Im aktuellen "Tatort: Das Leben nach dem Tod" muss sich Nina Rubin alias Meret Becker mit Grundsatzfragen des Lebens beschäftigen. Im Interview verrät die Schauspielerin, ob sie an ein Leben nach dem Tod glaubt.

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Seit 2015 verkörpert die deutsche Schauspielerin Meret Becker die "Tatort"-Ermittlerin Nina Rubin. Im Mai 2019 verkündete sie allerdings ihr Krimi-Aus. Noch vier Fälle hat die 50-Jährige vor sich, bis sie sich neuen Projekten zuwendet. Ob ihr der Abschied schwerfällt und ob sie an ein Leben nach dem Tod glaubt, hat sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verraten.

Meret Becker: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Im "Tatort: Das Leben nach dem Tod" wird eine Grundfrage der Menschheit aufgegriffen: Gibt es ein Leben nach dem Tod? "Ich bin hin- und hergerissen", erklärt die Schauspielerin. "Mein Vater sagt nein, aber ich dachte immer ja."

Becker: "Ich glaube auf jeden Fall, dass nichts verschwindet und dass jeder Mensch eine Energie in sich trägt, die sich nach dem Tod wieder in den Raum begibt. Aber ich weiß es natürlich nicht."

Die Schauspielerin hat sich seit ihrer Kindheit mit der Thematik des Sterbens befasst und daran gearbeitet, die Angst vor dem Tod zu verlieren, erzählt sie. "Und ich bin auf einem guten Weg", sagt die 50-Jährige und lacht.

Das Geheimnis um die Todesstrafe in der DDR

In "Das Leben nach dem Tod" spielt die Todesstrafe in der DDR eine wichtige Rolle. Ob Meret Becker vor dem "Tatort" davon wusste? "Nein, dass wusste ich nicht", antwortet sie ohne zu zögern. "Ich wusste, dass in der DDR viele zu Schaden gekommen sind – wie leider in so vielen anderen Regimen auch. Aber von der Todesstrafe wusste ich nichts, allerdings wirkt dieses Wissen nach."

In der Zeit von der Gründung der DDR im Jahr 1949 bis zur letzten Verurteilung 1981 wurden insgesamt 164 Personen hingerichtet, wie der MDR berichtete. Die Verurteilten wurden in eine zentrale Hinrichtungsstätte gebracht, wo sie per Guillotine oder Nahschuss getötet wurden.

"Tatort"-Drehbuchautorin Sarah Schnier zur ARD: "Im Zuge eines anderen Projekts hatte ich mich mit der DDR und ihrem Justizsystem befasst und dabei erfahren, dass es bis 1987 die Todesstrafe gab." Genau deshalb habe sie aus dem wenig bekannten Umstand eine Geschichte für das Mordopfer konstruiert.

Fällt der Abschied vom "Tatort" schwer?

Meret Becker verabschiedet sich vom "Tatort" und will sich ab 2022 neuen Projekten widmen. "Noch habe ich vier 'Tatorte' vor mir – da ist es noch ein bisschen weit weg."

Nichtsdestotrotz sei der nahende Abschied in eine Szene, in der sich Rubin und ihr Kollege Robert Karow (Mark Waschke) umarmen, miteingeflossen. "Die Gedanken an das Ende werden mehr werden", sagt die Schauspielerin. Sie sei auf den letzten Drehtag gespannt.

Wie sich Nina Rubin aus dem Berliner "Tatort" verabschieden wird, ist allerdings noch nicht klar. "Ich habe einen Wunsch, wie sie sich verabschieden wird", verrät die 50-Jährige. Doch ob das am Ende auch so eintreten wird, "wird sich zeigen". (amw)   © spot on news

Nach "Tatort"-Lästerei: Augsburger Puppenkiste lädt Til Schweiger ein

Til Schweigers Kritik am neuen Tatort war ganz schön bissig: Er hatte behauptet, Puppen aus dem Marionettentheater der „Augsburger Puppenkiste“ spielten besser. Die Kritik zielte natürlich auch gegen Schauspieler Ulrich Tukur. Doch während sich Tukur bedeckt hielt, meldete sich jetzt der Leiter der Augsburger Puppenkiste zu Wort.