergrund ebenfalls. Aus dem Publikum aber regte sich Protest. Einige wollten ein einfaches "A" für die Antwortmöglichkeit "fünf Schläge" gehört haben.
Ob nun fünf oder acht Schläge - letztendlich blieb das egal. Beides nämlich war falsch. Richtig wären sechs Schläge gewesen, die ein Minigolfspieler maximal pro Bahn benötigen darf. Borggreves mussten sich frühzeitig verabschieden. 500 Euro in der eigenen Tasche blieben nur ein etwas besseres Weihnachtsgeld.
Familie Alburg kam zuletzt noch zum Zug. Im knallig roten Weihnachtspulli erspielte Mutter Susanne immerhin 8.000 Euro. Dann schrillte der eindeutige Schlussakkord. Alburgs aber sind weiter zu sehen. Teil zwei des "Familien-Specials" von "Wer wird Millionär?" folgt Montag, 30. Dezember, 20.15 Uhr, auf RTL.