"Wer wird Millionär? - Das Familienspecial": Günther Jauch gibt ungewollte Hilfestellung

Im zweiten Teil des "Familienspecials" von "Wer wird Millionär?" unterlief ausgerechnet dem "Meister" ein Fehler. Günther Jauch gab einer Kandidatin eine unverhoffte Schützenhilfe.

Günther Jauch schien zunächst sehr wohlgelaunt aus seinen Weihnachtsfeiertagen gekommen zu sein. Im zweiten Teil des "Familienspecials" wurde bekannt, dass es den teilnehmenden Kandidaten ganz anders erging als dem gewohnt selbstsicheren Gastgeber.
Susanne Alburg etwa saß in einem knallroten Strickpulli am zweiten Weihnachtsfeiertag zum ersten Mal bei Jauch auf dem "heißen Stuhl". 8.000 Euro konnten sie und ihre Familie in der ersten Sendung erspielen - bis der Vorbei-Alarm für sie schrillte.
Quasi zum Warmwerden wollte Jauch von Kandidatin Alburg wissen, wie sie ihre "Zwangspause" über die Weihnachtstage denn wohl überstanden hätte. Die Antwort fiel durchaus überraschend aus.
Jauch erfragte bei Susanne Alburg: "Wie ist es, wenn man ein paar Nächte darüber schlafen konnte?" Die Mutter entgegnete daraufhin sehr vehement: "Schlecht!" Ihre Begründung leuchtete dem Otto-Normal-Verbraucher indes ein: "Man merkt, dass alles, was ich nicht weiß, viel größer ist, als das, was ich weiß."
Jauch aber kam seiner sich "schlecht" fühlenden Kandidatin sehr entgegen. Bei der 64.000-Euro-Frage wollte er wissen: "Welche Volksvertretung hat für ihre offiziell 650 Mitglieder im Hauptversammlungsraum rund 200 Sitzplätze zu wenig?" Und der Quiz-Champion gab zudem auch noch einen unfassbaren Hinweis auf die richtige Antwort.
Jauch (rechts) sagte über die Antwortmöglichkeit "Deutscher Bundestag" doch tatsächlich: "Der war mal bei 500 Abgeordneten, jetzt sind wir, glaube ich, bei über 700." Damit erklärte er eine mögliche Antwort selbst für nichtig. Denn mehr als 700 sind nun einmal viel zu groß als die gefragten "offiziellen 650 Mitglieder".
Mutter Alburg hatte bereits 64.000 Euro "erspielt". Vater Simon sollte das Ergebnis nun dreistellig machen. Zu viel für ihn. Er stieg aus.
Das war schon erstaunlich. Carolin Gebhardt beantwortete eine Einstiegsfrage pfeilschnell. Jauch wollte "Befehlsform, Grundform, Möglichkeitsform, Verkleinerungsform" grammatisch richtig in eine Reihe gebracht wissen.
Die junge Nordhessin erklärte, wie "Imperativ", "Infinitiv", "Konjunktiv" und "Diminutiv" zu folgen sei. Und das in sensationellen 3,23 Sekunden. Jauch blickte erstaunt. Doch dann löste Gebhardt auf: "Ich bin Deutschlehrerin!" Ach so!
Familie Gebhardt hat nach Jauchs Fragerunde ordentliche 32.000 Euro zum Ausgeben. Die Oma (links) wolle sich mit dem erspielten Geld ihren Balkon verglasen lassen, gab sie vor. "Von dort habe ich einen schönen Ausblick", sagte sie. Schön! Bald kann sie auch im Winter im Warmen vom Balkon blicken.
Nein, für einen Wintergarten wird es für Familie Freund aus der Umgebung Berlins ganz bestimmt nicht reichen. Opa Peter (links), Vater Finn und Sohnemann Yannick (zweiter von rechts) waren nicht ansatzweise in der Nähe eines größeren Gewinns.
Der Witz am "Familienspecial" von "Wer wird Millionär?" sollte gewesen sein, dass drei Generationen (beispielsweise Opa, Vater, Kind) sich gemeinsam den verflixten Fragen Jauchs stellen. Die Jugend aber - und das durch alle Kandidaten hindurch - hat versagt. Yannick etwa floh nach zwei einfachen Einstiegsfragen sogleich vom Pult.
"Das war ihm unheimlich, der blöde Onkel fragt, wie es in der Schule geht", kommentierte Jauch den sehr frühen Abgang des jungen Buben Yannick nach nur zwei Fragen. Nun musste Vater Finn ran. Hat er das Frage-Antwort-Spiel etwa besser bestritten?
Nein, leider gar nicht. "Was gehört nicht zu den Anforderungen für das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Gold", wollte Jauch wissen. Freund tippte auf die "Kenntnis von Baderegeln". Richtig wäre gewesen: "30 Meter Streckentauchen". Für Familie Freund ging es mit einem Gewinn in Höhe von nur 500 Euro nach Hause.