Der "Tatort: Wer bin ich?" mit Ulrich Tukur spaltete am Sonntagabend die TV-Nation. Von höchstem Lob bis zum totalen Verriss war alles dabei. Aber was denken Sie: War der gestrige "Tatort" hohe Kunst oder absoluter Mist?

Schon nach vier Minuten war klar: Das wird kein gewöhnlicher "Tatort". Die beiden Leichen, die Ulrich Tukur als LKA-Ermittler Felix Murot in einem Parkhaus findet, sind keine "echten" "Tatort"-Leichen.

Von da an entwickelte sich ein Film-im-Film, in dem Tukur den Schauspieler Tukur spielt und wegen eines tödlichen Autounfalls eines Kollegen aus der Aufnahmeleitung unter Verdacht gerät.

Die Auflösung des Films, der mehr eine komödiantische Abrechnung mit dem eitlen Fernsehgeschäft ist als ein Krimi, war am Ende sehr philosophisch.

Dieser letzte "Tatort" des Jahres hat als Film-im-Film die Gemüter erhitzt: Kritiker hatten das Werk vom Hessischen Rundfunk (hr) vorab gelobt, viele Zuschauer waren ebenfalls begeistert - doch einige gaben zu, intellektuell überfordert gewesen zu sein oder kritisierten die "Selbstverliebtheit" der TV-Verantwortlichen.

Aber wie hat Ihnen der Tukur-"Tatort" gefallen? Mit einem Klick auf den Tacho können Sie Ihre Meinung abgeben. Die rote Nadel zeigt die Tendenz aller abgegebenen Stimmen an.

(dpa / jwo)