"Aschenbrödel" & Co.: Was wurde eigentlich aus den Stars der Weihnachtsfilme?

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Weihnachten ohne "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" und "Der kleine Lord" ist für viele undenkbar. Wie es mit den Stars von damals weiterging.

Libuse Safrankova spielte 1973 in der tschechisch-deutschen Märchenverfilmung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" – für viele DER Weihnachtsfilm schlechthin - die weibliche Hauptrolle. Als Aschenbrödel wurde sie zu einer der bekanntesten Schauspielerinnen Tschechiens. Danach war Safrankova zunächst auf Märchenfilme festgelegt.
Erst mit zunehmendem Alter bekam die heute 65 Jahre alte Schauspielerin vermehrt Charakterrollen, darunter die Hauptrolle in "Kolya", der 1997 mit einem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde. Im November 2015 wurde bekannt, dass sie an Lungenkrebs leidet. Im Jahr darauf erklärte sie, dass es ihr nach der Operation wieder gut gehe und sie sich bei allen bedanken wolle, die ihr die Daumen gedrückt haben.
In einem Märchen darf natürlich der Prinz nicht fehlen: In "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" wurde die Rolle von Pavel Travnicek übernommen. Auch er war danach hauptsächlich auf Märchenfilme abonniert, bis er ...
... 1997 das Theater Skelet in Prag gründete, in dem er als Intendant und Schauspieler bis heute tätig ist. Erst in den 2000er Jahren kehrte Travnicek wieder vor die Kamera zurück, zuletzt 2018 für die Filmsatire "Der große Rudolph", welche eine fiktive Geschichte um den ermordeten Münchner Modedesigner Rudolph Moshammer erzählt.
Das Königspaar im Märchen wurde gespielt von den deutschen Schauspielern Rolf Hoppe und Karin Lesch. Ihr Mitwirken in "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" gehört zu ihren wohl bekanntesten Rollen. Während es danach um Karin Lesch ruhig wurde und heute nur sehr wenig über ihr Leben bekannt ist …
… bekam man Rolf Hoppe in den folgenden Jahren noch häufiger zu Gesicht. Er spielte sowohl in den üblichen deutschen Serien – "Polizeiruf 110", "Tatort" oder "Das Traumschiff" – mit, als auch in Filmen wie "Schtonk!" (1991) und "Comedian Harmonists" (1997). Am 14. November 2018 ist Rolf Hoppe im Alter von 87 Jahren verstorben.
Der Kinderstar von damals blieb dem Filmgeschäft als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor jahrelang erhalten. Nach "Der kleine Lord" folgten einige Film- und TV-Auftritte, darunter Nebenrollen in "24" oder "Scrubs - Die Anfänger". Zuletzt stand der vierfache Vater 2013 im Spielfilm "Ungezähmte Herzen - Ein Mustang zum Verlieben" vor und hinter der Kamera. Zuletzt stand er 2013 vor der Kamera, seitdem ist es sehr ruhig um Schroder geworden.
Sir Alec Guinness spielte in dem beliebten TV-Film den mürrischen Großvater des kleinen Cedric, dessen Herz sich durch den Einfluss des Jungen mehr und mehr öffnet. Guinness war lange vor "Der kleine Lord" ein Star: Mit Filmen wie "Die Brücken am Kwai" (1957), für den er den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann, "Lawrence von Arabien" (1962) oder "Doktor Schiwago" (1965) hatte er sich bereits einen Namen als großer Schauspieler gemacht.
Den meisten ist Sir Alec Guinness heute wohl durch seine Rolle als Obi-Wan Kenobi bekannt, den er in den ersten drei Filmen der "Star Wars"-Saga spielte. Insgesamt wirkte der Oscar-Preisträger bis 1996 in über 50 Filmen mit und führte ein skandalfreies und zurückgezogenes Leben mit seiner Frau Merula. 2000 starb Guinness im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit.
Die Mutter des kleinen Lords, Mrs. Errol, wurde gespielt von Connie Booth. Davor trat die Amerikanerin eher mit Klamauk und Satire in Erscheinung: An der Seite von John Cleese, mit dem sie zehn Jahre lang verheiratet war, war sie unter anderem in "Monty Python's Flying Circus", "Fawlty Towers" oder "Die Ritter der Kokosnuss" zu sehen. "Der kleine Lord" war ihre erste ernsthafte Rolle. Danach ...
... hatte Booth wenige vereinzelte TV-Auftritte, darunter in "Der Hund von Baskerville" (1983). 1995 hängte sie die Schauspielerei endgültig an den Nagel und ließ sich als Psychotherapeutin in London nieder.