"Am Geruch erkannt!": "Masked Singer"-Aus für Stier und Monstronaut

Keine Überraschungen, aber tolle Kandidaten! Im Halbfinale von "The Masked Singer" mussten eine Schlagerlegende (Stier) und ein ProSieben-Moderator (Monstronaut) die Masken fallen lassen. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Der Monstronaut wollte sich erst gar nicht demaskieren lassen und flüchtete durch die Kulisse. Aber Regeln sind Regeln. Als das Plüschwesen sich stellte, kam Moderator Thore Schölermann zum Vorschein. Neben ihm wurden im Halbfinale von "The Masked Singer" (ProSieben) zudem dem Stier die Hörner gezogen.
Das war neu: Katrin Bauerfeind war als Rategast dabei. Das Multitalent (Schauspielerin, Moderatorin, Entertainerin, Journalistin, Buchautorin) verstärkt die Stamm-Vermuter Ruth Moschner und Rea Garvey.
Kleine Breitseiten gefällig? Der Papagei am noch leeren Jury-Desk witzelt ("Hier ist ein Platz freigeworden?") in Richtung Dieter Bohlen. Weil er sein Herrchen, die Schildkröte, anfrotzelt ("Du hast die Haare schön"), springt der Stier der Kröte zur Seite: "Soll ich ihn töten-sen?" In Tötensen lebt Dieter Bohlen, der von RTL gerade ausgemustert wurde.
Mit Sonnenbrille und Luftgitarre eröffnet der Flamingo furios die Show. Als "Jon Bon Flamingo" (Moderator Matthias Opdenhövel) lässt er es mit "You Give Love A Bad Name" ordentlich scheppern. Eindruck hinterlassen ist auch gut, denn es geht ums Finale. Nur vier der sechs Kandidaten werden es schaffen. Bedeutet: Heute werden zwei Masken fallen!"
Bon-Jovi-Fans weglesen: Ruth Moschner meint zur Leistung vom Flamingo: "1.000-Mal besser als das Original." Naja. Aber immerhin: Der Flamingo hat gerockt. Kann das der Hauptverdächtige Ross Antony? Ruth hat ein Argument gegen ihn: "Er saß letzte Woche mit mir im Flieger." Katrin Bauerfeind bringt einen neuen Namen ins Spiel: Thomas Hermanns.
"Elvis Lebt", jubelt Opdenhövel, nachdem der Stier eine wunderbare eigene Version von "Can't Help Falling In Love" präsentiert. Rea Garvey hat da andere Probleme: "Der Stier macht mich wahnsinnig", gibt er zu, weil er seine Stimme von Auftritt zu Auftritt variiert. Aufgrund des silbernen Golfschlägers (= Eisen) vermutet Rea Florian Silbereisen.
Ruth Moschner ist mehr und mehr angetan vom Stier - obwohl (oder weil) er ein übermächtiges Suspensorium, dafür aber nen kleinen Hintern hat. Ihr fiel zudem auf: "Der Stier hat abgenommen." Biggest Loser bei The Masked Singer? Moschner bringt Bela B. (Die Ärzte) ins Spiel, Bauerfeind legt sich ziemlich fest: Guildo Horn.
Dritter Kandidat im ersten Dreikampf ist der Monstronaut, der mit "Bad Boys For Life" den richtigen Soundtrack zu seinem Rotzlöffel-Image präsentiert und einen eigenen Diss-Rap gegen die Konkurrenz bringt: "Dino, Leo, Kröte, Stier - you won't get me out of here!" Ob die anderen "Bitches" ihn loswerden?
Das kann man durchaus als Überraschung sehen: Der Flamingo setzt sich in der Gunst der per ProSieben-App abstimmenden Fans gegen den Stier und Monstronaut durch und flattert direkt ins Finale. Nein, er flattert nicht, er rennt! Auf seinen Highheels-Boots stöckelt er jubelnd in den Feierabend. Monstronaut und Stier müssen ums Finale bangen.
Großes Kino: Der Dinosaurier singt den Balladenklassiker "All By Myself" (Eric Carmen), am Ende in bestem, kraftvollem Tenor-Timbre. Rea Garvey ist geflasht und flippt aus, Moschner - heute in einer Art Weihnachtskugelgewand - heult vor Rührung, Bauerfeind genießt. "Das hat mich jetzt schon ein bisschen umgehauen", gibt sie zu. "Was für ein Brett."
"Ich hab das erste Mal was bei den Indizien kapiert", freut sich Rea Garvey. Das mag daran liegen, dass er im Dinokostüm Sasha erkennt, weil: "Wir sind beste Freunde." Moschner hat sich von der Operneinlage auf die Spur Rolando Villazón bringen lassen, wird ganz hibbelig: "Ich transpiriere ein bisschen - das wäre echt der Hammer." Bauerfeind ist cooler: "Sasha."
Welch eine Kulisse, welch eine Performance. Die Schildkröte ("I Was Made For Loving You", Kiss) begeistert stimmlich, die als Oktopusse verkleideten Tänzer optisch - zusammen eine grandiose Darbietung. Garvey spricht Klartext: "Im Namen des deutschen Volkes sage ich: Thomas Anders." Stimmt, bei den App-Fans ist Anders 88-prozentiger Hauptverdächtiger.
"Ich hatte die ganze Zeit Gänsehaut", gesteht Katrin Bauerfeind nach dem Auftritt des Leoparden ("White Flag" von Bishop Briggs), und Opdenhövel spürt: "Da bebt die Savanne." Die drei Ratefüchse kreisen verdachtsmäßig Cassandra Steen (alle), Ute Lemper (Garvey) und Namika (Bauerfeind) ein. Aber, so Rea: "Egal wer du bist, du bist begeisternd. Amazing!"
Die zweite Überraschung des Abends: Das putzige "Eisenzähnchen" (Opdenhövel) mit der Powerröhre beißt die heimlichen Top-Favoriten "Schildi" und Leo aus dem Weg! Während der Dino mit Beckerfaust und Gebrüll ausgelassen feiert und in den Backstage-Bereich stampft, finden sich Schildkröte und Leopard in ungewohnter Rolle: Sie zittern.
Von den vier Nicht-Siegern der beiden Dreikämpfe muss eine gleich die Maske fallen lassen. Der Stier erhält die wenigsten Fan-Stimmen und muss blank ziehen - obenrum. Das Rateteam legt sich einstimmig fest. Katrin Bauerfeind: "Bitte, sei Guildo!" Der Taurus lüpft die Hörner und entpuppt sich tatsächlich als Horn!
"Meine Güte, ihr wisst aber auch alles", lobt Guildo Horn (58) nach seiner Enttarnung das Rateteam. Und kriegt das volle Lob zurück: "Guildo, du warst spitze!" Der Sänger, Siebter beim Eurovision Song Contest 1998 ("Guildo hat euch lieb"), ist zufrieden. "Dass ich das in meinem Alter noch erleben darf. Es war mir eine Ehre. Oder zwei."
Monstronaut haut als Erster im "Wackel-Dreikampf" mit "Should I Stay Or Should I Go" (The Clash) richtig einen raus. Weil ihn Moschner in der Vorrunde lobte ("Du bist so toll, du bist diese Show!"), singt er nur für sie: "Die in der Mitte (vom Rateteam) ist nett, das ist die tollste, die hat Ahnung und sieht gut aus. Der Opa ist auch nett." Der Opa ist Rea Garvey ...
Erstmals wackelt die Schildkröte und "muss" einen zweiten Song singen. Rea ist dankbar dafür, denn "Schildi" begeistert ihn mit "Afterglow" (Ed Sheeran). "Grandios, deine beste Performance. Ed Sheeran wäre dankbar für diese Version." Moschner grübelt noch, ob der Kröterich wegen all der Goldstücke nicht doch Marian Gold von Alphaville sein könnte.
"Hammer! Sensationell!" Ruth kriegt sich kaum ein, nachdem die Leopardin "Russian Roulette" (Rihanna) bravourös sang - trotz Mikroproblemen unter der Maske. Rea: "Wir reden hier von einer der hochkarätigsten Sängerinnen." Nur ob sie deutsch ist (Cassandra Steen oder Namika) oder doch englisch (Leona Lewis)? Das Rateteam ist sich uneins.
"Och, komm, mein kleiner Stiefsohn!" Matthias Opdenhövel tröstet den kleinen Monstronauten - denn die Zuschauer haben ihn rausgewählt! Schildkröte und Leopard stehen im Finale. "Das war so schön hier", krächzt der Bengel und entzieht sich der Enttarnung: Er türmt erst mal quer durch die Kulisse. Aber das Unvermeidliche ist nicht zu verhindern ...