Für gewöhnlich steuert das Schweizer Fernsehen pro Jahr zwei Folgen zur Krimireihe "Tatort" bei. Doch 2020 wird gespart - ausgerechnet an den neuen Kommissaren.

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Das neue Schweizer "Tatort"-Duo Carol Schulerund Anna Pieri Zuercher geht im kommenden Jahr nicht wie üblich zweimal, sondern nur einmal an den Start. Der SRF begründete das mit Sparzwang.

Die Boulevardzeitung "Blick" kritisierte die Entscheidung am Mittwoch als überhastet. Gerade ein bislang unbekanntes Ermittlerduo mit Schauspielerinnen, die nur Branchenkennern bekannt gewesen seien, müsse gut eingeführt werden.

SRF-Chefin Nathalie Wappler erklärt die Maßnahme mit einem erheblichen Rückgang der Werbeeinnahmen. Ab 2021 sollen aber wieder je zwei Schweizer Folgen im Jahr zu sehen sein.

Abschied von Flückinger und Ritschard naht

Im Schweizer "Tatort" ermittelten seit 2011 Stefan Gubser und Delia Mayer als Kommissare Flückiger und Ritschard in Luzern. Die letzte Episode mit den beiden wird am 27. Oktober ausgestrahlt. Als neue Kommissarinnen gehen Schuler und Zuercher in Zürich auf Verbrecherjagd.

Die Schweizer "Tatort"-Sendungen tun sich beim deutschen Publikum schwer. Die Einschaltquoten sind verglichen mit Folgen aus deutschen Städten meist niedriger. (dpa/mcf)