Verwirrung beim "Supertalent": Achtjährige tanzt an der Poledance-Stange

Darf ein achtjähriges Mädchen schon an einer Poledance-Stange tanzen? Diese Frage stellten sich die "Supertalent"-Fans auf Twitter. Ein so genannter Lizardman legte hingegen einen "mega-ekelhaften" Auftritt hin und sorgte für Schockmomente, wie Sylvie Meis fand. Bei einem anderen Kandidaten war sie dann aber so entzückt, dass sie direkt auf den goldenen Buzzer haute.

Nicht nur für das Publikum, auch für Sylvie Meis war die neue "Supertalent"-Folge ziemlich abwechslungsreich. Vom goldenen Buzzer bis zu "mega-ekelhaft" war alles dabei. In welche Kategorie der "Lizardman" fiel, erfahren Sie hier.
"Na, der hat Eier" hat sich vielleicht manch ein Zuschauer über Brian Cedeño gedacht. Der ließ sich nämlich von seinem Bruder Rommy wild durch die Luft wirbeln und landete dabei immer wieder mit dem Schritt auf dessen Füßen. Ja, manchmal gebe es da Unfälle, gaben die beiden auf Dieter Bohlens Nachfrage zu. Diesmal ging glücklicherweise alles gut und am Ende gab's dreimal ein "Ja" für die Cedeño Brothers obendrauf.
Überraschungs-Effekte können der Hit sein. Oder ganz schön in die Hose gehen - in die Lederhose in diesem Fall. Die Niederbayerin Kathrin Jacob, die in Los Angeles lebt, bot einen eigenwilligen Mix aus Pop und Volksmusik, indem sie Miley Cyrus' "Wrecking Ball" (dt.: Abrissbirne) sang und durch Jodeleinlagen unterbrach. Zu wirr für die Jury: dreimal "Nein".
"Back to the 90ies" hieß es danach, als Joshua Jacobs der Jury erst drei Regenbogen-Spiralen schenkte und dann auf der Bühne zeigte, was sich mit so einem "Slinky" alles anstellen lässt: "Ich hab wirklich gedacht, dass die lebt", fühlte sich Dieter Bohlen an die "Raupe Nimmersatt" erinnert. Einfach, aber originell - für "Slinky Josh" ging es eine Runde weiter.
Harte Eier, Kronjuwelen - hatten wir das heute nicht schon mal? Pizzabäcker Calogero Gallo sorgte für eine Fortsetzung und "zauberte" Bruce Darnell ein Ei aus der Hose, nachdem er Sylvie Meis zuvor mit gruseligen "Zungenspielen" hinters Licht geführt hatte. Nett, aber eher was "für den Kindergeburtstag", befand Bruce Darnell und stimmte, ebenso wie seine Jurykollegen, mit "Nein".
Deutlich spektakulärer war da die Show von Hyperhook, einer Gruppe von vier jungen Männern, die Tricking zeigten, eine Mischung aus Kampfkunst, Turnen und Breakdance-Elementen. "Das war scharf, das war witzig, ihr habt das Theater gerockt", jubelte Sylvie Meis. Problemlos kamen Markus, Sefa, Alex und Vladi eine Runde weiter.
Vielversprechend begann auch der Auftritt des moldawischen Artisten Ion Dascal, der in einem lustigen Kostüm auf allen Vieren zwei Mini-Bankräuber spielte. Die ersten Sekunden fand Dieter Bohlen "ganz süß". Dass es danach aber nur so weiterplätscherte, war der Jury zu wenig: dreimal "Nein".
"Hot, hot, hot" fand Sylvie Meis dafür ihre Landsfrauen, Sittah's Angels aus Amsterdam, die eine sexy Zaubershow zeigten. Allerdings war ihr die Show selbst zu wenig originell. Schweren Herzens stimmte sie mit "Nein", doch dank Bruce Darnell und Dieter Bohlen kamen die Fünf trotzdem weiter.
Und auch beim nächsten Kandidaten war sich die Jury nicht einig: "Zu wenig Gefühl" kam bei Bruce Darnell an, während Countertenor Kevin Elsnig mit seiner Händel-Arie Sylvie Meis "von Kopf bis Fuß Gänsehaut" bescherte. Sie schickte den österreichischen Studenten mit dem goldenen Buzzer direkt ins Finale.
Als "Leistungssportler und Ernährungsberater" stellte sich Konstantin Mouraviev vor, knabberte Kartoffelchips und hatte ein Bier in der Hand. Natürlich ging es ihm um den komödiantischen Überraschungseffekt, denn auf dem Rhönrad zeigte sich der ausgepolsterte Artist dann erstaunlich fit. Dieter war's nicht originell genug, die beiden anderen Juroren schickten ihn aber eine Runde weiter.
Diese Kandidatin führte die Jury zunächst in die Irre: "Du hast uns ganz schön ausgetrickst!", stellte Sylvie Meis fest. Denn die elfjährige Jona Rennert gab erst das süße Engelchen, um dann, unterstützt von vier Tänzern, in einer coolen HipHop-Nummer den "Girl Boss", wei Meis das nannte, zu mimen. Das kam an: Dreimal "Ja" für "Lille Jo"!
Noch ein Eier-Gag? Hm, den verkneifen wir uns mal. Jesse Fischer, der seit seinem ersten "Supertalent"-Auftritt 2009 zum Dauergast in Trash-TV-Formaten geworden ist, sorgte sich vor seinem Auftritt um Sylvie: "Ich hoffe, dass sie sich nicht gleich verliebt!" Keine Angst: Mit ihren Jurykollegen versuchte Sylvie, ihn vom Strippen abzuhalten. Am Ende war er trotzdem splitternackt.
Leicht bekleidet waren zwar auch Jenny Kastein und Daniil Biriukov, doch sie überzeugten vor allem durch ihre gefühlvolle Akrobatiknummer im künstlichen Regen. "Das habt ihr gut gemacht", untertrieb Dieter Bohlen zunächst, bevor noch jede Menge detaillierteres Lob folgte. "Harmonisch, sexy, elegant" - die Jury war begeistert und schickte das Liebespaar eine Runde weiter.
Den Abschluss bildete der obligatorische Freak, ohne den das "Supertalent" nicht das "Supertalent" wäre (passenderweise hatte er auch das Wort "Freak" auf seine Brust tätowiert). Der seit 14 Jahren glücklich verheiratete Eric Sprague hatte sich über viele Jahre hinweg mit Tattoos und Implantaten in einen "Lizardman" (dt.: Eidechsenmann) verwandelt. Das gab Schockmomente.
So hing sich der Texaner zum Beispiel ein schweres Gewicht ausgerechnet an die Ohren und drehte sich damit wild im Kreis, ließ sich danach einen Mix aus Bier und einer bizarren, blauen Flüssigkeit direkt in den Magen pumpen und schob sich Bruce Darnells kleinen Finger durch die Nasenscheidewand.
Bruce war angesichts dieser Showeinlage zwar angewidert, fand Herrn Eidechse insgesamt aber zu "freaky" und originell, um ihn nicht weiterzulassen. Allerdings war er damit der einzige Juror und so wurde es nix mit dem Einzug in die nächste Runde. "Ein paar Leute hatten Spaß, ein paar haben sich geekelt", fasste der "Lizardman" seinen Auftritt selbst zusammen. So war das wohl.