Von wegen unnützes Wissen: In der jüngsten Ausgabe von "Wer stiehlt mir die Show?" zeigten Medien-Multitalent Riccardo Simonetti und Schauspielerin Anke Engelke, dass sie ziemliche Nerds sein können. Aber nur einer der beiden Promis konnte sein unnützes Wissen auch wirklich nutzen.

Christian Vock.
Eine Kritik
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"Fetter als Mark, beim Rest vertrau ich euch." Die jüngste Ausgabe von Joko Winterscheidts "Wer stiehlt mir die Show?" beginnt eigentlich vor einer Woche. Denn was sich Winterscheidt da bei der Probe von seinem Produktionsteam wünscht, ist nichts Geringeres, als den Moderationsauftritt von Sänger Mark Forster in der vergangenen Folge zu übertrumpfen. Und das dürfte gar nicht so einfach sein.

Denn Mark Forster lieferte am vergangenen Dienstag wirklich große Unterhaltung ab. Der bekennende Fan des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern gönnte sich einen spektakulären Show-Einlauf, als er sich eine Stadionkulisse im Studio arrangieren ließ – mit allem, was dazugehört inklusive Ultras, Pyro und Fangesängen. Forster selbst lief in eine FCK-Fahne eingehüllt ins Studio ein und präsentierte den Zuschauern den DFB-Pokal, den Kaiserslautern einst gewann.

Allerdings verlor Forster die Show dann an Joko Winterscheidt und so durfte sich der eigentliche Moderator der Sendung nun seinerseits von seinem Produktionsteam einen spektakulären Einlauf wünschen und der fiel, wie wir bereits wissen, knapp, aber ehrgeizig: "fetter als Mark."

Nun kann man sich natürlich streiten, was genau man unter "fetter" versteht, aber die Produktionsfirma nutze ihre Chance, sich einen kleinen Spaß zu machen und gleichzeitig die Show-Kosten klein zu halten.

Joko Winterscheidt: "Das ist euer Ernst oder was?"

Denn auch wenn Winterscheidt eingefleischter Fan von Borussia Mönchengladbach ist, gab es diesmal keinen Wettstreit, wer den besten Fußball-Einlauf hinbekommt. Stattdessen entzündet eine Mitarbeiterin ein Tischfeuerwerk. Fertig.

"Das ist euer Ernst oder was? Da kommt aber noch was, oder? Ihr blöden Schweine", wundert sich Winterscheidt und wittert noch einen Coup: "Ganz kurz noch die interne Frage: Das war’s jetzt?" Nein, war’s nicht. Aber viel kommt nicht mehr, denn ein Mitarbeiter schmeißt Winterscheidt noch einen Knallfrosch vor die Füße.

Ein gelungener Einfall, der auch noch Geld spart – eine Win-win-Situation für ProSieben. Doch ein Überbietungswettkampf beim Einlaufen wäre ohnehin nicht nötig gewesen, denn die Ausgabe am Dienstagabend war auch so launig genug. Nicht zuletzt, weil zwei Promis aus dem "Wer stiehlt mir die Show?"-Team bei einer Nerdwissen-Quizrunde über sich hinauswuchsen, doch dazu gleich mehr.

Erst einmal beginnt alles wie gehabt: Zum festen Rate-Team gesellt sich wieder eine Wildcard-Kandidatin. Diesmal ist es die 26-jährige Autorin und Aktivistin Phenix, die nicht nur Winterscheidt die Show stehlen will, sondern auch mit einer körperlichen Besonderheit anreist.

Denn wie die junge Frau erzählt, hat sie an jedem Fuß einen Knochen mehr als andere Menschen. Ansonsten startet die Show wie gewöhnlich: acht verschiedene Spiele, drei Gewinnstufen, nach jeder Gewinnstufe muss der Kandidat mit den wenigsten Punkten gehen.

"Wer stiehlt mir die Show?": Warum Riccardo Simonetti fast zum Mond geflogen wäre

Vom Start weg läuft es eigentlich ganz gut für die Wildcard-Kandidatin, denn beim Spiel "Die faulen Fünf" weiß sie bei der ersten Frage des Abends als Einzige, dass ein Handballspiel 60 Minuten dauert.

Das war’s dann aber auch schon mit Erfolgen und die Promi-Kandidaten ziehen in den nächsten Minuten stramm an der Berlinerin vorbei – manche sogar mit einem kleinen Bonus-Gewinn. Denn bei einer Schneeketten-Frage holt sich Winterscheidt bei einem Mann aus dem Publikum Rat und der ist zufällig Busfahrer beim 1. FC Kaiserslautern.

"Du bist der Busfahrer vom 1. FC Kaiserslautern? Kann ich ein Selfie machen?", fragt Mark Forster ungläubig, holt sich dann aber auch gleich seine Trophäe. Die richtige Antwort weiß Forster aber nicht und weil auch die nächsten Runden nicht optimal für den Sänger laufen, fliegt er nach Wildcard-Kandidatin Phenix als Zweiter raus. Pech für ihn, aber immerhin bekommt er noch zwei Höhepunkte des Abends live mit.

Zum einen die Geschichte von Riccardo Simonetti: "Ich wär mal fast zum Mond geflogen", erzählt der Entertainer. Er habe sich einmal bei einem "Mondflugprojekt" beworben und das recht erfolgreich. Eigentlich.

Denn nachdem er bereits verschiedene Tests bestanden hatte, habe er sich entscheiden müssen. Weil man sich aber für drei Jahre habe verpflichten müssen, habe er schließlich abgelehnt. Doch das war nicht das Einzige, womit Simonetti an diesem Abend überraschen sollte.

Riccardo Simonetti und der Moment seines Lebens

Denn beim Spiel "Wer nichts werd, werd Nerd" müssen die Kandidaten bei verschiedenen Nerdwissenskategorien wie Dschungelshow-Kandidaten, Pokemons oder Formel-1-Gewinner bieten, wie viele Antworten sie wissen.

Wer mehr bietet als die anderen, darf sein Spezialgebiet spielen und bekommt einen Punkt, wenn er alle gebotenen Antworten kennt. Und gleich bei der ersten Runde lässt Simonetti seine Muskeln spielen. Er bietet 29 Antworten und muss dementsprechend nun 29 Charaktere aus der Serie "Sex and the City" nennen.

Und er schafft es. Mit Vor- und Zunamen. Und Rollennamen. Da bleibt Joko Winterscheidt der Mund offen stehen, vom Publikum gibt es Ovationen. Das könnte der Moment sein, auf den ich mich mein Leben lang vorbereitet habe", erklärt Simonetti und legt noch einen obendrauf: "Ich hätte noch bis 40 gehen können." Das ist deshalb so bemerkenswert, denn Winterscheidt erklärt dazu: "Es gibt nur 43."

Eine erstaunliche Leistung, die Anke Engelke mal eben fast egalisiert. Denn als sie an der Reihe ist, zählt sie ohne größere Probleme 28 ÖPNV-Stationen der Linie 16 von Süden nach Norden in Köln auf. Eine ebenfalls respektables, aber unnützes Wissen – es sei denn man ist Kandidatin bei "Wer stiehlt mir die Show?"

Aber es ist ohnehin Engelkes Abend, denn auch Simonetti muss sich vorzeitig verabschieden, sodass Engelke im Finale gegen Joko Winterscheidt ran muss – und gewinnt. Dementsprechend darf man gespannt sein, ob Engelkes Einlauf in der kommenden Woche "fetter als Mark" wird. Fetter als Joko wird er sicher.

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