WWM-Kandidatin führt ihren Freund im TV vor - mithilfe von Günther Jauch

"Zuhause wüsste ich das auch" - mit diesem T-Shirt-Motto eroberte Lydia Hutter die Herzen der Zuschauer bereits, bevor sie den ersten Satz sagte. Sie spielte bei "Wer wird Millionär?" nicht nur um Geld - sie wollte sich an ihrem Freund rächen!

Der Plan von Moderator und Kandidatin: Sobald genug Geld erspielt sei, wollten sie den Freund anrufen - nicht als Telefonjoker, sondern um ihm unter die Nase zu reiben, dass seine Partnerin nicht nur ins Blaue rät, sondern weiß, was sie tut. Vorher beleidigte Lydia Hutter aber erstmal noch ein ganzes Land.
"Zweite Liga, ich mache mich immer darüber ein bisschen lustig", gab sie zu. Dann wurde sie deutlich: "Eigentlich über die Schweiz allgemein." Die Schweiz sei nicht so das Land ihrer Träume. Vor allem die Preise für Lebensmittel empfand die Studentin als Albtraum. Noch mehr Kritik musste der Freund einstecken.
Als der vermutete, er würde angerufen, weil seine Freundin gerade Platz genommen hätte, verneinte Jauch. Das wäre zu unspektakulär. "Wissen Sie, wir spielen hier in der ersten Liga", ätzte der Moderator. Aua! Der Kicker stimmte zu, dass seine Freundin die richtigen Antworten nur raten würde. Eine Falle! Dann ließ der Moderator die Bombe platzen.
Lydia Hutter (links) habe 64.000 Euro erspielt, berichtete Jauch, um zu beweisen, dass der Schweizer ihr Unrecht getan hatte. Dann meinte er schadenfroh: "Ich denke, es gibt Gesprächsbedarf, wenn Sie sich wieder treffen." Die Lektion hatte gesessen: "Ja, das weiß ich schon", war die kleinlaute Reaktion.
Privatkoch Lars Fumic aus München war ebenfalls in einer Partnerschaft. Doch statt Fernbeziehung war seine große Liebe ganz nah: direkt hinter ihm, als Begleitung im Studio. Die Lovestory der beiden begann dank "Wer wird Millionär?" Fumic hatte seinen Partner bei dessen Auftritt in der Show gesehen und gedacht: "steiler Zahn".
Das Schicksal - und Tinder - brachten die beiden dann auch im wahren Leben zusammen. Erst hatte der Koch Bedenken, weil sein Partner deutlich jünger ist, doch verwies er auf ein prominentes Vorbild: den Wendler und Laura. Die Liebeserklärung von Lars Fumic erwärmte die Herzen des Publikums: "Seitdem verliebe ich mich jeden Tag aufs Neue in ihn."
Bei der 4.000-Euro-Frage über Damenmode musste Lars Fumic passen. "Cropped Pants steht in der Damenmode zumeist als andere Bezeichnung für ...?" Die zukünftige Schwiegermutter wusste es als Telefonjoker auch nicht besser. Nach dem 50:50-Joker riet der Koch: 8/9-Hosen. Richtig!
"Ich habe viele Frauen getroffen, aber bis zu den Hosen kam es nie", erklärte Fumic augenzwinkernd. Er ging mit seinem Partner - und 16.000 Euro. Wink des Schicksals? Auch der erspielte seinerzeit exakt diese Summe.
Ronald Arnhold aus Erlangen war der letzte Kandidat des Abends. Der Veranstaltungsmanager und Gastronom ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er spielte souverän bis zur 4.000 Euro-Frage. Die lautete: "Welche Show wird neuerdings vom Gewinner der ersten Staffel vor 17 Jahren moderiert?" Zur Wahl standen: "ESC", "1, 2 oder 3?", "DSDS" oder "WWM".
Hatte Günther Jauch mal selbst als Gewinner brilliert? Nein, die Antwort "DSDS" erschien dem Kandidaten glaubwürdiger. Ob das geraten war, hakte der Moderator nach. "Schon auch ein bisschen geraten", gab Ronald Arnhold zu.
Jauch bestätigte: Alexander Klaws war der erste Gewinner von "DSDS". Er hatte Oliver Geissen abgelöst. Für RTL-Zuschauer sei das eine leichte Übung, vermutete der Moderator.
"Welche ist die am weitesten vom Festland entfernte Insel Deutschlands?" Der Kandidat wusste: Helgoland. Die Antwort war 8.000 Euro wert. Er wusste noch mehr: Dort wurde die Nationalhymne geschrieben.
Ronald Arnhold wollte weitermachen, doch die Tröte, die das Ende der Sendung signalisiert, machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Die gute Nachricht: Schon morgen darf der Kandidat seinen Siegeszug fortsetzen, denn am Dienstag gibt es eine weitere Folge "Wer wird Millionär?"