Beim zweiten Teil des "Weihnachts-Specials" von "Wer wird Millionär?" dürfen die Kandidaten ihre Familien und ihre Weihnachtsbäume mitbringen. Andreas Segl kämpft zunächst mit einer doppeldeutigen Frage, räumt dann aber richtig ab.

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Was waren das noch für Zeiten, als "Wer wird Millionär?" noch eine ganz normale Quizshow war. Frage. Antwort. Frage. Antwort. Unterbrochen nur vom Einsatz der unterschiedlichen Joker oder mal einem kurzen Plausch zwischen Günther Jauch und den Kandidaten.

Im nächsten Jahr feiert die Quizshow nun schon ihr 20-jähriges Jubiläum und von den puristischen Anfängen hat sich der RTL-Dauerbrenner weit entfernt. Gefühlt gab es in diesem Jahr mehr "Special"-Ausgaben von "Wer wird Millionär?" als normale Ratesendungen.

In dieser Woche wurden sogar gleich zwei "Weihnachts-Specials" ausgestrahlt. Nachdem die Sendung am Montagabend noch einigermaßen regulär ablief, war am Freitagabend fast alles anders als gewohnt.

Die Kandidaten durften ihre Familien, ihre Weihnachtsbäume und sogar ihr Weihnachtsgebäck mit auf die Bühne bringen. Was natürlich für jede Menge Ablenkung vom Quizgeschehen sorgte.

Jauch begutachtete ausgiebig die Weihnachtsbäume, probierte Plätzchen und unterhielt sich natürlich auch intensiv mit den Familienmitgliedern.

Langzeitstudenten und Nesthocker sitzen am Montagabend bei einer Special-Ausgabe von "Wer wird Millionär" auf dem Ratestuhl. Das ist ziemlich unterhaltsam, nimmt aber für Norbert Pany ein böses Ende. Die Eltern werden den Studenten weiter bezuschussen müssen.

"Brüstetest" wird Kandidaten fast zum Verhängnis

So erfuhr Jauch beispielsweise, dass der heutige Ehemann von Kandidatin Sandra Sperlinger an Heiligabend 1996 im Karibikurlaub unter schweren Magen-Darm-Problemen litt, als seine Frau ihm einen Heiratsantrag machte. Oder dass der Bruder von Andreas Segl sich ein Hausschwein wünscht.

Und dass Segls ebenfalls anwesende Mutter ihm die Haare schneidet. Vielleicht mögen manche Zuschauer dieses ganze Drumherum und die Anekdoten, wirklich gut ist "Wer wird Millionär?" aber immer dann, wenn einfach nur gequizzt wird.

Gut, dass die Sendung am Freitag auch den einen oder anderen spannenden Quiz-Moment zu bieten hatte. Andreas Segl, der mit seiner Frisur und seinem Bart rein optisch an Fußball-Superstar Lionel Messi erinnerte, durchlief alle Höhen und Tiefen, die die Show zu bieten hat.

Denn zunächst wäre der 34-jährige Saarländer fast an einer eher scherzhaft gemeinten 500-Euro-Frage gescheitert.

Wobei handelt es sich um ein konjugiertes Verb?

  • A: oberweitencheck
  • B: brüstetest
  • C: vorbaukontrolle
  • D: busenprobe

Segl stand zunächst ziemlich auf dem Schlauch und erkannte nicht, dass "brüstetest" eben kein "Brüste-Test" sondern eine konjugierte Form des Verbs "brüsten" ist.

Vielleicht war Jauch schon in vorweihnachtlicher Stimmung, oder er fand den Kandidaten einfach nur sympathisch, jedenfalls half er ordentlich mit und ging die vier Wörter immer wieder mit Segl durch, bis bei diesem der Groschen fiel und er lösen konnte.

Joker aus dem Publikum löst die 125.000-Euro-Frage

Im Anschluss lief es dann deutlich besser, Segl zockte sich gekonnt durch die Fragen und wählte die richtigen Joker zur richtigen Zeit. Bei der 125.000-Euro-Frage waren noch der Telefonjoker und der Zusatzjoker übrig. Segl brauchte beide, um diese Frage zu lösen:

Wer erlebte nie eine Jahrhundertwende?

  • A: Johann Wolfgang von Goethe
  • B: Martin Luther
  • C: Otto von Bismarck
  • D: Karl der Große

Zunächst rief Segl seinen ehemaligen Politik- und Deutschlehrer an, der mit der Vielzahl der Namen und Daten aber offenbar überfordert war und nicht helfen konnte.

Aus dem Publikum meldete sich dann Frank Schäfers aus Olpe zu Wort, der von Beruf zwar Systemadministrator ist, sich nebenher aber offensichtlich intensiv mit historischen Persönlichkeiten beschäftigt. Anhand verschiedener Daten und Begebenheiten leitete er ab, dass nur Otto von Bismarck die richtige Lösung sein konnte.

Vom "Weihnachts-Special" ins "Silvester-Special"

Segl ging mit 125.000 Euro nach Hause, einen Teil davon will er in ein Musik-Festival investieren, dass er jedes Jahr an der Uni Saarbrücken veranstaltet. Außerdem wünschte sich seine Mutter einen Urlaub in Südtirol und sein Bruder wie bereits erwähnt ein Hausschwein.

Sandra Sperlinger erspielte zuvor 64.000 Euro und will damit mit ihrem Mann und den beiden Söhnen auf eine mehrmonatige Weltreise gehen. Dritte Kandidatin war Doris Vollkommer, die noch bis zur 8.000-Euro-Frage kam, bevor die Sendezeit vorüber war.

Am nächsten Freitag darf Vollkommer wieder kommen, dann steht das "Silvester-Special" an. Ihren Weihnachtsbaum darf sie zwischenzeitlich sicher wieder nach Hause bringen.

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