Til Schweiger fühlt sich unverstanden und pöbelt, die Öffentlichkeit macht sich über ihn lustig - eine schier unendliche Geschichte. Nach Schweigers neuestem verbalen Ausfall gegen Kritiker und "Tatort"-Kollegen kommt erneut Kritik, unter anderem von Hans Sarpei.

Fast kann er einem ja leid tun, der Til. Keiner versteht ihn und seine Kunst, pardon Craft, niemand hat ihn lieb und überhaupt sind ja alle doof und ausgemachte "Trottel". Als solche bezeichnet zumindest Til Schweiger die Kritiker seines "Tatort: Fegefeuer".

"Tatort" mit Til Schweiger: Stimmen Sie ab, wie gut der Krimi war.

Und Schweiger wäre nicht Schweiger, wenn er nicht in seinem wütenden Facebook-Post gleich auch noch die Kollegen angreifen würde und als "moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen" bezeichnet.

Nicht nur Hans Sarpei wundert sich

Einer, der so überhaupt kein Verständnis für Schweigers Gemotze hat, ist Ex-Fußballer Hans Sarpei. Dessen spitzfindige Kommentare in den sozialen Medien sind legendär, und diesmal nimmt er sich Rumpelstilzchen Schweiger vor.

"So sehr ich dich als Filmemacher, Schauspieler, Tausendsassa & Co. schätze, so sehr frage ich mich, warum du andere Schauspieler- und Regie-Kollegen vom Tatort schlecht redest. Glaubst du wirklich, dass du deine Position stärkst, indem du Kollegen öffentlich angehst?" schreibt Sarpei.

Recht hat er.

So ruhig und sachlich sind bei weitem die wenigsten Reaktionen auf Schweigers Post. Das Internet reagiert mit Unverständnis auf Schweigers Angriffe auf die "Tatort"-Kollegen und macht sich lustig. Über die Wortwahl, die Anzahl der Ausrufezeichen. Hier eine kleine Auswahl der Reaktionen:

Angesichts der Zuschauerzahlen für "Fegefeuer", die sich mit 7,69 Millionen eher im unteren "Tatort"-Bereich bewegten und nur knapp über denen von "Der Bergdoktor" (7,04 Millionen Zuschauer) lagen, sollte Til Schweiger aber durchaus mal in sich gehen und sich überlegen, ob wirklich alle außer ihm ahnungslos sind, oder ob er nicht auch auf seiner Seite etwas verändern könnte.

Ein ständig um sich ballender Nick Tschiller ist einfach harte Kost für ein Publikum, das sonst den wenig temporeichen Einsätzen des Duos Thiel und Boerne seine Gunst schenkt. Oder eben den wurstessenden Kommissaren Ballauf und Schenk.