Mit Krimi-Spannung im skandinavischen Stil überzeugte der "Tatort" am Sonntagabend auf ganzer Linie. In "Borowski und der brennende Mann" bekam es der Kieler Kommissar mit einer charmanten dänischen Kollegin zu tun, die dem nüchternen Nordlicht ungewohnte Gefühle entlockte.

Axel Milberg alias Borowski hatte den grausamen Tod eines Schuldirektors aufzuklären, der bei einem Brandanschlag im Schulgebäude umkam – was Regisseur Lars Kraume in selbst für "Tatort"-Verhältnisse drastischen Bildern inszenierte. Für die leichten Momente in dem düsteren "Tatort" sorgte die dänische Ermittlerin Will Einigsen (gespielt von Lisa Werlinder), die mit Humor und Offenheit Borowskis Herz im Sturm eroberte. Schade, dass Werlinders Rolle bisher nur als einmaliger Gastauftritt angelegt ist.

Beim Publikum kam der Kieler "Tatort" bestens an: 9,31 Millionen ARD-Zuschauer verfolgten den Krimi, wie der Mediendienst "kress" meldet. Damit erreichte die Sendung einen Marktanteil von 27 Prozent beim Gesamtpublikum und holte sich den klaren Tagessieg am Sonntag. Die Filmkonkurrenz der Privatsender blieb deutlich abgeschlagen zurück: ProSieben erreichte mit der Actionkomödie "Kiss & Kill" nur rund 2,8 Millionen Zuschauer, während sich RTL mit drei Millionen beim Sandalenepos "Der Adler der neunten Legion" begnügen musste. (cgs)