Sturz auf den Beckenrand: Verletzungsdrama bei "Team Ninja Warrior"

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Bei "Team Ninja Warrior Germany" wäre es diesmal beinahe zur Katastrophe gekommen. Im Fokus: ausgerechnet ein "Sportheld" und Ex-Profisportler.

"Du bist ein böser Junge!" Frank Buschmann war sauer auf seinen Moderatoren-Kollegen Jan Köppen und holte zum Faustschlag aus. Was war passiert? Buschi brachte Jans "Rechthaberei" auf die Palme. "Ich hab keinen Bock mehr auf dich!" Aber Jan konterte frech: "Von wem hab ich die Rechthaberei wohl gelernt?"
Die "Saarmurais" aus dem Saarland, dem "schönsten Bundesland der Welt", sind die Könige des Missgeschicks. 2018 verhinderte ein Autounfall auf der Anreise die Teilnahme. Diesmal patzte der T-Shirt-Bedrucker und baute ein M zu viel ein. Michelle Reichrath ließ sich von all dem nicht beeindrucken und zeigte in der Vorrunde starke Leistungen.
"Das Problem der Saarmurais sind die Doppeldecker!" Buschi meinte die Brüder Dennis (im Foto links) und Daniel Decker. Die mühten sich neben ihrem "bockstarken" (Buschi) Mädel Michelle. Leider vergaßen sie den Tipp ihrer kleinen Schwester Mia: "Nicht ins Wasser fallen!" Die Deckers gingen zu oft baden - Aus in der Vorrunde.
Da war die Welt noch in Ordnung! Die "Sporthelden" Björn Otto, Carolin Hingst (beide Stabhochsprung) und Philipp Boy (Kunstturnen, im Foto von links) winkten lässig und siegessicher ins Publikum. Warum? "Wir sind die Sporthelden", sagte Philipp und fügte grinsend hinzu: "Und gewinnen die Helden am Ende nicht immer?"
"Jesasmaria!" Philipp Boy rutschte ein Schrei des Entsetzens raus. Seine Teamkameradin Carolin machte nach dem Rohrschlitten einen ungeplanten halben Rückwärtssalto - und knallte mit dem Kreuz voraus in die Beckenumrandung. "Aua! Carolin schlägt ein!", brachte es Buschi auf den Punkt. Philipp und Björn bangten - würde Carolin weitermachen können?
"Ich bin nicht leistungsfähig!", schluchzte Carolin. Eine Runde hatte sie (Buschi: "Eine ganz, ganz große Kämpferin!") noch durchgehalten, dann musste sie unter Schmerzen und Tränen passen. Als Ersatzfrau sprang Miriam Schmidt (Foto) bei den "Sporthelden" ein und schlug sich wacker: Das Team zog in die K.o.-Runde ein.
Philipp Boy ist NWG-Fan und trat zum dritten Mal an. "Das ist alles klasse hier", sagte er. "Aber das Geilste ist es doch, auf den Buzzer zu hauen!" Und Philipp war es als Einzigem der "Sporthelden" vergönnt, einen Run zu gewinnen. Als er seinen Gegner überholte, setzte Jan Köppen zum ultimativen Wortwitz an: "Guck: Philipp zieht vorboy!"
Vor dem K.o.-Fight landete "Sortheld" Björn Otto einen Volltreffer - gegen Laura Wontorra. Die fragte: "Worauf kommt's an?" Björn: "Wer schneller da oben am Buzzer ist." Laura: "Na, das ist ja wohl ne Fußballerantwort." Björn: "Wer solche Fragen stellt, kriegt solche Antworten." Gegen "Fusion" mit Moritz Hans (Foto) kam trotzdem das Aus.
Als sich Moritz Hans (links) und Christian Harmat 2018 bei NWG kennenlernten, konnten sie sich nicht leiden. Jetzt sind sie im Team "Fusion" best buddys, aber trotzdem Rivalen: Im Kampf um die Extraprämie (3.000 Euro) für den schnellsten Run legte Chris eine Top-Zeit hin. Moritz: "Die will ich knacken!" Er schaffte es. Um 0,5 Sekunden!
Weil Nastassja (links) von "Die Nichtschwimmer" zwar bärenstark, aber auch schüchtern und nervös ist, empfahl Jan "einen Selbstvertrauen-Kurs". Buschi nahm die Vorlage volley: "Gib du den. Wer bei kompletter Ahnungslosigkeit eine RTL-Show moderiert, der muss ja zumindest Selbstvertrauen haben." Half nix: Nasti schied in der K.o.-Runde aus.
In der Vorrunde schlug sich Ada Thellken ("Bezwinger der See") an einem Seil die Nase auf und blutete. Das fiel Buschi erst spät, dann aber deutlich auf: "Guck, die rote Nase! Wie die von den Gartenzwergen. Die stell ich mir in den Garten, die Ada!"
"Marvin hat nasse Schuhe", warnte Buschi, als Marvin Mitterhuber kurz im Wasser eintauchte. "Klingt wie ein Kinderbuch, ist aber Realität", bestätigte Jan. Denn Gegner Christian Diemann ("Die Nichtschwimmer", links) holte im Zickzack-Tunnel mächtig auf, weil Marvin der Grip am Plexiglas fehlte. Marvin siegte knapp, um die nasse Schuhsohlenbreite.
Laura wurde ganz dramatisch zu Mute: "Das ist ein Duell wie Bayern gegen Dortmund oder Real gegen Barca", kündigte sie den Showdown um den Einzug ins Finale am 20. Juli zwischen "Fusion" (rechts) und "Die Bezwinger der See" an. In der Vorrunde hatte "Fusion" gesiegt, weil "Bezwinger" Marvin baden ging.
Astrid Sibon wird von ihren "Fusion"-Teamkollegen liebevoll "das Biest" genannt. Moritz Hans ist "der Ruhige", Christian Harmat "der Blitz". "Das Biest" ist neu bei NWG, aber im Warrior-Sport fast schon Legende: In Holland und der Schweiz wurde sie "Last Woman Standing". Da durfte Buschi zu Recht brüllen: "Was ist denn das für ein Niveau hier!?"
"Was für ein Athlet!", japst Buschi regelmäßig, wenn Max Sprenger, Teamkapitän von "Die Bezwinger der See", am Start ist. Und das ist er eigentlich immer: Er war in allen bisherigen Staffeln von NWG im Finale, trat bei jedem Teamwettbewerb an und war auch Mitglied von "Team Germany", das im Herbst 2018 das "Four Nations Special" gewann.
Was für ein Final-Drama! Ada ging in Führung ("Ein Astritt für Astrid", witzelte Jan Köppen), dann fielen aber Moritz UND Marvin ins Wasser. Max und Christian (links) gingen zeitgleich an den Start für den letzten Parcours-Teil. Da setzte sich "Fusionist" Chris durch und bezwang den "Bezwinger" Max.
Wenn "Fusion" im Finale um 100.000 Euro Siegprämie kämpft, werden Buschi und Köppen wieder gemeinsam moderieren. Trotz aller Frotzelei hatte sich das beste Kalauerduo seit "Waldorf und Statler", die grantigen Nörgler aus der "Muppet Show", dann doch wieder lieb. Als Höhepunkt gab's sogar ein Buschi-Bussi aufs Köppen-Köpfchen. RTL, Channel of Love!