Seit 1997 gilt "Titanic" von James Cameron als echter Kultfilm: Atemberaubende Unterwasseraufnahmen und die Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und Kate Winslet üben bis heute eine große Anziehungskraft auf das Publikum aus. Doch eine Frage beschäftigt die Zuschauer knapp 20 Jahre später immer noch: Warum musste die Figur Jack sterben?

Elf Oscars, 130,9 Millionen Kinobesucher in den USA und ein weltweites Einspielergebnis von über 1,8 Milliarden Dollar kürten "Titanic" von James Cameron bis 2009 zum erfolgreichsten Film.

Mit dem Streifen gelang Leonardo DiCaprio als Jack Dawson und Kate Winslet als Rose DeWitt Bukater außerdem der große Durchbruch in Hollywood.

An dem dramatischen Ende haben aber auch 2017 noch zahlreiche Fans zu knabbern: Während Rose auf einer Holztür schwimmend den Untergang der Titanic überlebt, bleibt Jack im eiskalten Wasser und stirbt am Schluss.

Die Frage nach dem Brett

Immer wieder muss sich Regisseur James Cameron der Frage stellen, warum Jack nach einer einmalig gescheiterten Aktion nicht erneut versucht, sich neben Rose auf das Brett zu retten.

Im Gespräch mit "Vanity Fair" hat er nun eine Antwort darauf gegeben. "Im Film geht es um Tod und Trennung, er musste sterben. Ob es das war oder ob ein Schornstein auf ihn gefallen wäre, er wäre untergegangen. Das ist Kunst. Dinge passieren aus künstlerischen, nicht aus physikalischen Gründen."

Der Tod war beschlossene Sache

Es ist nicht das erste Mal, dass James Cameron Stellung zu der umstrittenen Entscheidung beziehen muss. 2016 äußerte sich sogar Kate Winslet in "Jimmy Kimmel Live" dazu und erklärte, es sei eigentlich genug Platz für beide auf der Holztür gewesen.

Doch dieses Argument hatte der Filmemacher bereits 2012 in einem Interview mit der Plattform IGN entkräftet: "Es ist keine Frage des Platzes, sondern des Auftriebs", erklärte er. "Als Jack Rose auf das Brett hebt, versucht er auf das Brett zu klettern. Er ist kein Idiot, er will nicht sterben. Und das Brett sinkt und kippt. Daher ist klar, dass es nur genug Auftrieb für eine Person gibt. Und er trifft die Entscheidung, dass sie diese Person ist, anstatt sie beide untergehen zu lassen." (cf)  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet