"The Voice of Germany": Mark Forster geht auf Kollegin los

Das Highlight der siebten Blind Auditions bei "The Voice of Germany": eine kleine Lektion von Schuhexperte Sido. Streit gab's natürlich auch - dieses Mal zwischen Alice Merton und Mark Forster.

Rockschuhe, Schlagerschuhe - Rapper Sido kennt sich aus in Sachen Fußbekleidung. In den siebten Blind Auditions von "The Voice" gab er seinen Jurykollegen Nachhilfe. Natürlich wurde auch wieder viel gestichelt.
Als erster Kandidat trat Nicolas Granados aus Basel ans Mikro. Der 18-jährige Schüler hat südamerikanische Wurzeln und kam durch den Jugendchor zur Musik. Alle vier Juroren drehten sich um - aber Sido hatte nicht nur Lob übrig. "Diese Kopfstimme darfst du mir nie wieder antun", sagte er. "Es sei denn, du übst die vorher. So ein Rumgejaule!"
Chiara Alessia Innamorato studiert Musik und Religion auf Lehramt. In ihrer Freizeit verteilt sie mit ihrer Familie geschmierte Brötchen an Obdachlose und Prostituierte in Hamburg. Lustigerweise entschied sie sich ausgerechnet für Sido. "Das wird 'ne schöne Zeit. Aber du kannst dich auf ein bisschen Arbeit gefasst machen", so der Rapper.
Metalhead und Kindergärtner Patrick Bulluck konnte die Jury nicht überzeugen - aber wo seine Band eh schon da war, kam Rea Garvey auf eine Idee: "Wollt ihr uns ein Lied spielen?" Für den Metal-Song gab's riesigen Jubel. "Wärt ihr direkt so gekommen, hätte ich mich wahrscheinlich umgedreht", so Sido. Dumm gelaufen.
Eine Weltenbummlerin, die Musikproduktion studiert und sich mit 26 Mitbewohnern eine WG teilt - das ist Amanda Braga Gomes Torrado. Mit ihrer Loop-Station konnte sie Sido für sich gewinnen: "Ich habe extra so spät gedrückt, damit kein anderer drückt und du auf jeden Fall in mein Team kommst."
Hochzeitsmusiker Allan Garnelis trat mit "This Is The Last Time" von Keane an - und sang den Song für seine Ex-Freundin Rosa, die ihn absurderweise begleitete. Mit Rosa kam er nicht mehr zusammen, dafür aber mit Rea Garvey.
Der Neuseeländer Anthony Utama kam zwar nicht weiter, sorgte aber für einen spannenden Exkurs. Seine Stimme passe nicht zu dieser Art Musik, fand Sido. "Ich glaube, du wärst lieber ein Rockstar. Ich sehe auch deine Schuhe eher rockig." "Wie definierst du denn Rockschuhe?", wollte Alice Merton wissen.
Sido legte noch einen drauf: "Ich maße mir an, anhand deiner Schuhe sagen zu können, was du für Musik hörst", so der Rapper und Schuhexperte. Lackschuhe zum Beispiel seien ganz klar Schlager. "Ich könnte sogar noch mehr über dich sagen, wenn ich deinen Schuh sehe." Interessant!
Für Aufruhr sorgte die 21-jährige Chiara Autenrieth mit ihrem Auftritt - und das, obwohl sie gar keine Bühnenerfahrung hat. Sido und Mark Forster buhlten mit vielen Worten um ihre Gunst, während Alice Merton ein "Ich fühle mich so komisch" vor sich hin stammelte.
Als Chiara sich für Alice Merton entschied, sprang Sido auf. "Was habe ich falsch gemacht?", wollte er wissen und warf Merton an den Kopf: "Kein Mensch auf der Welt hat verstanden, was du wolltest." - "Es gibt so wenige Leute in dieser Welt, die mich verstehen - und ich glaube sie hat mich verstanden", konterte Merton.
Zu schnell gebuzzert hat Mark Forster wohl bei Jean-Baptiste Eumann. "Der Anfang war super", so der Juror. "Dann habe ich mich umgedreht. Dann hast du diesen rockigen Part rausgeballert, und den fand ich Horror. Und jetzt haben wir den Salat, jetzt bist du in meinem Team." So kann's gehen.
Die gebürtige Südafrikanerin Anri Coza sang "Run To You" von Whitney Houston - und konnte kaum ahnen, was sie damit lostrat. Alice Merton gab zu, mit Houston nichts anfangen zu können. "Ich bin halt damit aufgewachsen", antwortete Anri Coza. "Ich bin ja locker doppelt so alt wie du." Eine Steilvorlage für Forster. "Dann bist du jetzt 22?"
"What is your problem? Oh my good. You're gonna get a punch in the face! Leave us alone Mark (dt. Was ist dein Problem? Oh mein Gott. Du bekommst einen Schlag ins Gesicht! Lass uns in Ruhe, Mark) ", rief Merton. Und Sido setzte noch einen drauf: "Mark, die lassen ganz schön nach die Witze." - "Der deutsche Humor ist auch ein bisschen anders", schlussfolgerte Merton.
Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte: Anri Coza entschied sich für Rea Garvey. Das kommt davon.
Als letzter Kandidat trat schließlich David Maresch aus Wien an. Der 19-jährige hat als Kind bei den Wiener Sängerknaben gesungen. "Hilf mir, dir zu helfen, ins Finale zu kommen und das Ding zu gewinnen", bettelte Rea Garvey.
Doch dieses Mal konnte Mark Forster lachen. "Leute, ganz ehrlich: deutschsprachiger, gefühlvoller Song-Papa", sagte er und zeigte auf sich selbst. "Rea, du kannst hier mit deinen Gitarrenjungs weitermachen und Diggi mit seinen Rappern ..."