Kuriose Idee: WWM-Kandidat will sich von seinem Gewinn einen neuen Namen kaufen

Sein Nachname klingt sperrig, daher will André Krzykowski ihn mit dem bei "Wer wird Millionär?" erspielten Gewinn ändern lassen. Das Vorhaben scheiterte fast schon bei der allerersten Frage, danach überraschte der vermeintliche Pechvogel aber in vielerlei Hinsicht ... © 1&1 Mail & Media/teleschau

Kuriose Idee: Mit dem bei "Wer wird Millionär?" erspielten Gewinn wollte André Krzykowski seinen komplizierten Nachnamen ändern lassen. Einen schlechteren Start als der 24-Jährige aus Oer-Erkenschwick kann man kaum hinlegen. Der auf regionale TV-Nachrichten spezialisierte Videojournalist wäre am Montagabend fast an der ersten Frage gescheitert ...
"First nennt man die oberste Kante des ...?" Zur Wahl standen: Otter, Biber, Dachs oder Waschbär. Jauch amüsierte sich prächtig, als der Kandidat von einem "first Otter" fantasierte. Der Moderator machte einen Witz nach dem anderen auf Kosten von André Krzykowski. Erst als der schon bei 50 Euro den ersten Joker nehmen wollte, zeigte Jauch Mitleid ...
Dank Jauchs Tipp über die Kante nachzudenken, dämmerte André Krzykowski: "Ein Dach hat eine Kante". Richtig war also: Dachs. "Für 50 Euro wurde noch nie so gejubelt wie jetzt", meinte Jauch süffisant. "Zuhause unterm Dachs weiß man es natürlich", kalauerte Jauch. Der Kandidat konterte gewitzt: "Ich bin leider nicht mit allen Waschbären gewaschen."
Dann der Schockmoment: "Ich habe keine Lust mehr!" Ich bekomme dauernd nur komische Fragen!" Mit diesen Worten sprang André Krzykowski abrupt auf, verschwand im Schatten und tauchte mit einem uralten, elektronischen "Wer wird Millionär?"-Spiel wieder auf. Er schlug dem Moderator einen Rollentausch vor und fragte: "Was würden Sie mit der Million machen?"
Jauch überlegte kurz, dann sagte er: "Zu den anderen legen". Erst lachte er mit dem Publikum, dann bereute er seinen Spruch: "Die Aussage wird mich jetzt jahrelang verfolgen." Als Kandidat versagte Jauch ebenfalls: Bevor er die erste Frage beantworte, informierte das Spielzeug: "Ihre Zeit ist abgelaufen." War das eine subtile Kritik an dem Format?
"So ein Scheißding hier!", schimpfte Jauch auf die elektronische Konkurrenz. Nach erneutem Rollentausch verriet André Krzykowski, dass er von der Gewinnsumme den Mädchennamen seiner Mutter annehmen wolle. Dann hieße er André Valentino. Doch bei 64.000 Euro war Schluss. Vorerst, denn die Sendezeit war um. Weiter geht's am 20. April.
René Frauenkron aus Dortmund kannten die Zuschauer noch aus der Sendung am Dienstag vor einer Woche. Der 55-Jährige war im netten Wortsinn schmieriger Typ, denn er ist Unternehmer für Pflanzen- und Frittierfette. Am Dienstag lief es wie geschmiert für ihn und er begann den Abend auf der 16.000-Euro-Stufe. Der Zusatzjoker brachte ihn weiter.
Von Jauch befragt, was er mit dem Gewinn plane, berichtete René Frauenkron, er wolle die Seidenstraße in einem Jeep abfahren. Eine etwa sechswöchige Reise, schätzte er. Seine Gattin dagegen, ehemalige Miss Köln, erhoffte sich neue Küchengeräte. "Meine Frau ist handwerklich sehr geschickt", kommentierte Frauenkron. Jauch fand das knauserig.
Der Kandidat war schon mal bei Jauch: In der Sendung "500 - die Quizarena" lief es nicht so gut. Ob er diesmal mehr Glück hatte? Für 64.000 Euro war gefragt: "Isoaliin und Alliinase sind ein Grund dafür, dass wir beim ...?" Zwiebelschneiden weinen, Saunieren schwitzen, Schlafen träumen, Fliegen Ohrendruck haben? Der Telefonjoker wusste es nicht.
Frauenkron ging mit 32.000 Euro. Eine gute Wahl: Denn die von ihm favorisierte Antwort D wäre falsch gewesen. Richtig war A: Zwiebelschneiden weinen. Darüber, dass auch die Partnerin nicht recht gehabt hätte (Vermutung: C), freute er sich scheinbar mehr als über das Ende seines Geldsegens. "Wehe ich höre, dass Sie Ihrer Frau nicht die Sachen gekauft haben!", drohte Jauch.
Während André Krzykowski mit seinem Nachnamen fürs Leben gezeichnet schien, war Sina Warneke aus Bünde dies im wahrsten Wortsinn. Die Tätowiererin war ein Gemälde auf zwei Beinen. Jauch empfand sie unabhängig von der zu erwartenden Gewinnsumme von Anfang als eine Gewinnerin. Sie habe "Unglaubliches" geleistet, fand der Moderator ...
Jauch spielte darauf an, dass Sina Warneke 30 Kilo abgenommen hatte. Damit sie auch in der Sendung erfolgreich war, hatte sie einen Glücksbringer dabei. Als der herunterpurzelte, hob Jauch ihn auf und klemmte ihn an ihren Monitor. In der Folge wurde Jauch also von einem Plüschbären angestarrt ...
Nach der 16.000-Euro-Marke wollte Jauch "eine kleine Hitparade der bescheuertsten Tattoos" machen. Ein Kunde hatte sich, so der Fotobeweis, das Wort "Anker" tätowieren lassen statt des Bildes eines Ankers. Ein anderer ließ sich einen Wunderbaum tätowieren. Jauch fragte nach dem Körperteil. "In der Achsel natürlich, wo er hingehört", so die Dame.
"Der Sänger Nico Santos ist der Sohn des Darstellers welcher berühmten Werbefigur?" Die Antwort war 32.000 Euro wert, doch weder Sina Warneke noch ihr Telefonjoker kamen auf die Lösung: Melitta-Mann. Die Tätowiererin gab auf und ging gutgelaunt mit 16.000 Euro.