Der Einstand von Christian Ulmen und Nora Tschirner als neues Ermittlerteam im Weimarer "Tatort" kann als Erfolg verbucht werden. Der Fall "Die Fette Hoppe" konnte sich am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen starke Konkurrenz durchsetzen.

8,03 Millionen Gesamtzuschauer sind für einen "Tatort" eigentlich kein sonderlich spektakulärer Wert. Ein Blick auf das Konkurrenzprogramm lässt die Quote jedoch in einem anderen Licht erscheinen. So kam das zweitstärkste Programm des Abends, der ZDF-Klassiker "Das Traumschiff", nur auf 6,69 Millionen Zuschauer.

Das Rezept, dem Kult-Krimi mit einem jugendlich-witzigen Ermittlerteam etwas Frische einzuhauchen, ging somit auch ohne Sensationsquote auf. Neben Ulmen und Tschirner war für viele jüngere Zuschauer wohl auch der Gastauftritt von Shootingstar Palina Rojinski ein Grund zum Einschalten.

"Die Fette Hoppe" ist Tschirners und Ulmens erster Fall.

Für RTL hingegen wurde die Primetime zur Enttäuschung. Gerade einmal 1,45 Millionen Zuschauer schalteten den vielbeworbenen Blockbuster "Kung Fu Panda 2" ein, der somit schlechter abschnitt als der Dan-Brown-Thriller "Illuminati" bei ProSieben mit 1,62 Millionen Zuschauern. "Transformers 3" auf Sat.1 wurde mit 2,17 Millionen Gesamtzuschauern zum stärksten Programm der Privaten um 20:15 Uhr.

Einzig und allein Inka Bause und ihrem Dauerbrenner "Bauer sucht Frau", der am Vorabend 4,29 Millionen Menschen vor den Fernseher locken konnte, hat es RTL zu verdanken, dass eine völlige Quoten-Pleite am zweiten Weihnachtsfeiertag ausblieb. (lug)