Wegen der harten Szenen in der "Tatort"-Folge "Franziska" schickt die ARD das Kölner Ermittler-Duo Max Ballauf und Freddy Schenk erst um 22 Uhr auf Spurensuche. Dafür gibt es gute Gründe, wie der WDR auf Anfrage erklärt.

Im Gespräch mit unserem Portal bestätigt WDR-Sprecherin Annette Metzinger, dass sich die "Tatort"-Redaktion und der zuständige Jugendschutzbeauftragte des Senders auf einen Sendeplatzwechsel geeinigt haben. In "Franziska", so der Titel des brisanten Krimifilms, "wird ein Bedrohungsszenario nach einer Geiselnahme mit großer Spannung aufgebaut, das äußerst nahegehend und intensiv inszeniert ist". Voraussichtlicher Sendetermin des "Tatort: Franziska" ist im Dezember 2013.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, dass die ARD den "Tatort" zu einem späteren Zeitpunkt ausstrahlen wird. Im Mittelpunkt von "Franziska", dem ersten Köln-"Tatort" der Saison, steht die gleichnamige Assistentin von Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär). Neben ihrem Job bei der Mordkommission engagiert sich die junge Frau als ehrenamtliche Bewährungshelferin in der JVA Köln. Dort gerät sie in die Gewalt eines Geiselnehmers, der des Mordes an einem Mithäftling verdächtigt wird. Für Schauspielerin Tessa Mittelstaedt ist es der letzte Auftritt beim "Tatort".

"Tatort" lief bereits um 22 Uhr

Es ist nicht das erste Mal, dass der "Tatort" seinen Sendeplatz ändern muss. Bereits 1998 wurde der Kultkrimi mit dem Titel "Ein Hauch von Hollywood" zur späteren Stunde ausgestrahlt. Damals waren allerdings nicht die harten Bilder der Grund für den Sendeplatzwechsel, sondern die umstrittene Qualität des als eine Satire gedachten Krimis.

Auch der "Polizeiruf 110: Denn sie wissen nicht, was sie tun" lief im Spätprogramm der ARD. Die Folge mit Matthias Brandt und Anna Maria Sturm in den Hauptrollen wurde aufgrund der sehr harten Bilder im September 2011 erst um 22 Uhr ausgestrahlt.