Ein Krimi ohne Drehbuch, bei dem die Schauspieler improvisieren: Für "Tatort: Das Team" bekamen die Darsteller vorab nur einige Infos zu ihren Charakteren. Und dann, die Kunst: Sie erwecken den Krimi spontan zum Leben.

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Es ist ein ungewöhnlicher Crossover-Impro-Krimi mit Star-Besetzung, den Das Erste mit "Tatort: Das Team"am Neujahrstag um 20:15 Uhr zeigt. Was die Schauspieler vor Drehbeginn wussten, und drei weitere Antworten zu dem erfolgreich umgesetzten Format:

"Tatort": Was wussten die Schauspieler vor Drehbeginn?

Der Film entstand ohne Drehbuch. Regisseur Jan Georg Schütte hatte lediglich einen Rahmen und ein Realisierungskonzept vorgegeben. Laut Produzentin Sophia Aldenhoven kannten die Künstler "nur ihre Rollenprofile. Mehr aber auch nicht".

Als sie zum Set fuhren, war ihnen erzählt worden, sie hätten einen Brief von der Polizei bekommen, eine Einladung für ein Zusammentreffen. Es sei ernst und dringend. Doch wer oder was sie dort erwartet, war ihnen nicht bekannt". Darüber hinaus erweckten sie den Krimi "spontan zum Leben", bestätigt auch der WDR.

Was bedeutet Improvisation für die Schauspieler?

Zwei Schauspielern gelingt die Improvisation im Krimi besonders gut. Man merkt ihnen in keiner Szene an, dass sie ohne Drehbuch spielen. Nicholas Ofczarek – im Film ist er Kommissar Franz Mitschowksi aus Aachen - erklärt es so: "Das Wichtige am Improvisieren ist erstmal, dass man ziemlich 'leer' reingeht, sich nichts vornimmt und die Partner akzeptiert. Ich weiß aus meiner Theaterimprovisationszeit, dass die Gefahr, zu viel zu quatschen, sehr groß ist - und die des Originell-Sein-Wollens", so der Wiener Schauspieler.

Für Schauspieler Charly Hübner ist Improvisieren generell "die schönste Form des Spielens". Die Besonderheit bei diesem Film erklärt er so: "Hier hast du die Vorgabe Krimi, es geht auch um Tote. Das ist eine andere Ernsthaftigkeit, es ist nicht parodiert. Du musst sozusagen in irgendeiner Art dramaturgisch zum Ziel kommen – 'Plot Impro' nicht 'Character Impro'", wird er vom Sender zitiert.

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Welche Schauspieler kennt man vom Sonntagskrimi?

In der Sondereinheit des Crossover-Krimis sind die bekannten "Tatort"-Kommissare Peter Faber (Jörg Hartmann) und Martina Bönisch (Anna Schudt) von der Dortmunder Mordkommission sowie ihre Kollegin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) aus Münster zu sehen.

Schauspieler Charly Hübner verkörpert im Krimi einen der beiden renommierten und krisenerfahrenen Coaches, Christoph Scholz. Sonntagskrimifans kennen ihn aber auch als Kommissar Alexander "Sascha" Bukow, den er seit 2010 im Rostocker "Polizeiruf 110" spielt.

Ein Wiedersehen gibt es zudem mit dem Berliner Schauspieler Friedrich Mücke. In "Das Team" ist er als Paderborner Kommissar Sascha Ziesing zu sehen. Von 2013 bis 2014 war Mücke Teil des Erfurter Ermittler-Teams Funck (Mücke), Schaffert (Benjamin Kramme) und Grewel (Alina Levshin).

Schauspieler Ben Becker brillierte zuletzt im "Tatort: Die Pfalz von oben" (November 2019), dem Jubiläumsfall von Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal (seit 1989). Im neuen Fall speilt er Kommissar Marcus Rettenbach aus Oberhausen.

Wie geht es für das Dortmund-Team weiter?

Bereits am 2. Februar ermitteln Faber und Bönisch wieder im "Tatort: Monster". Außerdem sind sie Teil der Jubiläumskrimis mit dem Titel "Tatort: In der Familie". Der erste "Tatort" wurde am 29. November 1970 im Ersten ausgestrahlt. Damit feiert die Reihe in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag.

Und zu diesem Jubiläum soll es eine Crossover-Doppelfolge mit den Teams aus Dortmund und München (Batic und Leitmayr) geben, wie der Bayerische Rundfunk und der Westdeutsche Rundfunk Mitte November 2019 bekanntgaben. (ili)  © spot on news

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