"Supertalent": Ein Schicksal rührt zu Tränen - und Jubel!

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Unverhofft kommt oft: Mit diesem berührenden Gänsehautmoment hatte bei "Das Supertalent" (RTL) niemand gerechnet. Dieter Bohlen war sprachlos, Bruce Darnell "von Gefühlen überfordert", Nazan Eckes den Tränen nah. © teleschau - der mediendienst GmbH

Erst mal ganz beschaulich in den Showabend starten? Nicht mit "Cirq'ulation Local"! Die fünf Artisten aus Belgien verlangten dem Publikum mit ihrer rasanten Trampolinshow gleich alles ab.
Cirq'ulation Local waren ein Augenschmaus - auch wenn ihre Darbietung fast zu schnell fürs Auge war. Die Jury fand die multiplen Trampolin-Salti einhellig klasse. Dieter: "Ihr seht aus wie Fabelwesen und eure Show ist fabelhaft."
"Ich singe, seit ich lebe", stellte sich Tiara Louis (12) vor. Ed Sheeran ist ihr größtes Idol, sie hat den britischen Superstar sogar schon getroffen - und mit ihm gesungen. Fast selbstverständlich, dass sie einen seiner Songs ("I See Fire") zum Besten geben wollte. Pop-Titan Dieter schien skeptisch ...
Die Mama, Gesangspädagogin, stand am Bühnenrand - und war nervöser als ihre Tochter Tiara. Die sang ein brillantes Intro, das Publikum und Jury aus den Sitzen riss! Nazan ("Wundervoll!") war den Tränen der Rührung nah. Und Dieter? "Da war jede Facette hörbar, glasklar!" "Mr. Pop" überreichte den Stern persönlich.
Raul Domingos Veiga, allein erziehender Vater zweier Kinder, hatte Ziele: "Ich habe nur Augen für Nazan!" Dann meinte er, für eine tolle Show bräuchte er eine "schöne Assistentin" und verschlang Nazan erwartungsvoll mit den Augen - aber Bruce sprang auf und eilte zur Bühne.
"Ich glaub, ich hab ein Problem!", stöhnte Bruce, als Raul zum Handstand ansetzte - und sich sein nur noch spärlich verhüllter Schritt bedenklich nah vor Bruces Nase befand.
Handstandsakrobatik mit Striptease-Elementen - Rauls irre Rechnung ging auf. Es gab drei Ja und ein Bussi von Bruce.
Postbote Manuel Sass fiel schon zweimal beim "Supertalent" krachend durch. Er blieb sich treu. Sein Auftritt als "Cola-Man" und sein kläglich gescheiterter Versuch, eine 1,5-Liter-Flasche zu exen führten zu einem neuen Sprichwort: "Aller schlechten Dinge sind drei!"
Plus-Size-Model und Daniela-Katzenberger-Fan Linda Lutter präsentierte ihre eigene Tanzerfindung "Zumba Bollywood". Dieter ahnte gleich nichts Gutes ("Ich hab Angst!") und lag - leider - richtig. Und Linda erwirbelte sich rasch drei Nein-Buzzer.
Das Schlimmste überstanden? Nein! Vorhang auf für Lindas Lebensgefährten Michael Funke. Dieter munterte ihn mit "Willst du uns nicht mal zeigen, was du nicht kannst?" auf. Volltreffer. Michael konnte sich nicht mal an Titel und Interpret des Liedes ("1000 und 1 Nacht", Klaus Lage) erinnern, das er dann verhunzte.
Dennis Mac Dao, Berliner mit vietnamesischen Wurzeln, entführte mit seinem poetischen Ausdruckstanz in eine Zauberwelt. Begeisterung aller Orten, drei Ja. Dieter: "Ich dachte schon, die Federn sind ne Kampfansage an Chicken McNuggets. Aber das war ne tolle Idee!"
Sieht aus, als bohrten sich zwei Knirpse in der Nase. Ist aber die typische coole Handhaltung für Beatbox-Profis. Und das sind die "Brotherbeatz" Gino Diamanto (9) und sein Bruder Diego (5) aus Hanau! Nazan: "So was hätte ich mich in dem Alter nie getraut!"
Gino und Diego hatten alles im Griff. Die Jury inbegriffen. Gino übernahm souverän lässig die Regie, brachte Nazan mit "Latino-Beatz" zum Tanzen (Foto) und Bruce dazu, sich beim Beatbox-Kurs zum nuschelnden Affen zu machen. Am Ende gab's Standing Ovations für die Jungs.
Harun Özdemir aus Delbrück ist Kampfsportler und Jackie-Chan-Fan. Er lieferte sich mit seinen Taekwondo-Schülern einen toll choreografierten Fight wie aus einem Hollywood-Hit des Superfighters aus Hongkong. Damit hatte er bei Bruce schon gewonnen: "Fand ich toll, wie du die alle fertiggemacht hast."
"Was machst du mit den armen Lebensmitteln", jammerte Dieter, als Harun Özdemir erst ein Ei zertrümmerte, dann zwei Äpfel artistisch von Schwertklingenspitzen trat und auch noch mit einem Schwert eine Melone zerteilte. Aber er fand's toll: "Klasse Timing. Bam-bam-bam!" Nazan überreichte Harun seinen Stern - mit Glückwunsch auf Türkisch.
"Ihr kriegt, was ihr seht", versprach Hans, der Assistent von Christian Wedoy aus Norwegen eine Show ohne Tricks und doppelten Boden. Christian selbst konnte nichts mehr sagen - er steckte mit dem Kopf im Wassertank. Man legte ihm Handschellen und Ketten an, klaute ihm den Schnorchel - und gab Christian eine Feile. So, und jetzt mach dich mal obenrum frei!
Chistian Wedoy raubte mit seiner Nummer allen den Atem - vor allem sich selbst. Nach fünf (!) wörtlich atemlosen Minuten wurde Nazan nervös: "Ist das noch normal?" Kurz darauf befreite sich der Entfesselungskünstler mit Apnoe-Fähigkeiten in letzter Sekunde. Atemlos nicht durch die Nacht, aber mit fettem Platsch in die nächste Runde!
Benjamin Lenzenhofer ist Maurer. Er wusste nicht, wer ihn zum "Supertalent" anmeldete. Aber jetzt stand er da und sang. Dieter machte es spannend: "Du stehst da wie ne Flasche Bier. Keine Show. Zero!" Dann aber: "Und dann kommt da so was Tolles raus! Du hättest auch hinterm Vorhang singen können. Klasse!" Dreimal Ja!
"Mach es gefährlich!", war Dieters Wunsch, als Hubertus Wawra antrat, eine "kleine Feuerperformance" zu bieten. Als Erstes zündete er ein Streichholz an. "Wow, ein Streichholz!" höhnte Dieter. Das Scherzen verging ihm, als der Feuerschlucker die Flamme schluckte und mit einem riesigen Strahl ausspuckte. Die ganze Jury fiel fast vom Tisch!
Hubertus, gelernter Hotelfachmann, ist mittlerweile Feuerperformer von Beruf. Früher zündete er seine Matchbox-Autos an, heute zündelt er als "Master Of Hellfire" auf Bühnen. Steckt sich mit dem Flammenwerfer Zigaretten an (Foto) oder verschluckt brennende Bohrerspitzen. "Krasser Typ!" urteilte Nazan treffsicher.
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