"Das Supertalent": Grusel-Kandidat schockiert Jury und Zuschauer

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Für schräge Kandidaten ist die RTL-Show "Das Supertalent" seit jeher bekannt. Doch was Steven Jones aus Los Angeles mit seinen Augen anstellte, ließ Bruce Darnell vor Schreck vom Stuhl springen - und anschließend seine eigentlich schon getroffene Entscheidung überdenken. Welche Höhepunkte die jüngste "Supertalent"-Folge noch bereithielt, lesen Sie in der Galerie.

"Mamma mia, was für Muskeln!" - Schon vor dem Auftritt der Pariserinnen Anne Charlotte Joguet (33) und Helene Kolessnikow (33) war Dieter Bohlen schwer beeindruckt. Das Duo enttäuschte nicht: "Sexy, aber mit Stil", befand Bruce Darnell nach der Performance. Auch Sarah Lombardi war fasziniert von den Akrobatinnen. Dreimal "Ja"!
Skeptischer war Bohlen, als Ian Jory (51) ankündigte, Joe Cockers "You Are So Beautiful" singen zu wollen: "Oh! Da gibt's nur Flop oder Top." Ian kämpfte - und gewann. Zur sichtlichen Freude seiner beiden Kumpels, die ihn zur Teilnahme genötigt hatten, kam auch der bescheiden auftretende Veranstaltungstechniker einstimmig weiter.
Der Franzose Arthur Cadre (27) arbeitet derzeit als Tänzer in Dubai und erstaunte mit unglaublicher Beweglichkeit. "Gerade, wenn man denkt, man hat alles vom Tanzen gesehen, kommt etwas Neues. Big show!", lobte Bruce. Sarah dagegen hat der Auftritt "nicht gecatcht", doch da Dieter ebenfalls begeistert war, reichte es fürs Weiterkommen.
Weiter ging's mit Derek Brown (36) aus Chicago. Der frischgebackene Papa überraschte, indem er seinem Saxophon Beatbox-Klänge entlockte und eine sehr originelle "Stand By Me"-Interpretation zum Besten gab. Sarah Lombardi fand das "megacool", Bohlen "einzigartig". Also ab in die nächste Runde.
Es folgte ein alter Bekannter: Als Schlange verkleidet hatte der US-Comedian Sethward Allison (30) im Vorjahr Bruce Darnell "verschlungen". Diesmal kam er als Walross, stolperte ungelenk über die Bühne - und crashte dabei prompt eine Studiokamera. Lombardis Kommentar: "Ich hoffe, er ist gut versichert." Dann hieß es: Tschüss, Sethward!
Für diese eher befremdliche Showeinlage entschädigte im Anschluss die erst zehnjährige Julie Ehebald, die mit ihrem Modern Dance zu "Neverland" aus dem Film "Peter Pan" "eine Geschichte erzählen" wollte. Das gelang dem sehr gelenkigen Mädchen trotz kleiner Unsicherheiten ganz zauberhaft. Julie kam einstimmig weiter.
Richy Maguire (37) aus New York kündigte danach an, sein Talent sei es, "etwas mit Stühlen zu machen". Dann turnte er akrobatisch auf einem Turm voller Sitzmöbel herum. Die mit Comedy-Elementen gespickte Nummer kam bei Darnell super an - den beiden anderen Juroren war "der Stuhlgang" (Bohlen) nicht originell genug.
Der US-Amerikaner Sir Jesse Lee von Held Davis Jr. (55) lebt in Deutschland und kam zu "Das Supertalent", um "November Rain" von Guns n'Roses zu singen - aufgrund der störenden Playback-Begleitung mit mäßigem Erfolg. Dann aber sang der Tempelritter, Großvater und Rammstein-Fan noch "Unchained Melody" - und rettete damit "seinen Ar..." (Darnell).
Es folgte ein 43-facher Weltrekord-Halter (unter anderem im Harpunenfangen unter Wasser): Der "Extrem-Coach" Joe Alexander (61) zertrümmerte in asiatischer Kampfkunst-Manier haufenweise vermeintliche Steinplatten und hielt dabei ein rohes Ei in der Hand - mit dieser Metapher wollte er zeigen, wie viel ein Mensch durch Fokussierung schaffen kann.
Pech für ihn: Schon während der Show sah man, dass eine der Platten aus Styropor war. Auch die anderen ließen sich leicht zerschlagen, wie Bruce Darnell auf Bohlens Geheiß demonstrierte. "Ein Bruce-Lee-Movie als Theaterstück" sei die Nummer gewesen, fand Darnell. Bohlen sah eine "gute Show". Doch ein "Supertalent" hatte keiner der Juroren entdeckt.
Die argentinische Zirkusartistin Sofia Speratti (30) kündigte im Anschluss einen "Handstand mit Bällen" an. Um von ihrem Traumberuf leben zu können, hatte sie ihr Heimatland und ihre Familie verlassen - eine Entscheidung, die ihr sichtlich nahe ging. Als Entschädigung gab's Applaus und dreimal "Ja" für ihre grazile Darbietung.
Weiter ging es mit dem De Facto Quartett. Die Prager Freunde Marco (28), Ilia (28), Peter (25) und Simon (28) spielten auf ihren Streichinstrumenten einen wilden Mix aus verschiedenen Musikgenres und überzeugten damit sogar Violinenhasser Bruce Darnell. Und nicht nur das: Der Juror katapultierte die Jungs via Gold-Buzzer direkt ins Finale!
Der senegalesische Wahlpariser Ibou Ibrahima (33) und seine spanische Bühnenpartnerin Zaira Tari Garcia (32) zeigten im Anschluss einen poetischen Contemporary Dance auf Rollerblades, der die Jury aber emotional nicht erreichte: "Ihr beherrscht das super - aber ich empfand es teilweise sogar ein bisschen kalt", fasste Sarah es zusammen.
Und dann folgte das obligatorische Show-Highlight am Ende. Es begann recht harmlos: Steven Jones (27) alias Chefboy Bones aus Los Angeles rappte zunächst vor sich hin. Darnell gefiel es nicht, er drückte auf den Nein-Buzzer - und bekam danach den Schreck seines Lebens, als Kandidat Steven seine Sonnenbrille abnahm.
Steven Jones ließ seine Augen so weit aus den Höhlen springen, dass Darnell angeekelt vom Stuhl sprang, Lombardi erschrocken kreischte und Bohlen der Mund offen stand. Tatsächlich ähnelte der Rapper plötzlich einem gruseligen Monster. Doch ist eine solche Fähigkeit tatsächlich ein "Supertalent"?
Dieter Bohlen fand ja, Sarah Lombardi nein. Und Bruce Darnell? Der entschied sich zum Entsetzen von Sarah, sein "Nein" in ein "Ja" umzuwandeln. Chefboy Bones war also weiter. Ein Selfie mit Dieter Bohlen gab's auch noch. Wir sehen Steven in der nächsten Runde!